Im System von „Proxima Centauri“

Weltall: Neue „Mega-Erde“ gefunden? Sie könnte die Forschung auf den Kopf stellen

  • Franziska Neuner
    vonFranziska Neuner
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Gibt es eine neue „Super-Erde“? Forscher haben Hinweise dafür gefunden, doch ein wichtiges Detail könnte alle bisherigen Erkenntnisse verändern 

  • Der Zwergstern Proxima Centauri ist unser nächste Nachbarstern im Weltall.
  • Forscher entdeckten nun mögliche Hinweise auf einen zweiten Exoplaneten in seinem Umfeld.
  • Ein Detail dieser Entdeckung könnte die bisherige Forschung komplett verändern.

Italien - Proxima Centauri ist ein Zwergstern und gleichzeitig der nächste Nachbarstern im Weltall. Laut dem Bericht des Fachmagazins „Sciences Advances“ hat ein Forscherteam rund um Mario Damasso am INAF - Astrophysisches Observatorium in Turin in den Analysen Hinweise auf einen zweiten Exoplaneten gefunden. Würden sich diese Anzeichen bestätigen, wären damit alle bisher gängige Theorien in Frage gestellt.

Entdeckung im Universum: Gibt es eine neue „Super-Erde“ im Weltall?

Unser Nachbarstern Proxima Centauri hat neben dem Planet Proxima b vermutlich einen zweiten Planeten, den Proxima c. Das ergaben detaillierte Analysen der Präzisionsbeobachtungsdaten aus 17,5 Jahren Messung. Den Auswertungen zufolge wird der Rote Stern nicht nur von dem ungefähr erdgroßen Planeten Proxima b umkreist, sondern möglicherweise auch von Proxima c, einer sogenannten „Super-Erde“ mit der mindestens sechsfachen Masse unserer Erde.

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„Super-Erde“ im All: Existiert „Proxima c“ tatsächlich?

Laut der Messungen ergaben sich Hinweise auf den zweiten Planeten. Dieser umkreise den Roten Zwergstern in etwas mehr als fünf Jahren und wäre nach Angaben der Forscher mindestens 5,8 Mal so schwer wie unsere Erde. Damit fiele die Entdeckung von Proxima c in die Kategorie „Super-Erden“. Diese gilt für Planeten, die bis zu zehn Mal so viel Masse haben können wie die Erde. Fällt ein Planet in diese Kategorie vermutet die Forschung bisher, dass es sich dabei um Gesteinsplaneten handelt. Nach Angaben der Forscher sind jedoch weitere Beobachtungen nötig, um die Existenz von Proxima c zu bestätigen.

Neue Super-Erde im Universum: Stellt sie bisherige Weltall-Forschung auf den Kopf

Sollte sich die Existenz der „Super-Erde“ Proxima c tatsächlich bestätigen, würde alle bisherigen Annahmen zur Entstehung von Super-Erden in einem neuen Licht erscheinen. Forscher gehen bislang davon aus, dass sich solche Planeten stets nahe der „Schneegrenze“ um einen Stern herum ausbilden. Das ist die Entfernung zu einem Stern, in der Wasser zu Eis kondensieren kann.

Anders liegt der Fall bei Proxima c. Hier liegt der Orbit weit entfernt von der Schneegrenze in den äußert kalten Außenbezirken um den Roten Zwergstern Proxima Centauri. Damit müssten bei dem Nachweis seiner Existenz sämtliche Modell zur Entstehung solcher Planeten angepasst werden.

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Der Stern Proxima Centauri ist 4,2 Lichtjahren von unserer Sonne entfernt und gehört zur Gruppe der Roten Zwerge. Diese machen rund drei Viertel aller Sterne in der Milchstraße aus. Bereits 2016 entdeckten Forscher bei Proxima Centauri einen Planeten, den Proxima b. Dieser ist ungefähr so groß wie die Erde und kreist in der sogenannten bewohnbaren Zone um den Stern. Das heißt, dass die Temperaturen auf dem Zwergstern die Existenz von flüssigem Wasser erlauben. 

Eine Illustration von Proxima b.

Dies gilt nach den bisherigen Kenntnissen als eine Grundvoraussetzung für Leben. Ob es auf Proxima b tatsächlich ein Wasservorkommen  gibt oder eventuell sogar Leben, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Veränderungen bei Sternen können drastische Folgen für die Erde bedeuten

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