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Extremes Wetter in Deutschland: Experte mit klarer Warnung

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    Yannick Wenig
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Der Sommer ist endlich in Deutschland angekommen. Doch wie lange hält die Hitze im Juni an? Ein Experte gibt eine Prognose zum Wetter und spricht eine Warnung aus.

Aktuelles Update: Das Sommerwetter in Deutschland kommt in Fahrt. Nach der langen Kältewelle gehen die Temperaturen in die Höhe. Doch wird die Hitze im Juni auch anhalten oder steht bereits die nächste Wende beim Wetter an?

Der Sommer ist im Juni voll angekommen und beschert vielen Regionen in Deutschland am Monatsanfang Sonne und schönes warmes Wetter. In den kommenden Tagen werden Temperaturen bis zu 28 Grad erwartet, doch die Hitze bringt auch Gefahren mit sich. Schuld ist Tief Olger, das schwülwarme Luftmassen in den Westen Deutschlands pumpt, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärt. Und diese tropische Luft hat es richtig in sich.

Das Wetter in Deutschland wird gefährlich. Ein Experte warnt vor Tornados.

Wetter im Juni: Schwüle Luftmassen ziehen nach Deutschland – Gewitter und Unwetter möglich

In den kommenden Tagen werden im Westen von der Nordsee bis zum Schwarzwald teils kräftige Gewitter erwartet. Sogar Unwetter sind lokal möglich. Und es gibt noch ein Problem. „Die Luftströmungen sind sehr schwach. Das bedeutet Gewitter und Unwetter kommt kaum von Ort und Stelle. Sie schütten ihre nasse Fracht teilweise über längere Zeit immer wieder am gleichen Ort ab und das führt zur Gefahr von Sturzfluten. Regional eng begrenzt sind Überschwemmungen möglich“, so Jung. Wo die Gewitter und Unwetter runterkommen, kann es richtig heftig werden. Auch Hagel und Sturmböen sind bei dieser schwülwarmen Luft möglich, ebenso die Bildung von Tornados, so Meteorologe Jung.

Während es also im Westen von Deutschland bis zum ersten Juniwochenende ungemütlich wird, soll es im Osten dagegen ruhiger und schöner zugehen. Doch wie geht es beim Wetter im Juni weiter? Fakt ist: Es bleibt in Deutschland erstmal warm. Bis zur Monatsmitte sieht es gut aus. Die Temperaturen bleiben meist über 20 Grad, stellenweise sind vielleicht auch schon 30 Grad und mehr drin. „Zur Monatsmitte deuten die Wettermodelle derzeit sogar Spitzenwerte von über 30 Grad an – bis zu 32 oder 33 Grad. Dazu gibt es aber auch immer wieder kräftige Schauer und Gewitter“, sagt Jung.

TagWetter
Mittwoch, 02.06.202120 bis 28 Grad, freundlich, später im Westen Gewitter
Donnerstag, 03.06.2021 (Fronleichnam)23 bis 28 Grad, im Westen schwülwarm und Gewitter, sonst schön
Freitag, 04.06.202122 bis 28 Grad, immer wieder Schauer und Gewitter, dazwischen Sonne
Samstag, 05.06.202122 bis 27 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Gewittern
Sonntag, 06.06.202120 bis 26 Grad, teils sonnig, teilweise Gewitter
Montag, 07.06.202121 bis 28 Grad, freundlich mit Sonnenschein
Dienstag, 08.06.202122 bis 28 Grad, meist sonnig und trocken
Quelle: wetter.net

Wetter in Deutschland: Sommer kommt in Fahrt - Experte warnt vor extremer Gefahr im Juni

Aktuelles Update: Was gab es für ernüchternde Prognosen für das Wetter im Juni mit reichlich Regen und heftigen Temperaturstürzen. Aber von wegen, plötzlich ist von einem Stolperstart in den Sommer keine Rede mehr. Im Gegenteil: Das Wetter in Deutschland nimmt im Juni sogar richtig an Fahrt auf. „Pünktlich zum Start in den meteorologischen Sommer hat sich die Wetterlage umgestellt“, erklärt auch der Experte, Diplom-Meteorologe, Dominik Jung. Doch der Umschwung birgt auch Gefahren.

„Hoch Waltraud bringt Deutschland viel Sonnenschein und Wärme“, so Jung. Aber aufgepasst: „Die Sonnenbrandgefahr ist nun extrem hoch. Wir waren in den vergangenen Wochen oft im Haus und kaum draußen. Unsere Haut muss sich erstmal an die Sonnenstrahlen gewöhnen, sonst gibt es schnell einen Sonnenbrand“, warnt der Experte. Dennoch überwiegt die Freude über die ersten Sommertage des Jahres: „Es scheint in diesem Juni genauso zu werden, wie vom US-Wetterdienst NOAA angekündigt: ein echter Wohlfühlsommer-Monat“, so Jung. Überall wird die 20-Grad-Marke geknackt. Im Mittel sollen die Temperaturen auf 25 bis Grad Celsius ansteigen. „Jetzt gibt der Sommer Vollgas“, so der Wetterexperte.

Wetter in Deutschland: „Tropenfeeling“ mit Unwetterpotenzial - Experte mahnt zur Vorsicht

Und mit dem Sommer steht uns auch die erste heftige Gewitterlage bevor. „Aus Spanien und Frankreich zieht ein Tief heran. Das bringt schwülwarme Luftmassen. Daher gibt es ab morgen im Westen fast täglich Gewitter mit Unwetterpotenzial“, so Dominik Jung. Mancherorts drohen sogar Sturzfluten, „da diese Gewitter nur sehr langsam von Ort und Stelle ziehen“, warnt der Experte vom Wetterdienst Q.met. „Binnen weniger Minuten kann es zu erheblichen Regenmengen kommen. Dazu ist es zunehmend schwül und unangenehm.“ Dadurch sollen sich selbst 20 bis 23 Grad sehr unangenehm anfühlen. Beim Wetter in Deutschland gibt es also „ein wenig Tropenfeeling.“ Und wie lange hält sich der Tropensommer?

Laut dem Experten ist ein Ende der warmen Wetterlage in Deutschland vorerst nicht in Sicht. Auch die bevorstehende Schafskälte* sei nicht erkennbar. „Beim Wetter ist nun wieder viel Zunder drin. Nur eines ist nicht absehbar: ein Temperatursturz in die Schafskälte hinein“, so Jung. Das sind doch schöne Aussichten. Vor allem auch für die Gastronomie kommt das Sommerwetter genau zum rechten Zeit. „Die Außengastronomie darf fast überall wieder öffnen und pünktlich dazu endet auch endlich der gefühlte „Lockdown“ beim Wetter“, sagt der Experte. „Das treibt die Menschen in die Biergärten und Eisdielen. Das schöne Wetter kommt zur rechten Zeit.“

Wetter in Deutschland: Wärme-Ei im Anmarsch - Experte macht Hoffnung

Update vom Dienstag, 25.05.2021: Das Wetter kommt im Juni endlich in die Gänge. Nachdem der Mai auf ganzer Linie enttäuscht hatte, spricht ein Experte jetzt sogar von der „Wetterkarte der Hoffnung“. Denn eine „Wärmeblase“ zieht auf. Und diese könnte in Deutschland endlich für Spitzentemperaturen und viel Sonne sorgen.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met hat endlich gute Nachrichten für das Wetter in Deutschland parat. „Zum Monatswechsel könnte was im Busch sein“, erklärt er. Das Amerikanische Wettermodell rechnet für den meteorologischen Sommeranfang am ersten Juni und die darauffolgenden Tage mit einer „Wärmeblase“. „Höchstwerte um 25 Grad wären dann möglich, im Westen und Südwesten sogar knapp 30 Grad“, betont Jung gegenüber wetter.net. Doch wie nachhaltig ist dieser Wetterwechsel wirklich?

Kommt im Juni endlich die heiß ersehnte Wärme beim Wetter in Deutschland an? (Archivbild)

Wetter in Deutschland: Bleibt es im Juni so warm?

„Es gibt immer wieder Niederschlagssignale. Das heißt, beständige Wärme ist es eher nicht“, nimmt der Diplom-Meteorologe den Sommer-Fans den Wind aus den Segeln. Zwar steigt die Temperaturkurve langsam an, aber von einer Beständigkeit beim warmen Wetter, davon fehlt jede Spur. Es wird wohl nur ein „Blitzsommer-Besuch sein und dann ist die Wärme schon wieder verschwunden“, endet Jung seine Prognose.

Wetter im JuniDurchschnittswerte in Deutschland
Mittleres Temperaturminimum11,5 Grad
Mittleres Temperaturmaximum20 Grad
Mittlere Monatssumme Niederschlag81,3 Millimeter
Durchschnittliche Anzahl der Sonnenstunden pro Tag7,1 Stunden
Durchschnittliche Anzahl der Tage mit Niederschlag11 Tage
Quelle: Deutscher Wetterdienst

Wetter in Deutschland: Fällt der Juni ins Wasser? – Experte gibt finstere Prognose ab

Erstmeldung von Mittwoch, 19.05.2021: Offenbach – Deutschland bibbert und fiebert dem Sommer entgegen. Von Frühling* oder gar frühsommerlichen Temperaturen fehlt seit dem Hitze-Hammer am Muttertag jede Spur. Aber wird das Wetter* im Juni endlich wieder besser – und vor allem wärmer? Experte und Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met macht dahingehend nur wenig Hoffnung.

Nicht nur gefühlt war das Wetter in Deutschland im Frühling 2021 deutlich zu kalt. Wie der Experte bekannt gibt, wird dieses Gefühl aber auch von den blanken Zahlen belegt: „Es war der kälteste April seit 40 Jahren. Es ist aktuell der kälteste Mai seit 10 Jahren und nun bekommen wir auch noch die Kälte-Quittung für den gesamten Frühling 2021. Dieser hat aktuell eine mittlere Temperatur von 6,5 Grad*, so Jung. So kalt war es zuletzt im Jahr 1987. Damals aber sogar noch ein bisschen kälter. 6,1 Grad betrug die Durchschnittstemperatur laut den Wetteraufzeichnungen. „Wir erleben also aktuell den kältesten Frühling (März, April und Mai) seit 34 Jahren“, bilanziert Jung. Die Hoffnungen der Menschen in Deutschland ruhen also auf dem Juni. Erst recht nach dem bislang durchwachsenen Wetter im Mai. Aber hält der erste offizielle Sommermonat, was er verspricht?

News zum Wetter*: Aktuelle Neuigkeiten zu Vorhersagen auf unserer Themenseite.

Wetter in Deutschland: Experte macht wenig Hoffnung auf Sommer im Juni

Die Prognose des Experten für das Juni-Wetter in Deutschland fällt ernüchternd aus. „Die Aussichten für den Sommer* sind auch nicht besser. Der US-Wetterdienst NOAA rechnet mit einem Durchschnittssommer. Zum ersten Mal seit Jahren sieht man bei der Sommerprognose der NOAA keine orangen oder roten Farben über Deutschland, sprich keine positiven Temperaturabweichungen“, erklärt Dominik Jung gegenüber dem Wetterportal wetter.net. Gerade aus der jüngeren Vergangenheit sind die Menschen in Deutschland eher „zu warme“ Sommer gewöhnt – auch angesichts des Klimawandels. „Doch in diesem Jahr ist alles anders“, sagt Jung. Keine guten Nachrichten also für die aus den vergangenen Jahren sonnenverwöhnten Deutschen.

Statt Temperaturen jenseits der 25-Grad-Marke und Sonne satt, droht der Sommermonat Juni in Sachen Wetter ins Wasser zu fallen*, berichtet auch ruhr24.de „Der Sommer soll nur Durchschnitt werden, gefühlt wäre das wahrscheinlich für die meisten von uns ein ,zu kalter‘ Sommer, denn wir sind ja nur noch ,warme‘ Sommer gewohnt“, erklärt der Wetter-Experte. Die warme Jahreszeit kommt in Deutschland also genau wie der Frühling schwer in die Gänge. Die Großwetterlage mit kühlen Temperaturen, reichlich Regen* und sogar dem einen oder anderen Gewitter* ist derzeit festgefahren.

„Ganz bittere Aussichten“ fürs Wetter im Juni: Warme Luft macht Bogen um Deutschland

Wärmere Luftmassen machen dagegen einen großen Bogen um Deutschland. Dominik Jung spricht demnach von „ganz bitteren Aussichten, zumal wir aktuell immer noch nicht wirklich in warme Regionen verreisen können. Nun droht auch noch der Juni unterkühl zu werden“. Besseres Wetter durften im Frühjahr die Menschen im östlichen Mittelmeerraum sowie in Russland genießen. In Moskau gab es da schon hochsommerliches Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad. Davon können die Deutschen derzeit nur träumen. Und zwar ohne konkrete Aussicht auf Besserung: „Wir dagegen sitzen im Kälteloch fest und das erstmal auf unabsehbare Zeit“, macht Dominik Jung eine düstere Juni-Prognose.

Eine ganz ähnliche Vorhersage für das Wetter in Deutschland ergibt sich auch aus dem Modell des europäischen Wetterdienstes. Dort geht man davon aus, dass der Juni zu kühl ausfallen wird. „Der Sommer kommt also noch nicht in die Gänge“, fasst Jung die Vorhersagen für den ersten Sommermonat zusammen.

Wetter in Deutschland: Regen sorgt für Entlastung der Natur – Hitzewellen möglich

Etwas Gutes hat die derzeitige Lage aber zumindest für die Natur: Der viele Regen im Frühling trägt zumindest dazu bei, dass das deutliche Niederschlagsdefizit der vergangenen Jahre etwas kompensiert wird. Sommer-Wetter mit Hitze und Trockenheit wäre für die Natur in Deutschland eine Katastrophe. Der Sommer wird laut aktuellen Wettervorhersagen* aber insgesamt wieder etwas zu trocken ausfallen, wie Dominik Jung erklärt: „Es sieht also nicht nach einem zu kühlen und nassen Sommer aus. Eher ein zu kühler und leicht zu trockener Sommer. Das könnte nach der vielen Wärme der vergangenen Jahre vielleicht auch einfach nur mal ein Wohlfühlsommer werden. Aber so oder so: Das sind alles nur Trends. Niemand sollte seinen Urlaub danach planen.“

Denn – und damit macht der Meteorologe den Menschen in Deutschland noch ein wenig Hoffnung – „irgendwann wird sich die Wetterlage auch mal umstellen.“ Wann es soweit ist, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu prognostizieren. „Das schließt natürlich nicht aus, dass es auch mal in diesem Sommer die ein oder andere kurze Hitzewelle geben könnte“, so Jung. (yw und slo) *op-online.de und ruhr24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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