Ein Mann liegt mit einer Schlafmaske in einem Bett. Zwei symbolische Traumbilder zeigen eine leere Gaststätte und einen Mediziner mit Maske und Handschuh.
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Eine neue Studie aus Finnland untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das menschliche Schlafverhalten.

Konsequenzen des Lockdowns

Unruhige Nächte, zu viel Schlaf, mehr Albträume? So kann sich Corona auf den Menschen auswirken

  • Jennifer Greve
    vonJennifer Greve
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Die Corona-Pandemie ist eine Herausforderung für viele Menschen. Seien es körperliche, geistige oder wirtschaftliche Probleme - Albträume scheinen da vorprogrammiert.

  • Forscher aus Finnland haben sich dem Themenfeld „Corona* und Träume“ gewidmet.
  • Ein Viertel der Probanden hat häufiger Albträume als noch vor der Pandemie.
  • Die Auswirkungen von Corona-Maßnahmen und Lockdowns beschäftigen viele Menschen.

München/Helsinki - Die Corona-Pandemie kann das eigene Stress-Level erhöhen, für unruhigen Schlaf sorgen und nun - nach neusten Forschungen - auch den Inhalt unserer Träume beeinflussen. Eine neue Studie aus Finnland untersuchte den Einfluss der Pandemie auf die Schlafqualität der Probanden.

Schlafen und Träumen - Studie untersucht negativen Einfluss der Pandemie

Die Studie „Pandemic Dreams: Network Analysis of Dream Content During the COVID-19 Lockdown“ wurde in der Fachzeitschrift „Frontiers in Psychology“ veröffentlicht. Mehrere hundert Personen beschrieben auf freiwilliger Basis nicht nur die Qualität des eigenen Schlafes, sondern auch den Inhalt ihrer Träume während der Corona-Pandemie.

Das Forscherteam der Universität Helsinki wertete diese Angaben aus. Dabei wurde ein Fokus auf die, von den Probanden gezogenen, Verknüpfungen der Trauminhalte gelegt: Als Beispiel nennen die Forscher unter anderem „mistake–hug (Fehler-Umarmung)“ oder „handshake–distancing, distancing–disregard (Handschlag-Distanzierung, Distanzierung-Missachtung)“.

Autorin aus Deutschland äußert sich über Corona-Träume

Albträume durch Corona? Erste Ergebnisse sind „erwartbar“

Die Teilnehmer der Studie schilderten weiterhin, wie sich konkrete Maßnahmen im Zuge der Corona-Eindämmung auf ihren Schlaf auswirkten. Von den 4000 befragten Finnen, gaben mehr als ein Viertel an, dass sie häufiger Albträume hätten als noch vor der Pandemie. Weiterhin berichteten einige Probanden davon, häufiger aufzuwachen und insgesamt länger zu schlafen.

Wie die Wiener Psychologin und Traumforscherin Brigitte Holzinger der Deutschen Presseagentur (DPA) mitteilte, kämen ihr die Zahlen der Studie „sehr, sehr hoch“ vor. Sie führte allerdings weiter aus, dass man diese Ergebnisse bis zu einem gewissen Grad erwarten würde und diese „auch mit unseren Beobachtungen decken“ würden. (jey)

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