Brandanschlag auf Impfzentrum in Sachsen
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Bierflaschen als Waffe: Größere Schäden verursachten die selbstgebauten Brandsätze der unbekannten Täter glücklicherweise nicht.

Polizeieinsatz

Brandanschlag auf Corona-Impfzentrum - Flucht in roter Limousine

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Einige Menschen machen schon länger gegen gegen Impfzentren und Impfteams mobil. In Sachsen erreicht die Feindseligkeit nun eine neue Dimension.

Treuen – Im sächsischen Vogtlandkreis hat es nach Angaben der Polizei einen Brandanschlag auf ein Corona*-Impfzentrum gegeben.

Drei Unbekannte sollen am Dienstagabend (14.09.2021) drei Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit auf das Gebäude in Treuen geworfen haben, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei vermutet Ethanol, eine genaue Analyse steht aber noch aus. Die Brandsätze zündeten nicht, weshalb kein Feuer ausbrach. Es wurde den Angaben zufolge niemand verletzt, einen größeren Schaden gab es ebenfalls nicht.

Brandanschlag auf Corona-Impfzentrum in Sachsen

Nach Angaben von Polizeisprecher Jan Meinel suchte die Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber und Wärmebildkameras nach den Tätern. Bislang gebe es aber keine Spur von ihnen. Die Polizei will nun Zeugen befragen. Das Objekt wurde durch einen Wachdienst gesichert. Die mutmaßlichen Täter hätten einen Zeitpunkt abgewartet, als die Streife auf der anderen Seite des Gebäudes war, hieß es. Sie sollen dann in einem Auto geflüchtet sein. Die Polizei sucht nach einem roten Pkw, der zum Tatzeitpunkt in Richtung Auerbach gefahren sein soll. Nach Zeugenaussagen saßen drei Personen in dem Fahrzeug.

Ein derartiges Vorkommnis habe es beim Impfzentrum in Treuen noch nicht gegeben, sagte der Sprecher. Das Impfzentrum Treuen ist eines von 13 Impfzentren in Sachsen und wird im Spectrum-Center Eich betrieben, einem früheren Einkaufszentrum. Ende September soll das Impfzentrum wie alle anderen derartigen Einrichtungen im Freistaat schließen.

Sachsen: Anschlag auf Corona-Impfzentrum

In der Vergangenheit hatten Menschen, die Corona leugnen oder den Schutzmaßnahmen kritisch gegenüberstehen, immer wieder gegen das Impfen mobil gemacht. Bei einem Angriff in Gera waren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen unlängst zwei medizinische Fachangestellte verletzt worden. Demnach hatte ein Mann von ihnen eine Impfbescheinigung verlangt, wollte sich aber nicht impfen lassen. Als die Mitarbeiter ihm die Bescheinigung verweigerten, schlug er auf sie ein. Sie mussten ins Krankenhaus.

Auch anderswo entlud sich die Kritik am Impfen in Gewalt. Im April kam es zu einem Anschlag mit Molotow-Cocktails auf ein Impfzentrum in der norditalienischen Stadt Brescia. Auch in Frankreich gab es Anschläge.

Mehr in Kürze. (tu/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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