Die Darstellung zeigt eine ungefähre Abbildung der Oberfläche eines Exoplaneten.
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Der Exoplanet L 98-59 weist erdähnliche Eigenschaften auf.

Leben möglich

Forscher empfangen „klare Signale“ von erdähnlichem Exoplaneten

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
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Forscher haben klare Signale von einem erdähnlichen Exoplaneten empfangen, der unserem Planeten relativ nahe ist. Sie vermuten, dass dort Leben möglich ist. 

New Mexico - Es ist ein lange gehegter Wunsch der Menschheit: andere Planeten zu bereisen und zu bewohnen - gar Kontakt zu möglichen Einwohnern aufzunehmen. Nun könnte ein Forscherteam diesem Traum wieder ein bisschen näher gekommen sein. Wissenschaftler haben eindeutige Signale von einem erdähnlichen Planeten (*FNP berichtete) empfangen.

Der Stern mit dem Namen L 98-59 wird von drei Planeten umrundet, was Wissenschaftler mithilfe des Nasa-Weltraumteleskops „Tess“ (Transiting Exoplanet Survey Satellite) im Jahr 2019 herausgefunden haben. Das Planetensystem ist nur 35 Lichtjahre von der Erde entfernt, was eine verhältnismäßig kleine Distanz ist. Wir sind also quasi in direkter Nachbarschaft.

Exoplaneten-Forscherin: „Waren zur richtigen Zeit zur Stelle“

Seit Jahren fasziniert L 98-59 die Wissenschaft. Forscher sehen gute Chancen, in dem Planetensystem auf Leben zu stoßen. Und tatsächlich besitzt einer der drei Exoplaneten Eigenschaften, die der Erde sehr ähnlich sind. Im Gegensatz zu den beiden anderen sonnennäheren Planeten verfügt er nämlich über große Mengen Wasser, wie Wissenschaftler der Südwestwarte herausgefunden haben. Bis zu 30 Prozent seiner Masse könnten aus Wasser bestehen. Und wo Wasser ist, ist auch Leben möglich.

Es sei viel „Detektivarbeit nötig“ gewesen, erklärt die Expertin für Exoplaneten, Diana Dragomir, von der University of New Mexico gegenüber tweaktown.com. „Die richtigen Menschen waren zur richtigen Zeit zur Stelle“, sagt sie. „Wir hatten Glück und erhielten wirklich klare Signale“.

Für das Weltraumteleskop „Tess“ sei die Entdeckung der Signale ein Meilenstein, erklärt die Forscherin. Es könnte fortan häufiger vorkommen, dass die Wissenschaftler kleine Planeten um noch kleinere Sternen entdecken. „Und diese Planeten könnten Leben ermöglichen“, so Dragomir. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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