Eine Mutter umarmt ihr Baby, während beide auf dem Bett liegen
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Umarmungen zwischen Eltern und Kind setzen das Kuschelhormon Oxytocin frei.

Körperliche Nähe beeinflusst Entwicklung

Studie: Je mehr ihr euer Kind umarmt, desto besser entwickelt sich sein Gehirn

  • Zülal Acar
    vonZülal Acar
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Forscher haben herausgefunden, dass Umarmungen die Gehirnentwicklung von Kindern positiv beeinflussen. Das Hormon Oxytocin spielt dabei eine wichtige Rolle.

Ohio - Umarmungen sind dieser Tage selten geworden. Und gerade jetzt in der Corona-Pandemie (*FNP berichtete) sehnen wir sie uns herbei - mehr als je zu vor. Diese profane Art, Zuneigung auszudrücken oder Mitmenschen zu begrüßen, scheint fast wie ein Relikt aus einer Zeit, bevor Mundnasenschutz*, Social Distancing und Abstandslinien* unseren Alltag dominierten.

Klar, im Freundeskreis und außerhalb des eigenen Haushalts geht es nicht mehr - doch gerade in der Familie, bei unseren Kleinsten, scheint das Umarmen einen wichtigen Effekt zu haben. Eine Studie hat nun gezeigt, dass Umarmungen die Gehirnentwicklung von Kindern fördern.

Genau hier kommt das Hormon Oxytocin ins Spiel. Denn bei sanften Berührungen und Umarmungen wird das sogenannte „Kuschelhormon“ freigesetzt. Es sorgt im Körper dafür, dass Stress abgebaut, sowie Atmung und Herzschlag verlangsamt werden. Das Glückshormon Oxytocin führt somit zu einem allgemeinen Wohlgefühl.

Studie: Umarmungen führen zu mehr Intelligenz bei Kindern

In der Medizin ist es unter anderem als Wehen auslösendes Hormon bekannt und wird in der Geburtshilfe dementsprechend eingesetzt. Zudem stärkt es laut dailyhealthpost.com Bindungen, etwa zwischen Liebenden oder zwischen Mutter und Kind. Forscher fanden heraus, dass sich bei Babys und Kindern, die von ihren Eltern oft umarmt wurden, das Gehirn schneller und besser entwickelte, als bei Kindern ohne diese Art der Zuneigung. Oxytocin hat außerdem Einfluss an der Entwicklung des embryonalen Gehirns, etwa bei der Bildung von Blutgefäßen in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse). Sie steuert beispielsweise Stress, Wachstum und Fortpflanzung.

Das Nationwide Kinderkrankenhaus im US-amerikanischen Ohio führte eine Studie mit 125 Babys durch, um deren Reaktion auf körperliche Nähe zu testen.

Das Ergebnis: Frühchen reagierten auf körperlichen Kontakt weniger als Babys, die nicht zu früh auf die Welt kamen. Bei Kindern, die Zuneigung in Form von Umarmungen erhielten, stellten die Forscher eine stärkere Gehirnreaktion fest. Demnach würde Zuneigung die Entwicklung von Kindergehirnen maßgeblich prägen. Je mehr Oxytocin freigesetzt wird, desto mehr beeinflusst es die Gehirnentwicklung eines Kindes. Und je mehr Liebe und Zuneigung ein Kind erfährt, desto größer wird laut Forscher sein Gehirn. Ergo: Je mehr Umarmungen, desto mehr Intelligenz. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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