Eine Katze sitzt an einem Fenster und blickt nach draußen.
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Katzen nahe Melbourne dürfen bald nicht mehr das Haus verlassen.

Zum Schutz der Umwelt

Katzen dürfen nicht mehr raus - neues Gesetz sorgt für Aufregung

  • Claire Weiss
    VonClaire Weiss
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In der Gemeinde Knox in der Nähe der australischen Metropole Melbourne dürfen Katzen bald nicht mehr vor die Haustür.

Es ist ein Gesetz, das tausende Katzen-Besitzer in Aufruhr bringt: den rund 7.000 registrierten Katzen der Gemeinde Knox ist es offiziell verboten zu streunen. Die Tiere dürfen sich ab Oktober nur noch im Haus, in Höfen und in Gärten aufhalten. Diese müssen allerdings sicher umzäunt sein, um ein Ausbüxen der Katze zu verhindern. Katzenbesitzer wissen, dass das keine einfache Aufgabe ist. Denn die Fellnasen sind bekannt dafür, überall ein Schlupfloch zu finden.

Halten sich Besitzer nicht an die neue Regelung, droht ihnen eine hohe Geldstrafe. So sollen in den ersten sechs Monaten lediglich Verwarnungen ausgesprochen werden. Der erste Verstoß danach führt zu einer Geldstrafe von 91 Dollar. Bei weiteren Verstößen werden die Besitzer jedes Mal mit satten 545 Dollar bestraft. Um streunende Katzen einzufangen, werden Ranger eingesetzt, extratipp.com* berichtet.

Katzen in Knox müssen künftig drinnen bleiben - das ist der Grund

Das neue Gesetz soll helfen, Wildtiere wie Vögel oder bestimmte Insekten, die von Katzen gejagt werden, zu schützen. Diese Entscheidung wird vor allem von Tierschützern begrüßt. So meint auch Dr. Jim Radford von der La Trobe University laut Ladbible, dass jedes Jahr zu viele Opossums, Vögel, Fledermäuse und Reptilien wegen frei laufender Hauskatzen getötet werden. „Die ständige Eingrenzung der Katze ist nur ein weiteres Element der verantwortungsvollen Haustierhaltung“, so der Ökologe.

Katzenbesitzer jedoch sind vor allem sauer, da Hunde weiterhin frei über Felder rennen dürfen, während Katzen ab Oktober zu Hause eingesperrt werden müssen. Denkt man an aktuelle Fälle in Deutschland, weiß man, dass auch Hunde oft eine Gefahr für Wildtiere darstellen. Nicht selten fallen ihnen beispielsweise Rehe zum Opfer. *extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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