Der Toyota Mirai mit Bennstoffzellentechnik.
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Der japanische Autohersteller Toyota möchte seinen Kunden die Wahl zwischen verschiedenen Antrieben lassen.

Langsamer Umstieg auf E-Mobilität

Toyota: E-Autos sind nicht die Zukunft - „Noch zu früh“

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
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Der japanische Autohersteller Toyota möchte in Zukunft nicht nur auf Elektro-Autos setzen, sondern weiterhin auch Hybride und Verbrenner produzieren.

Toyota, Präfektur Aichi - E-Autos erfreuen sich wachsender Beliebtheit und erleben einen regelrechten Boom. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 194.000 E-Autos zugelassen - also 206 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei scheint die Coronakrise diesem Erfolg keinen Abbruch zu tun. Denn laut autozeitung.de fuhren im Juni 2021 274.152​Neuwagen auf den Straßen Deutschlands - und somit 24,5​ Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Stromer der Hersteller Volkswagen, BMW (*FNP berichtete) und Tesla sind hierzulande äußerst beliebt und immer mehr Autokonzerne setzen zunehmend auf eine rein elektrische Zukunft. Nicht so in Japan, genauer: Bei Toyota. Dort wehrt sich das gleichnamige Unternehmen dagegen, sich bei der Produktion und Vermarktung nur auf E-Autos zu beschränken. In Europa peilt man indes das Ende von Verbrennungsmotoren an. Volkswagen wird laut eines Berichts von Zeit Online die letzten Verbrenner 2040 verkaufen.

Toyota: „Am Ende zählt, was die Kunden wählen“

Der japanische Autobauer hingegen will in den kommenden Jahrzehnten seinen Kunden die Wahl überlassen, welche Antriebsart sie lieber haben möchten. In Zukunft sollen also nicht nur E-Autos aus Japan kommen. Aktuell sei es „noch zu früh, um sich nur auf eine Option zu konzentrieren“, erklärte Toyota-Manager Shigeki Terashi, wie bloomberg.com berichtet.

Damit schlägt Toyota eine völlig andere Route ein als die internationale und auch heimische Konkurrenz. Honda etwa will laut elektroauto-news.net ab 2040 nur noch E-Autos verkaufen. Toyota hält jedoch daran fest, dass nicht-elektrische Fahrzeuge eine tragende Rolle im weltweiten Autohandel spielen werden.

Terashi betonte gegenüber Bloomberg, es sei wichtig, dass sie verschiedene Antriebsarten wie Hybride oder Verbrenner untereinander konkurrieren lassen, damit die besten Optionen übrig bleiben. „Manche Menschen lieben batteriebetriebene Fahrzeuge und wieder andere sehen neue Technologien nicht als praktisch an“, so der Toyota-Technikbeauftragte Masahiko Maeda. „Am Ende zählt, was die Kunden wählen“. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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