Heino und seine Tochter Petra. Der Schlagersänger trauert um das Grab seiner Tochter. (Archivfoto vom 13.12.2000)
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Heino und seine Tochter Petra. Der Schlagersänger trauert um das Grab seiner Tochter.

Bad Münstereifel

Schlagersänger Heino trauert: Hochwasser zerstört das Grab seiner Tochter

  • Carolin Eberth
    VonCarolin Eberth
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Heino ist seit 2019 Ehrenbürger des schwer von der Flut getroffenen Bad Münstereifel. Der Schlagersänger sprach den Bewohnern nun seine Anteilnahme aus.

Bad Münstereifel – Schlagersänger Heino* (82) hat sich schockiert von der Hochwasser-Katastrophe in seiner Wahlheimat Bad Münstereifel gezeigt. „Ich habe die schrecklichen Bilder vom Hochwasser* gesehen und bin zutiefst erschüttert“, erklärte der Sänger Heino der Deutschen Presse-Agentur. „Mein Herz hängt an Bad Münstereifel und ich bin in Gedanken bei den Einwohnern und bei meinen vielen Freunden dort.“

Heino und seine Frau Hannelore waren nicht in der Eifel, als die Flut kam. Wegen einer Komplettsanierung des Historischen Kurhauses, in dem die beiden normalerweise leben, weilt das Paar nach Angaben des Managements seit einem Jahr in seiner zweiten Heimat Kitzbühel (Österreich). Dort hätten die beiden auch von dem Hochwasser erfahren. Das Kurhaus selbst sei verschont geblieben, da es auf einer Anhöhe liege.

Schlagersänger Heino trauert: Hochwasser zerstörte das Grab seiner Tochter Petra Bell

Doch ein anderer Verlust trifft Heino mitten ins Herz: Das Urnen-Grab seiner Tochter Petra Bell (†36) wurde von der Flut zerstört und vom Hochwasser unterspült. „Ich habe das zerstörte Grab auf Fotos gesehen und der Anblick tut mir in der Seele weh. Ich habe so oft mit meiner Frau Hannelore dort gestanden und gebetet. Es ist schlimm, dass die Totenruhe meiner Tochter durch die Flut so furchtbar gestört wurde“, sagte er zur Bild-Zeitung

Trotz seines Schmerzes ist Heino in Gedanken an erster Stelle bei seinen Mitbürgern, die durch die Flut alles verloren haben. „Es ist schrecklich, dass Petras Grab zerstört ist, aber viel wichtiger sind jetzt die lebenden Opfer dieser furchtbaren Hochwasser-Katastrophe. Ihnen gehört mein ganzes Mitgefühl.“

Hochwasser: Heino sichert Bürgermeisterin von Bad Münstereifel Hilfe zu

Im Sommer 2003 erkrankte Heinos Tochter Petra Bell schwer und wurde in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Sie soll an Schizophrenie gelitten haben. Im November 2003 dann das tragische Ende: Eine Bekannte von Petra fand die Leiche in ihrer Düsseldorfer Wohnung. Wie ihre eigene Mutter hatte auch sie den Freitod gewählt.

Heino, in Düsseldorf geboren, ist seit 2019 Ehrenbürger von Bad Münstereifel. Er ließ ausrichten: Wenn die Bürgermeisterin seine Hilfe durch das Hochwasser brauche, stehe er „selbstverständlich zur Seite“. (Carolin Eberth mit dpa)

Das Wetter in Deutschland bleibt angespannt. In den Flut-Gebieten drohen neue Unwetter. *op-online.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA

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