Ein E-Auto wird an einem Anhänger geladen.
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Nichts als Fake: Das Foto wurde verfälscht im Netz verbreitet.

Autoliebhaber ärgern sich

„Die Zukunft ist dumm“: Foto von E-Mercedes, der am Diesel lädt, empört das Netz

  • Zülal Acar
    vonZülal Acar
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Ein Foto von einem E-Auto, das an einem Dieselgenerator lädt, geht im Netz viral und kassiert einen heftigen Shitstorm. Doch das Ganze ist offenbar ein Fake.

Wien - Auf den ersten Blick wirkt es wie ein gewöhnliches Bild: Ein am Straßenrand stehendes Auto tankt an einem Diesel-Generator. Doch das Foto hatte offenbar die Kraft, Tausende von Fans zu verärgern. Vor kurzem machte das skurrile Foto im Netz die Runde. Was war zu sehen? Der abgebildete E-Mercedes hatte den Geist aufgegeben und schien an einem Diesel-Generator zu laden, dieser wurde wiederum von einem Benziner gezogen.

„Ein benzinbetriebenes Auto, das einen Diesel-Generator zieht, der ein Elektroauto lädt. Die Zukunft ist dumm“, kommentierte beispielsweise ein Facebook-Nutzer das Foto. Manche Nutzer machten sich einen Scherz aus dem Foto und bastelten Memes, die sich schnell verbreiteten. Viele Autofans wiederum nahmen das Bild durchaus ernst und ärgerten sich. Wie efahrer.chip.de berichtet, lässt sich jedoch schnell feststellen, dass es sich dabei um eine Falschmeldung handelt.

Viral-Hit entpuppt sich als Fake: Powerbank statt Dieselgenerator

Denn das Foto wurde völlig aus dem Zusammenhang heraus im Netz geteilt. Bei einer Reverse-Google-Suche, also einer Rückwärts-Bilder-Suche im Netz, kam heraus, dass das Foto ursprünglich auf der Facebook-Seite des ÖAMTC, dem österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclub, gepostet wurde.

Die Caption macht dabei deutlich, worum es geht: „Unsere „Mobile Powerbank“ für E-Autos hat ihre erste Bewährungsprobe in der Praxis erfolgreich absolviert“, schreibt der ÖAMTC zu seinem Foto. Es handelt sich also nicht um einen Dieselgenerator, wie viele User anfangs angenommen hatten, sondern um eine Powerbank für E-Autos.

„Das Foto wurde falsch interpretiert“, sagte Christian Klejna, Technik-Experte beim ÖAMTC, gegenüber Reuters. Die Powerbank bestehe aus mehreren Lithiumzellen und könne Strom für ungefähr zwölf Kilometer liefern. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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