Im Norden soll es am Donnerstag stürmisch werden.
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Im Norden soll es am Donnerstag zu Sturmfluten und -böen kommen.

Ganze Nordseeküste betroffen

Sturmflutwarnung für Hamburg: Pegel von bis zu 3,90 Metern erwartet - Polizei warnt Bewohner

  • VonAstrid Theil
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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremen Wetter in Hamburg und an der Nordseeküste. Es drohen Überflutungen.

Update vom 23. September, 19.30 Uhr: In Hamburg ist das Wasser am tiefliegenden Fischmarkt nun über die Hafenkante geschwappt. Das zeigen Webcam-Aufnahmen. Für den gesamten Abend wurde in Hamburg und in anderen Teilen der Nordseeküste vor einer Sturmflut gewarnt.

Besonders die Hamburger Polizei mahnte die Bewohner der Hafenstadt, Autos in höhere gelegene Stadtgebiete zu fahren. Dieser Hinweis erwies sich im Laufe des Abends als überaus sinnvoll, denn auch der neben dem Fischmarkt gelegene Parkplatz am Elbstrand von Ovelgönne wurde überflutet. Dennoch zeigen Webcam-Aufnahmen Autos, die direkt an der Hafenkante in Hamburg geparkt sind.

Erstmeldung vom 23. September, 18.30 Uhr: Hamburg - Der Millionenstadt Hamburg droht am heutigen Abend (23. September 2021) eine Sturmflut*. Vor dieser warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Gegen 19 Uhr wird am Elbe-Pegel St. Pauli eine Höhe von bis zu 3,90 Metern über der Normalhöhennull erwartet.

Damit würde der Pegel 1,75 Meter über dem liegen, was als „Mittleres Hochwasser“ bekannt ist - also dem durch die Gezeiten ausgelösten, normalen Hochwasser. Den Bewohnern der Stadt wurde daher bereits von der Polizei geraten, tiefliegende Gebiete - wie den Hafen, die HafenCity und die elbnahen Gebiete - zu meiden und Fahrzeuge in höher gelegene Areale der Stadt zu parken.

Extremes Wetter: Überflutungsgefahr in Norddeutschland

Von der Sturmflutgefahr ist allerdings nicht nur Hamburg betroffen. Auch an der Nordseeküste in Niedersachsen und in den nahegelegenen Gebieten um die Weser und Elbe kann es zu einer Sturmflut kommen. Das Hochwasser wird dort etwa 1,5 Meter höher als normalerweise ausfallen. Die Ostsee soll von dieser extremen Wetterlage nicht betroffen sein.

Aufgrund der extremen Wetterlage warnt auch der Niedersächsiche Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) vor einer Überflutungsgefahr an Stränden und den Vorländern. Betroffen sind laut NLWKN Norderney, Bensersiel, Emden, Wilhelmshaven, Cuxhaven und Bremerhaven.

Deutscher Wetterdienst warnt zusätzlich vor Sturmböen in weiten Teilen Deutschlands

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab darüber hinaus eine Warnung vor schweren Sturmböen heraus. Am Abend könnten die Sturmböen bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichen. Betroffen sind mehrere Teile Deutschlands. Der Warnung zufolge kann es an den Küstengebieten und auch auf dem Brocken, dem Fichtelberg, dem Bayerischen Wald und am Alpenrand zu Sturmböen kommen. (at) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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