1. Startseite
  2. Welt

Furchtbare Explosionen in Armeniens Hauptstadt: Drei Menschen tot - Dutzende verletzt, viele vermisst

Erstellt:

Von: Christoph Gschoßmann

Kommentare

Chaos in Eriwan: In der armenischen Hauptstadt kam es zu großen Explosionen.
Chaos in Eriwan: In der armenischen Hauptstadt kam es zu großen Explosionen. © Daniel Bolshakov / picture alliance

Armeniens Hauptstadt Jeriwan wurde von mehreren Explosionen erschüttert. Mindestens drei Menschen sind dabei verstorben.

Eriwan / München - Explosionen und Rauch über Armeniens Hauptstadt Eriwan: Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in der Südkaukasusrepublik sind nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Die Detonation ereignete sich etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Eriwan, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur am Ort des Geschehens berichtete. Der armenische Zivilschutz teilte mit, dass mindestens 25 Menschen abends noch vermisst wurden. Ein Video, das sich rasch auf Twitter verbreitet, zeigt eine Explosion auf dem Surmalu-Markt unweit des Stadtzentrums.

Ein Lager mit Feuerwerkskörpern flog ersten Angaben zufolge in die Luft. Dadurch sei auch eine Gasleitung explodiert. Die Detonation am Sonntagnachmittag (Ortszeit) sei massiv gewesen. Viele Menschen rannten von der Unglücksstelle weg um ihr Leben. Die Behörden gingen von einem unvorsichtigen Umgang mit Feuer als Ursache aus.

Auf dem Großhandelsgelände stürzten mehrere Gebäude ein oder wurden beschädigt. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Über der Stadt breitete sich eine Rauchwolke aus. Auf Autos legten sich Staub und Schutt. Mehr als 60 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Etwa ein Dutzend von ihnen waren Kinder.

Auf die Explosion folgen Bombendrohungen

Nach der Explosion drohte gleich die nächste Gefahr: Wenige Stunden später gingen Zivilschutz des Landes mehrere Bombendrohungen ein. Danach seien Bomben in der U-Bahn von Eriwan, im Parlament und in anderen Gebäuden gelegt. Passagiere mussten die U-Bahn verlassen. Spezialisten durchsuchten die Stationen, fanden aber keine Sprengsätze. Informationen über einen Zusammenhang der Ereignisse gab es nicht.

Die frühere Sowjetrepublik Armenien im Südkaukasus mit Grenzen zum Iran, zur Türkei, zu Aserbaidschan und Georgien gehört zu den ärmsten Ländern der Region. Immer wieder kommt es dort zu Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften. Rettungskräfte und Feuerwehr waren ohne Schutzmasken im Einsatz. Mit Aserbaidschan steht Armenien in einem militärischen Konflikt um das Gebiet Berg-Karabach. (cg mit dpa)

Im Ukraine-Krieg verstärkt Russland seine Angriffe im Osten. Die Lage um das umkämpfte AKW Saporischschja ist weiterhin angespannt. News-Ticker zum Militärgeschehen.

Auch interessant

Kommentare