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Grünen-Politikerin stirbt nach Hai-Attacke bei Hurghada – Zeugen beschreiben Szenen

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Von: Martina Hunger, Markus Zwigl

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Der Strand in Hurghada. In der Nähe des Badeortes kam es zu Hai-Angriffen.
Der Strand in Hurghada. In der Nähe des Badeortes kam es zu Hai-Angriffen. (Archivbild) © Marcel Lauck/dpa

In der Nähe des ägyptischen Badeortes Hurghada werden zwei Frauen von Haien angegriffen. Bei einem der Opfer handelt es sich um eine österreichische Politikerin.

Update vom Montag, 4. Juli: Bei dem 68-jährigen Opfer des tödlichen Haiangriffes bei Hurghade handelt es sich laut Informationen der Bild um die Grünen-Politikerin Elisabeth S. Sie wurde am Freitag (1. Juli) beim Schwimmen in der Bucht von Sahl Hasheesh von einem Hai attackiert und getötet. Zuvor hatte sie noch gesagt: „Ich geh noch mal kurz ins Wasser.“ Am selben Tag gab es einen weiteren tödlichen Hai-Angriff nur 600 Meter entfernt. Das Opfer: eine Frau aus Rumänien. 

Tatsächlich schaffte es Elisabeth S. noch ans Ufer – der Raubfisch hatte ihr einen Arm und ein Bein abgebissen. Sie starb allerdings kurz darauf im Krankenhaus, vermutlich an einem Herzinfarkt. Der Grünen-Verband Kramsach trauert bei Facebook um Elisabeth S., „die durch ein tragisches Unglück zu Tode gekommen ist! (...) Elisabeth war engagierte Grüne der ersten Stunde in Kramsach, Gemeinderätin von 1998 - 2004, lange Jahre treue Ersatzgemeinderätin und GR - Kandidatin! Sie Ruhe in Frieden!“

Österreicherin stirbt bei Hai-Angriff bei Hurghada

Erstmeldung vom Sonntag, 3. Juli: Hurghada – An den Stränden um Hurghada tummeln sich das ganze Jahr über Urlauber und Wassersportler. Als dort am Freitag plötzlich ein Hai auftaucht, beginnt für eine Österreicherin der Kampf ums Überleben. Touristen verfolgen die tragischen Szenen vom Strand aus. Am Sonntag wurde bekannt, dass es dort am selben Tag noch zu einem weiteren Hai-Angriff kam.

Unweit des ägyptischen Badeorts Hurghada ist eine Österreicherin nach einem Hai-Angriff gestorben. Der Hai habe sich der 68 Jahre alten Frau beim Schwimmen genähert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus medizinischen Kreisen in Hurghada. Sie habe einen Schock erlitten und sei im Krankenhaus verstorben, wie rosenheim24.de berichtet. Die russische Agentur Ria Novosti berichtete, die Frau habe bei dem Angriff einen Arm und ein Bein verloren.

Laut dem ägyptischen Umweltministerium war dies nicht der einzige schreckliche Zwischenfall an vergangenen Freitag (1. Juli). Demnach wurde eine weitere Frau in Sahl Hasheesh, rund 25 Kilometer von Hurghada entfernt, von einem Hai angegriffen und getötet.

Laut einem Reuters-Bericht soll es sich bei der zweiten getöteten Frau um eine Rumänin Ende 40 handeln. Sie sei mehrere Stunden nach dem ersten Angriff entdeckt worden. Demnach passierte die zweite Hai-Attacke nur 600 Meter entfernt. Unklar ist jedoch ob es sich in beiden Fällen um das selbe Tier handelt.

Zeugen beschreiben schrecklichen Vorfall

Das österreichische Außenministerium in Wien bestätigte mittlerweile den Tod einer Österreicherin, ohne weitere Details zu nennen. Medizinischen Kreisen in Ägypten zufolge war die Österreicherin mit einem Ägypter verheiratet und lebte in Hurghada am Roten Meer. Touristen verfolgten die tragischen Szenen vom Strand und von einem Steg aus. Ein Video des Zwischenfalls zeigt, wie die Frau in rot gefärbtem Wasser versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Unterdessen versuchen Männer vom Steg aus, sie mit einem Seil aus dem Wasser zu ziehen.

Der Vorfall ereignete sich in einer Bucht südlich von Hurghada. Der Strand wurde für drei Tage geschlossen. Die Kammer für Tauch- und Wassersport (CDWS) informierte ihre Mitglieder nach dem Zwischenfall über die Sichtung eines Makohais in der Gegend. Wassersport wie Tauchen, Schnorcheln, Kite- und Windsurfen seien während dieser Zeit in dem Gebiet nicht gestattet, hieß es.

Makohaie können ein Tempo von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erreichen. Ausgewachsen können sie über vier Meter lang und über 500 Kilogramm schwer werden.

Hai-Angriffe eigentlich sehr selten

Das Rote Meer ist unter anderem für Taucher ein beliebtes Reiseziel. Angriffe von Haien sind dort eigentlich sehr selten. Vereinzelt kam es aber auch hier zu tödlichen Attacken. 2018 starb ein Tourist aus Tschechien nach einem Hai-Angriff, 2015 kamen so auch ein Deutscher und 2010 eine deutsche Rentnerin ums Leben. Möglicherweise werden die Tiere durch Abfälle angelockt oder durch - eigentlich verbotenes - Futter und Köder von Ausflugsbooten.

Für Tauch-Anbieter, die auch Tauchgänge zu Haien anbieten, sind die Raubfische eine wichtige Einnahmequelle. Laut Mahmud al-Hanafi, Professor für Meeresbiologie an der Suezkanal-Universität, kann ein Hai mit einer Lebensdauer von 20 Jahren einen wirtschaftlichen Wert von bis zu vier Millionen Dollar (3,8 Mio Euro) erreichen. Im Roten Meer leben unter anderem Hammerhaie, Weißspitzen-Hochseehaie und Seidenhaie. Sie zu füttern oder mit rohem Fleisch zu ködern, ist verboten. (mz/dpa)

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