Ein Flug von Pakistan International Airlines von Islamabad nach Karachi wird zum Desaster.
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Ein Flug von Pakistan International Airlines von Islamabad nach Karachi wird zum Desaster.

Technik versagt

Rebellion nach drei abgebrochenen Starts: Passagiere verlassen Flugzeug

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
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Für 186 Passagiere in Pakistan wird ein Inlandsflug von Islamabad nach Karachi zur Zerreißprobe. Drei abgebrochene Starts und ein Unfall sorgen für Rebellion an Bord.

Islamabad – Aller guten Dinge sind normalerweise drei. Das komplette Gegenteil haben jedoch Passagiere an Bord einer Maschine von Pakistan International Airlines erlebt. Ein Flug endete im Chaos, bevor er überhaupt richtig losgehen konnte.

Weil offenbar das Triebwerk streikte, musste der Flug PK301 vom 12.12.2021 am Flughafen in Islamabad (Pakistan) den geplanten Flug in die Küstenstadt Karachi im Süden des Landes abbrechen – und zwar dreimal. Wie der Focus unter Berufung auf Informationen des TV-Senders Seema berichtet, hätten Crewmitglieder die Probleme mit einem der Triebwerke kurz nach dem Start erkannt. Daraufhin drehte der Flieger von Pakistan International Airlines wieder um.

Vorfall in Islamabad: Triebwerk von A320 verhindert Abflug nach Karachi

Die 186 Fluggäste warteten geduldig, bis die Techniker die Probleme für behoben erklärten. Als der Airbus A320 erneut zum Start ansetzte, hätten Passagiere laut des Portals „Aviation Herald“ aber ein Geräusch gehört, welches das Vertrauen in das Triebwerk nicht gerade erhöhte. Erneut drehte der Flieger um und fuhr über das Rollfeld zurück zum Gate.

Nach einer erneuten Reparatur erfolgte dann der dritte Versuch. Doch auch dieses Mal hob der Flieger nicht vom Flughafen Islamabad ab. Für die Passagiere an Bord war nun eine Grenze überschritten. Die Beschwerden der Fluggäste waren offenbar so heftig, dass sich Pakistan International Airlines dazu entschied, die Türen zu öffnen.

Passagiere rebellieren nach drei abgebrochenen Starts – nur sechs Fluggäste bleiben an Bord

Nur sechs Passagiere entschieden sich dazu, den A320 nicht zu verlassen. Für sie ging es nach etwas mehr als sechs Stunden tatsächlich noch auf die rund 1500 Kilometer lange Reise von Pakistans Hauptstadt Islamabad nach Karachi am Arabischen Meer. Dort landete der Flieger nach Angaben des Portals Aviation Herald ohne Probleme.

Für die rebellierenden Passagiere könnte es neben der dreifachen Panne am Flughafen Islamabad einen weiteren Punkt gegeben haben, den Flug nicht im A320 von Pakistan International Airlines anzutreten. Erst im Juni 2020 kamen bei einem Unfall eines A320 in Karachi 98 Menschen ums Leben. Nach einer missglückten Landung in Karachi war der Flieger beim zweiten Versuch in ein Wohngebiet gestürzt. (esa)

Auch am Flughafen Frankfurt* kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst im Juli 2021 musste ein Start einer Lufthansa-Maschine wegen technischer Probleme abgebrochen* werden. Für die Reparatur mussten Spezialisten eingeflogen werden. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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