Vorhersage

Schwere Unwetter kommen nach Deutschland – Experte ist alarmiert

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
    schließen

Die Unwetter gehen in Deutschland in die nächste Runde. Dramatisch hohe Regenmengen sorgen für Überflutungen. Diese Regionen sind betroffen.

Update vom Mittwoch, 14.07.2021, 10.20 Uhr: Schwere Unwetter sind erneut über Deutschland gezogen und haben für Überflutungen gesorgt. Einige Regionen Thüringens und Oberfrankens hat es besonders getroffen. Dort kam innerhalb weniger Stunden eine ganze Monatsmenge Regen vom Himmel. Auch in den nächsten Tagen geht es mit Gewittern und Starkregen weiter.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie Baden-Württemberg wird wieder viel Regen erwartet. „Um die 100 bis maximal 150 Liter werden stellenweise noch im äußersten Westen berechnet“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met. Die betroffene Fläche sei aber in den aktuellen Berechnungen deutlich kleiner geworden. Der Schwerpunkt der Unwetter liege nach Jung rund um die Eifel und teilweise um den Schwarzwald. Doch wie geht es dann mit dem Wetter in Deutschland weiter?

Unwetter ziehen über Deutschland: Westen stark betroffen – Wie geht es weiter?

Am Wochenende gibt es erstmal eine kurze Verschnaufpause von dem nassen Wetter. „Der Sonntag könnte in vielen Teilen Deutschlands besonders schön werden, nur im Südosten gibt es noch Gewitter“, verrät Jung. Kommt der Sommer also zurück nach Deutschland?

Laut Jung ist keine dauerhafte Hochdruckwetterlage in Sicht. Für einige Tage soll es allerdings wieder etwas schöner werden in Deutschland – und vor allem trockener. Dann scheint sich die Wetterlage zu wiederholen. „Mittelfristig scheint der Unwettersommer in Deutschland weiterzugehen. Die etwas schönere Wetterphase ab Sonntag/Montag ist wohl nur von kurzer Haltbarkeit“ erklärt der Wetterexperte.

In Deutschland werden dramatische Regenmengen erwartet. Meteorologen warnen vor Hochwasser. (Symbolbild)

Wieder Unwetter über Deutschland – Experten: „Jetzt kommt es ganz dicke“

Erstmeldung vom 12.07.2021, 10.19 Uhr: Offenbach - Deutschland hat es in diesem Jahr mit einem regelrechten Unwetter-Sommer zu tun. Immer wieder ziehen Gewitter*, teilweise sogar richtige Unwetter*, über das Land. Starkregen sorgte schon in vielen Regionen für Überschwemmungen. Eine Entspannung beim Wetter* ist noch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es könnte sich nochmal richtig zuspitzen.

Der Sommer scheint derzeit ins Wasser zu fallen. Im Juni gab es zwar eine kurze aber intensive Hitzewelle, seitdem geht es beim Wetter jedoch recht ungemütlich zu. Vor allem der Süden von Deutschland wurde stark von Unwettern getroffen. Auch für die kommenden Tage sieht es nicht nach Freibad-Wetter aus. Doch im Fokus steht diesmal nicht der Süden, sondern vor allem der Westen.

In Deutschland werden dramatische Regenmengen erwartet. Meteorologen warnen vor Hochwasser. (Symbolbild)

Wetter: Extreme Regensummen in Deutschland – Hochwasser droht

„Jetzt kommt es ganz dicke“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net und meint damit die nächsten Unwetter, die auf Deutschland zukommen. Vor allem die Regensummen, die in einigen Regionen erwartet werden, bereiten dem Experten Sorgen.

„Besonders Richtung Eifel geht die Post in Sachen Niederschläge ab. Bis zu 140 Millimeter sind dort binnen zwei bis drei Tage möglich. Das wird an Bächen und Flüssen verbreitet zu Hochwasser führen und das von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland bis nach Baden-Württemberg“, so Jung. Auch der Rhein-Pegel könnte noch einmal drastisch ansteigen.

TagVorhersage
Montag (12.07.2021)23 bis 29 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, aus Westen gegen Abend Schauer und Gewitter
Dienstag (13.07.2021)22 bis 31 Grad, im Westen und Südwesten viel Regen, sonst schön
Mittwoch (14.07.2021)17 bis 33 Grad, im Osten sommerlich und heiß, im Westen immer wieder viel Regen
Donnerstag (15.07.2021)17 bis 29 Grad, durchwachsen, ein Mix aus Sonne und Wolken, weitere Schauer und Gewitter
Freitag (16.07.2021)22 bis 28 Grad, Mix aus Wolken und Schauern
Samstag (17.07.2021)18 bis 27 Grad, mal Sonne, mal Gewitter
(Quelle: wetter.net)

Wetter in Deutschland: Unwetter-Serie geht weiter – Westen von Starkregen betroffen

Problematisch wird es, da die Pegel vieler Flüsse und Bäche bereits sehr weit oben sind. Bei erneut starken Regenfällen drohen also größere Hochwasser* in Deutschland. Noch sei nicht ganz sicher, welche Regionen in den kommenden Tagen von den starken Regenfällen betroffen sein werden. Der Schwerpunkt liege im Westen, Südwesten und auch in der Schweiz, so der Meteorologe. Im gesamten Einzugsgebiet des Rheins könnte es kritisch werden.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD)* mit Sitz in Offenbach sagt für die kommenden Tage örtlich Gewitter mit teils heftigem Starkregen voraus. Schon am Montag (12.07.2021) soll es mit dem Dauerregen losgehen.

Wetter-Wirrwarr in Deutschland: Hitze im Osten – Bis zu 33 Grad möglich

Doch nicht überall wird es nass. Erneut sitze Deutschland zwischen den Stühlen. Denn auf der einen Seite kommt heiße Luft aus Osteuropa und die sorgt auch im Osten des Landes für Hitze. Bis zu 33 Grad sind dort am Mittwoch (14.07.2021) möglich. Auf der anderen Seite rücken dagegen die kühlen Luftmassen aus Westen und Nordwesten an. „Beides trifft sich genau über Deutschland und das seit Wochen. Das ist wirklich eine brisante und gefährliche Mischung“, erklärt Jung. Und wie geht es dann weiter?

News zum Wetter*: Alle Informationen zu Vorhersagen* auf unserer Themenseite.

Einen Lichtblick beim Wetter in Deutschland gibt es, so Jan Schenk von weather.com. Nach Donnerstag (15.07.2021) soll mit dem Regen erstmal Schluss sein. Dann komme der Sommer* erstmal wieder zurück. Nach den ganzen Gruselprognosen für Deutschland könnte der Juli also in der zweiten Hälfte doch noch zu einem Sommermonat werden. Wie der August wird und ob dann ein Katastrophen-Sommer droht, bleibt abzuwarten. (svw)*op-online.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare