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Perfekt erhaltene Höhlenlöwen-Babys entdeckt - sie starben vor mehr als 28.000 Jahren

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Von: Zülal Acar

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Die gefrorene Mumie eines Höhlenlöwen-Babys.
Durch den Permafrost sind die beiden Höhlenlöwen-Babys perfekt erhalten. © MDPI

Forscher haben zwei Mumien von gut erhaltenen Höhlenlöwen-Babys gefunden und konnten nun das Alter bestimmen. Eins der beiden Tiere starb offenbar schon vor 28.000 Jahren. 

Yakutsk - Russische Forscher haben vor wenigen Jahren am Semyuelyakh Fluss zwei im Eis eingeschlossene Mumien von Höhlenlöwen-Babys (Panthera Spelaea) gefunden. Nun haben die Wissenschaftler das Alter und die Todesumstände der Tiere ermitteln können. Durch den Permafrost sind die jungen Löwen noch gut erhalten, eines der Tiere hat einen hellgrauen bis gelblichen Pelz und ist männlich, das andere ist weiblich und hat einen hellbraunen Pelz. Durch die Permafrost-Kälte sind eingeschlossene Tiere so gut konserviert, dass selbst Tausende Jahre nach ihrem Tod (*FNP berichtete) Rückschlüsse über ihre Anatomie getroffen werden können.

Mithilfe der sogenannten Radiokarbonmethode gelang es einem internationalen Forscherteam festzustellen, wann die Tiere starben. Das Weibchen starb wohl vor 28.000 Jahren, während das Männchen vor 44.000 Jahren ums Leben kam, berichtet der Stern.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 03.11.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Höhlenlöwen-Funde: Bislang nur Knochen und Spuren

An den Körpern der beiden Jungen konnten die Forscher keine Bissspuren oder Hinweise auf Infektionen feststellen. Am Schädel und Skelett fanden sie Verletzungen, die jedoch nicht zwangsläufig etwas mit ihrem Tod zu tun haben müssen. Es ist demnach möglich, dass sie nicht durch ein Beutetier ums Leben kamen, sondern tödlich verunglückten.

Höhlenlöwen sind bereits vor etwa 13.000 Jahren ausgestorben. Seit 1810 finden Forscher immer wieder Überreste der Tiere im Raum Nordamerika und Eurasien. Jedoch handelte es sich bislang nur um Spuren und Knochen, berichtet National Geographic. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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