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Der Jugendliche ist von der Piste abgekommen und schwer verunglückt. Das Symbolfoto stammt aus einem anderen Skigebiet.

Polizei sucht dringend Zeugen

Ski-Schüler (15) schwer verunglückt - Ermittlungen ergeben schlimmen Verdacht

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Ein 15-jähriger Jugendlicher hat sich am Donnerstag in Tirol von seiner Ski-Gruppe losgelöst. Dann passierte ein schrecklicher Unfall. Die Polizei hat einen schlimmen Verdacht.

Schwendau - Ein 15-jähriger Jugendlicher ist bei einem Unfall im Skigebiet Horberg (Tirol) schwer verletzt worden. Die Polizei schildert das Unglück wie folgt: Der Junge aus dem Vereinigten Königreich war gegen Mittag mit seiner Skischulgruppe unterwegs. Er fuhr laut Polizei auf eigenen Wunsch alleine auf der blau markierten Piste Nr. 14. talwärts. 

Unmittelbar neben der Talstation des Schleppliftes „Mittertrett“ fuhr der Jugendliche über den mit einem Seil abgesicherten und einem Warnschild gekennzeichneten Pistenrand hinaus. In der Folge stürzte er in ein etwa vier Meter tiefer gelegenes Bachbett und verletzte sich dabei schwer. Die Pistenrettung konnte nur unter Zuhilfenahme einer Leiter in das Bachbett absteigen, um Erste Hilfe zu leisten. 

Der Jugendliche wurde von der Crew des Notarzthubschraubers mit einem Tau geborgen und in das Bezirkskrankenhaus Schwaz geflogen. Nachdem sich der Zustand des Jugendlichen verschlechterte, musste er in die Universitätsklinik Innsbruck überstellt werden. Laut Angaben vom Freitag lag der 15-Jährige zu dem Zeitpunkt auf der Kinderintensivstation. Er erlitt schwere, innere Verletzungen. Eine Befragung des Verunfallten war bis Freitag nicht möglich. 

Horberg/Tirol: Ermittlungen nach Ski-Unfall ergeben schlimmen Verdacht

Am Freitag führte die Polizei Ermittlungen zur Unfallursache durch. Ein Befragter sagte aus, dass der 15-Jährige kurz vor dem Absturz ins Bachbett von einem unbekannten Wintersportler geschnitten worden sei. Demnach habe er ausweichen müssen und sei dabei ins Bachbett abgestürzt. Der andere Unfallbeteiligte sei nicht stehen geblieben, sondern davongefahren.

Die Polizeiinspektion Mayrhofen bittet um weitere Zeugenhinweise. Eine Beschreibung des anderen Beteiligten liegt leider nicht vor.

In Lech am Arlberg hatte sich kürzlich ein schlimmes Lawinendrama mit vier Toten ereignet.

mm/tz

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