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Die Kugeln sollten einer Kalifornierin nur für kurze Zeit Glück bringen. 

Glück im Spiel, Pech in der Liebe

Lotto: Frau knackt Millionen-Jackpot - und verliert Mann und den kompletten Gewinn

Das hatte sie sich wohl anders vorgestellt: Denise Rossi durfte sich nur kurz über ihren Lottogewinn freuen, denn ein Gericht spricht das ganze Geld ihrem Ehemann zu.

„Can‘t buy me love“ - also „Ich kann mir keine Liebe kaufen“ - sangen schon die Beatles und ihre Weisheit gilt nach wie vor universell. Das mussten auch Thomas Rossi und seine Ehefrau Denise am eigenen Leib erfahren, die 25 Jahre lang nicht nur glücklich verheiratet, sondern nach außen hin auch ein Herz und eine Seele waren, bevor ein Lottogewinn sie entzweite. Bereits im Jahr 1996 ereignete sich diese unfassbare Geschichte, die besonders für die Lotto-Gewinnerin tragisch endete. Doch wie konnte es so weit kommen, dass zu guter - oder besser schlechter - Letzt beinahe alles weg war?

Thomas und Denise Rossi: Plötzlicher Scheidungsantrag beendet Eheglück

Zunächst schien es, als hätten sich Topf und Deckel gefunden: Thomas Rossi und seine Ehefrau Denise führen jahrelang eine glückliche Ehe, scheinen beinahe seelenverwandt. Doch dann, von einem Tag auf den anderen, kam der plötzliche Einschnitt: Denise will die Scheidung. Aus heiterem Himmel heraus, wie es sich für den liebenden Ehemann darstellte. 

Video: 50 Lotto-Millionäre in einer finnischen Gemeinde

Was der zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste und wohl auch nie erahnt hätte: Seine Frau ist nicht unbedingt nur schwer unglücklich, sondern nun vor allem millionenschwer. Denn kurz bevor sie ihre drei Kreuzchen auf den Scheidungspapieren hinterlassen sollte, hatte sie bereits sechs richtige Kreuzchen auf ihrem Tippschein gemacht. Laut Medienberichten, unter anderem von der Los Angeles Times, wurde Denise Rossi so auf einmal zur Millionärin. 

Denise Rossi verheimlicht ihren Lotto-Gewinn

Später gab sie zu, ihrem Partner den Gewinn verschwiegen zu haben, da sie nicht wollte, dass er auch nur einen Teil davon in seine Finger bekommt. 

Dabei schienen die beiden Kalifornier bis dato noch alles miteinander zu teilen, sogar die gemeinsame elektrische Zahnbürste, wie sich der Ehemann erinnert. 

Die Ehefrau allerdings scheint da anderer Ansicht zu sein, wie die „Los Angeles Times“ weiter berichtet. Denn laut der Gerichtsakten und in einem Interview habe die Lotto-Millionärin angegeben, schon seit mehreren Jahren unglücklich gewesen zu sein und nach einem Ausweg gesucht zu haben. „Er war immer pleite. Und ich habe immer gearbeitet“, soll die frustrierte Ehefrau geklagt haben. 

Bis über beide Ohren verliebt scheint dagegendieses Paar zu sein, das für seine Liebe allerdings kämpfen musste. 

Kalifornische Lotto-Gewinnerin darf sich nur kurz über ihre 1,3 Millionen freuen

Doch dann sollte sich alles ändern: Nur 11 Tage bevor Denise Rossi die Scheidung eingereicht hat, hatte sie 1,3 Millionen Dollar im Lotto gewonnen. Gemeinsam mit ihren Arbeitskollegen hatte sie sich sowohl den Einsatz, als auch den Jackpot von insgesamt 6,6 Millionen geteilt. Doch nicht nur ihren Mann ließ die darüber im Unwissen, sondern auch alle Beteiligten in dem Scheidungsverfahren. Die Lotto-Checks ließ sie deshalb eigens an die Adresse ihrer Mutter schicken. 

Denise Rossi: Ihre Lotto-Lüge fliegt auf

Doch ihre Lügen sollten nach einigen Monaten auffliegen. Denn versehentlich landete eine Mail in Thomas Rossis Postfach: eine Kundenwerbung einer Firma, die Pauschalbeträge unter anderem für Lottogewinne zahlt. So soll es in der Mail geheißen haben, die Firma hätte bereits mehreren Lottogewinnern in einer ähnlichen Situation geholfen. Grund genug für den geschiedenen Mann, misstrauisch zu werden. Ein paar Tage später hatte er bereits eine gerichtliche Verfügung gegen seine Ehefrau erwirkt. 

Nach der Lotto-Million: Gericht entscheidet im Scheidungsverfahren

Schließlich kam alles, wie es wohl kommen musste. Denn nach der Entscheidung des Familiengerichts in Los Angeles sollte die einstige Millionärin leer ausgehen: Weil sie ihre Vermögenswerte nämlich nicht, wie eigentlich gesetzlich vorgeschrieben, öffentlich dargelegt hatte, wurde ihr gesamter Lottogewinn ihrem Ehemann zugesprochen. 

Für Denise Rosse dagegen galten gleich zwei bekannte Sprichworte: „Glück im Spiel, Pech in der Liebe“ sowie „Lügen haben kurze Beine“ - oder wie Marc Lenner, der Anwalt des sitzengelassenen Ehemannes, es sagen würde: „Die Moral von der Geschichte ist: Es zahlt sich aus, von Anfang an ehrlich zu sein.“ 

Ehrlich waren diese beiden zwar, aber trotzdem brachte ihnen auch ihr Lotto-Gewinn kein dauerhaftes Glück: Denn nachdem ein englisches Ehepaar den Jackpot geknackt hatte, war ihr Gewinn nach kurzer Zeit auch wieder weg. 

Einen ähnlichen Schock dürfte auch ein Lotto-Gewinner aus Oregan erlebt haben. So knackte der 94-Jährige zwar den ebenfalls den Jackpot, doch dann beging seine Enkelin einen fatalen Fehler. 

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