Deutscher Wetterdienst

Erneute Unwetterwarnung: Kräftige Gewitter in Sachsen-Anhalt erwartet

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Tief Dirk hat am Wochenende in mehreren Regionen Deutschlands für Unwetter gesorgt. Die Schäden hielten sich bislang in Grenzen, doch es werden weitere Gewitter erwartet.

Magdeburg ‒ Am Montag bilden sich in Deutschland erneut örtliche Regenschauer und Gewitter. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmorgen (26.07.2021) mitteilt, sorgen mehrere Tiefdruckgebiete in Verbindung mit feuchtwarmer Luft verteilt über Deutschland wieder für wechselhaftes und gewittriges Wetter. Vor allem im Norden, Nordosten und Süden warnt der DWD vor erneuter Unwettergefahr durch heftigen Starkregen mit bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde, im Nordosten ist örtlich auch extrem heftiger Starkregen mit bis zu 45 Liter Regen nicht ausgeschlossen.

Auch in Sachsen-Anhalt wird nach Informationen des DWD vor allem in der Region um Magdeburg mit unwetterartigen Regenfällen gerechnet. Nachdem die Temperaturen wieder auf sommerliche 28 Grad steigen, könnten sich am Nachmittag in der Region mehrere Gewitter bilden, die sich zu einem großen Gewittergebiet verbinden könnten, das sich dann für längere Zeit kaum bewegt. Das erklärte Meteorologin Cathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Dabei könne es neben dem starken Regen auch zu Hagel und leichten Sturmböen kommen.

Sachsen-Anhalt: Kräftige Gewitter am Sonntag ohne größere Schäden

Bereits am Sonntag (25.07.2021) hatten sich in Sachsen-Anhalt erste starke Gewitter gebildet. Vor allem die Region um Magdeburg, der Burgenlandkreis und der Harz seien getroffen gewesen heißt es beim DWD. Es handelte sich den Meteorologen zufolge um gewöhnliche Sommergewitter, wie sie im Juli und August häufig auftreten - so auch bei den Gewittern, die am Montag und im Laufe der Woche erwartet werden. Mit einer Flutkatastrophe*, wie sie NRW und Rheinland-Pfalz getroffen hatte, sei vorerst nicht mehr zu rechnen.

Blitze über der Jerusalem Brücke in Magdeburg: Der DWD warnt in Sachsen-Anhalt auch am Montag (26. Juli) vor schweren Gewittern und Unwettern mit Starkregen.

Die Feuerwehren in Sachsen-Anhalt sagten dem MDR, dass sie trotz zahlreicher Wetterwarnungen für das Wochenende* (24. und 25.07.2021) zu keinen größeren Einsätzen ausrücken mussten. Es sei niemand verletzt worden, zitiert der MDR die Aussagen der zentralen Leitstellen, lediglich im Landkreis Stendal sei ein Baum auf die Bundesstraße 107 bei Klietz gestürzt.

Heftige Unwetter am Wochenende: Berliner Feuerwehr im „Ausnahmezustand“

Etwas anders erging es den Einsatzkräften in der Bundeshauptstadt Berlin. Vor allem im Nordosten der Hauptstadt habe es im Zuge der Unwetter sehr stark geregnet, sagte ein Berliner Polizeisprecher der dpa, er sprach von umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Tunneln. Die Berliner Feuerwehr teilte auf Twitter mit, sie befinde sich im Ausnahmezustand. Einsätze würden priorisiert abgearbeitet, es könne beim Notruf 112 zu Wartezeiten kommen. Um 23.10 Uhr wurde der sogenannte „Ausnahmezustand Wetter“ wieder beendet. In den Stunden zwischen 18 Uhr und 23.10 Uhr bewältigten die Kräfte rund 250 wetterbedingte Einsätze, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Auch hier kann es nach Angaben des DWD am Montagabend (26.07.2021) wieder zu kräftigen Gewittern mit Unwetter-Potenzial kommen. (iwe) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Schroedter/Imago

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