Glühende Hitze und jahrelange Dürre fachen die Waldbrände in Kalifornien an. Foto: Noah Berger
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Glühende Hitze und jahrelange Dürre fachen die Waldbrände in Kalifornien an.

Noch schlimmere Feuerkatastrophen zu befürchten

Gouverneur: "Kalifornien brennt"

San Francisco - In Kalifornien wüten seit Wochen mehr als ein Dutzend Brände. Wegen der Hitze und der Dürre könnte es noch schlimmer werden. Gouverneur Jerry Brown spricht von einem Weckruf in Sachen Klimawandel.

Angesichts der Dürre und steigender Temperaturen hat Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown vor Bränden «epischen Ausmaßes» gewarnt. «Kalifornien brennt», sagte Brown am Donnerstag beim Besuch der von schweren Bränden heimgesuchten Clear-Lake-Region im Norden des Westküstenstaates. Das sogenannte Rocky Fire in der Nähe des Bergzugs Rocky Ridge sei ein «Weckruf», gegen die Ursachen des Klimawandels vorzugehen.

Es seien noch schlimmere Feuerkatastrophen zu befürchten, warnte der Gouverneur des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates. Brown sprach zudem von einer «Tragödie» für die Familien, deren Häuser in den Flammen zerstört wurden, berichtete die «Los Angeles Times».

Die seit Ende Juli wütenden Wald- und Buschfeuer rund 160 Kilometer nördlich von San Francisco haben nach Angaben der Brandschutzbehörde des US-Bundesstaates (Cal Fire) eine Fläche von mehr als 280 Quadratkilometern verwüstet, was etwa der Größe der Stadt Dortmund entspricht.

Kaliforniens Feuerwehr fürchtet Wetterverschlechterung

Nicht von dieser Welt: Die Waldbrände haben Teile Kaliforniens in eine unwirkliche Landschaft verwandelt. Foto: Noah Berger
Nicht von dieser Welt: Die Waldbrände haben Teile Kaliforniens in eine unwirkliche Landschaft verwandelt. Foto: Noah Berger © Noah Berger
Vom Feuer vertrieben: Clayton Ingram, ein Anwohner aus dem Spring Valley, hat nur das Nötigste in Sicherheit gebracht. Foto: Noah Berger
Vom Feuer vertrieben: Clayton Ingram, ein Anwohner aus dem Spring Valley, hat nur das Nötigste in Sicherheit gebracht. Foto: Noah Berger © Noah Berger
Nicht zu stoppen: Die kalifornischen Waldbrände breiten sich weiter aus. Foto: Noah Berger
Nicht zu stoppen: Die kalifornischen Waldbrände breiten sich weiter aus. Foto: Noah Berger © Noah Berger
In Nordkalifornien kämpft ein Löschflugzeug gegen die seit Tagen anhaltenden Waldbrände an. Rund 190 Quadratkilometer Wald- und Buschland wurden bisher zerstört. Foto: Noah Berge
In Nordkalifornien kämpft ein Löschflugzeug gegen die seit Tagen anhaltenden Waldbrände an. Rund 190 Quadratkilometer Wald- und Buschland wurden bisher zerstört. Foto: Noah Berge © Noah Berger
Mit Feuer gegen das Feuer: Mit einem Flammenwerfer wird eine Brandschneise geschaffen, um dem Waldbrand keine neue Nahrung zu liefern. Foto: Noah Berger
Mit Feuer gegen das Feuer: Mit einem Flammenwerfer wird eine Brandschneise geschaffen, um dem Waldbrand keine neue Nahrung zu liefern. Foto: Noah Berger © Noah Berger
Glühende Hitze und jahrelange Dürre fachen die Waldbrände in Kalifornien an. Foto: Noah Berger
Glühende Hitze und jahrelange Dürre fachen die Waldbrände in Kalifornien an. Foto: Noah Berger © Noah Berger
Roter Planet: Die kalifornischen Wälder stehen nach einer beispiellosen Trockenperiode in Flammen. Foto: Noah Berger
Roter Planet: Die kalifornischen Wälder stehen nach einer beispiellosen Trockenperiode in Flammen. Foto: Noah Berger © Noah Berger
Hamsterkäufe: Anwohner decken sich mit Lebensmittelvorräten ein. Foto: Noah Berger
Hamsterkäufe: Anwohner decken sich mit Lebensmittelvorräten ein. Foto: Noah Berger © Noah Berger

Am Donnerstag war das Feuer zu 45 Prozent unter Kontrolle gebracht worden. Nach Massenevakuierungen konnten die ersten Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Behörden rieten den Bürgern, auf Straßensperren und Aufforderungen, gegebenenfalls ihre Häuser schnell zu verlassen, zu achten.

Wegen erwarteter Gewitter wurde für Nordkalifornien eine Unwetterwarnung herausgegeben, mit dem Hinweis auf die Gefahr von Blitzschlägen, die in ausgetrockneten Waldgebieten neue Feuerherde entfachen könnten. Nach der bisherigen Bilanz wurden 43 Wohnhäuser zerstört, mehr als 3600 Helfer sind im Einsatz. Erst Mitte August sei mit einer vollständigen Eindämmung der Flammen zu rechnen, hieß es.

dpa

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