Ein Mann lädt ein E-Auto mit einem Ladekabel-Stecker.
+
E-Autos sind umweltfreundlicher als bislang gedacht.

Stromer haben Klimavorteile

Neue E-Autos sind deutlich sauberer als gedacht - zeigt eine Studie

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
    schließen

Elektroautos gelten aktuell als klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennermotor. Diesen Klimavorteil werden sie laut einer neuen Studie künftig sogar ausbauen.

Wilmington - Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Elektroauto (*FNP berichtete). Das belegen auch die Zahlen. Wie enbw.com berichtet, kauften in Deutschland im vergangenen Jahr besonders viele Bürger E-Autos. Dazu trug unter anderem auch eine erhöhte Kaufprämie von bis zu 9.000 Euro bei. Laut autozeitung.de fuhren zudem im Juni 2021 274.152 ​Neuwagen durch deutsche Straßen.

Verkaufsargument Nummer eins ist dabei wohl die Klimafreundlichkeit dieser Fahrzeuge. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Stromer diese Eigenschaft in den nächsten Jahren sogar noch weiterentwickeln werden - womit sie bald noch sauberer wären als gedacht. Überraschend: Die Ergebnisse zeigen, dass Fahrzeuge wohl selbst bei Verwendung von Kohlestrom zum Laden immer noch klimafreundlicher seien als Verbrenner.

E-Autos: Klimavorteil bis zu 77 Prozent

Bis zum Jahr 2100 soll die Erderwärmung unter 2 Grad gehalten werden. Dieses Ziel sei unter anderem nur realisierbar, wenn sich batterie-elektrische Fahrzeuge und mit erneuerbarem Strom betriebene Brennstoffzellen-Fahrzeuge im Straßenverkehr durchsetzen - Hybride mit eingerechnet. Das ist das Ergebnis der Studie, die die NGO International Council on Clean Transportation (ICCT) mit Sitz in Wilmington durchgeführt hat.

Für die Studie haben die Forscher die Treibhausgasemissionen für einen gesamten Lebenszyklus eines Autos analysiert. Das Ergebnis: Ein Stromer aus der Kompaktklasse stößt etwa zwischen 66 und 69 Prozent weniger Treibhausgase aus als ein herkömmlicher Verbrenner. Die Studienautoren rechnen damit, dass bis 2030 die Klimabilanz sogar noch besser ausfallen könnte, nämlich von 66 Prozent auf 74 bis 77 Prozent.

Zwar seien Wasserstoff-angetriebene Fahrzeuge ebenfalls im Vorteil gegenüber Verbrennern - das jedoch nur, sofern der verwendete Wasserstoff auch komplett aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt würde. Zudem sei anzumerken, erklärt der europäische ICCT-Geschäftsführer Peter Mock: „Sogar für Indien und China, die immer noch stark auf Kohlekraft angewiesen sind, sind die Lebenszyklusvorteile von batterieelektrischen Fahrzeugen heute schon vorhanden“. Im Vergleich mit Verbrennern *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare