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Kubanische Landschnecke „Weichtier des Jahres“

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Kubanische Landschnecke
Zwei kubanische Landschnecken. Die Kubanische Landschnecke (Polymita picta) ist das „Weichtier des Jahres 2022“. © Bernardo Reyes Tur/Senckenberg/dpa

Bunt und besonders ist sie - und Liebespfeile sind ihre Spezialität. Die Kubanische Landschnecke lebt nur an einem schmalen Küstenstreifen Kubas - und ist vom Aussterben bedroht.

Frankfurt/Main - Sie ist besonders farbenfroh und pflanzt sich mit einem „Liebespfeil“ fort: Die Kubanische Landschnecke (Polymita picta) ist das „Weichtier des Jahres 2022“.

Bei der internationalen Publikumsabstimmung erhielt die Schnecke die meisten Stimmen, wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am Freitag in Frankfurt mitteilte. Quasi als Belohnung werde nun das Genom der Art entschlüsselt. Bisher gibt es nur wenige Weichtier-Arten, deren Erbgut komplett entziffert ist.

Die zwei bis drei Zentimeter großen Tiere kommen nur entlang eines schmalen Küstenstreifens im Osten Kubas vor und sind vom Aussterben bedroht. Kubanische Landschnecken sind für besonders farbenfrohe Variationen ihres Gehäuses bekannt - und für ihr ungewöhnliches Paarungsverhalten: Die Schnecke verfügt über eine Art „Liebespfeil“ aus Kalk, mit dem Paarungspartner gestochen werden, um Sexualhormone zu übertragen. Die Schnecken sind gleichzeitig männlich und weiblich, können sich aber nicht selbst befruchten.

Die Art wurde aus knapp 50 Nominierungen ausgewählt und setzte sich unter anderem gegen andere Schneckenspezies, Muscheln und sogenannte Kahnfüßer durch. Kubanische Landschnecken ernähren sich von Moos und Flechten auf Baumrinden und tragen so dazu bei, Bäume gesund zu halten, wie es hieß. dpa

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