Überflutungen möglich

Wetter: Gewitter über Deutschland – auch Überschwemmungen drohen

  • Julian Dorn
    VonJulian Dorn
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Das Wetter in Deutschland ist wechselhaft: Der September bleibt warm und sonnig – vorerst. Dann drohen Gewitter. Allerdings gibt es auch schon wieder Lichtblicke.

Offenbach – Noch kommt bei den teils hochsommerlichen Temperaturen beim Wetter in Deutschland kein Herbst-Feeling auf. Meteorologen rechnen sogar damit, dass der Monat deutlich zu warm ausfallen könnte. Erstmal geht es auch so weiter. Am Dienstag (14.09.2021) könnte es den Experten zufolge bis zu 27 Grad geben.  

Doch dann wird es ungemütlich: Ab Dienstagnachmittag ziehen aus Westen neue Schauer und Gewitter* auf. Dann sei mit lokalen Unwettern und Starkregen zu rechnen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD)* am Montag (13.09.2021). Dann werde es gerade in der Nacht und am Mittwoch viel Regen* geben. Diplom-Meteorologe Dominik Jung*, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, warnt sogar stellenweise vor Überflutungen. „Diese sind aber regional sehr eng begrenzt“, so Jung. Besonders betroffen sei – wie so oft – die Westhälfte von Deutschland.

Wetter in Deutschland: Am Wochenende wird es wieder warm und sonnig

Am Donnerstag (16.09.2021) soll es dann aber schon wieder trocken und sonnig werden, so der Deutsche Wetterdienst. Und auch zum Wochenende hat Meteorologe Jung gute Nachrichten: „Insgesamt scheint sich dann ein neues Hoch aufzubauen. Das bringt dann stabiles Sonnenwetter, wenn es dann auch etwas kühler als zuletzt sein wird.“

Die Temperaturen sollen dann meist zwischen 20 bis maximal 25 Grad liegen, „ganz so warm wie zuletzt wird es wohl nicht mehr werden“, erklärt Jung. Und dennoch: Ein „Temperatursturz in herbstliche Regionen“ sei erstmal weit und breit nicht zu erkennen, sagt Jung.

Herbst-Wetter in Deutschland: Steht ein Wetter-Umschwung bevor?

Schon jetzt sei der September deutlich zu warm, so der Wetter-Experte. „Die Temperaturen liegen aktuell 2 Grad über dem langjährigen Klimamittel. Nach dem ersten Monatsdrittel hat der September erst 12 Prozent der üblichen Regenmengen gebracht, er ist also viel zu trocken.“ Zu wenig Niederschlag, dafür aber zu viel Sonne: „Das Sonnenschein-Soll ist schon jetzt zu 62 Prozent erfüllt.“ Der Herbst* muss sich scheinbar noch etwas gedulden.

Wechselhaftes Wetter in Deutschland: Meteorologen erwarten Gewitter, aber bei sommerlichen Temperaturen. (Symbolbild)

Wie kommt das? Den September-Sommer hätten wir Ida und seit dem Wochenende Larry zu verdanken – zwei Ex-Hurrikans, erklärt Diplom-Meteorologe Jung. Larry mischt jetzt beim Wetter in Europa ordentlich mit.

Sommerwetter im September in Deutschland zwei Ex-Hurrikans zu verdanken

Der Ex-Hurrikan pumpt als Sturmtief bei Island „sehr warme, aber auch sehr feuchte und schwüle Luftmassen zu uns nach Deutschland“, sagt Wetter-Experte Jung. Der Herbst lässt sich also noch lange nicht blicken. Bisher dominieren vielfach Hochdruckgebiete* das Wetter* in Deutschland.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Montag: 19 bis 28 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Dienstag: 21 bis 29 Grad, erst viel Sonne und sehr warm, später aus Westen Schauer und Gewitter

Mittwoch: 19 bis 25 Grad, durchwachsen, weitere Schauer und Gewitter, teils Starkregen mit Sturzfluten

Donnerstag: 19 bis 24 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern

Freitag: 18 bis 23 Grad, durchwachsen, aber recht warm, einzelne Schauer

Samstag: 18 bis 24 Grad, meist freundlich und trocken

Sonntag: 17 bis 23 Grad, zwar nicht mehr so warm wie zuletzt, aber immer wieder recht freundlich

Wie geht es in den nächsten Wochen mit dem Herbst-Wetter weiter? Darin sind sich die Meteorologen, die in ihren Berechnungen teils unterschiedliche Modelle zugrundelegen, noch nicht einig.

Wenn es etwa nach den Experten von wetter.de geht, müsse sich der Herbst nicht mehr allzu lange gedulden: Im Laufe des Septembers sollen die Temperaturen dann wieder genauso schnell einbrechen, wie sie gestiegen sind. „Der Übergang vom September in den Oktober zeigt sich unterkühlt“, prognostiziert das Meteorologen-Team: „Die Temperaturen stürzen ab – Bodenfrost inklusive“.

Herbst- und Winterwetter in Deutschland: Erste Prognosen sind draußen

Der amerikanische Wetterdienst NOAA gibt regelmäßige Wetter-Prognosen heraus. Bereits im August hatten Meteorologen erste Wetter-Prognosen für Herbst und Winter* erstellt. Demnach sollten die Temperaturen im September und Oktober in Deutschland im normalen Bereich liegen.

Diplom-Meteorologe Jung weist aber darauf hin, dass solche Wetter-Prognosen nicht als klassische Wetter-Vorhersagen zu betrachten seien. Bei Prognosen handele es sich lediglich um „klimatologische Monatstrends“, so Jung. Damit könne ausgemacht werden, ob ein Monat zu warm oder zu kalt, zu nass oder zu trocken ausfällt. Am Ende müsse man allerdings abwarten, was aus diesen Wetter-Trends wird.

News zum Wetter*: Alle Informationen zu Vorhersagen* auf unserer Themenseite.

Und was ist eigentlich mit Schnee in diesem Jahr? Auch für das Winter-Wetter, den Schneefall und zur Frage, ob uns ein extremer Winter droht, gibt es bereits erste Prognosen. (judo) *hna.de und op-online.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Thomas Warnack/dpa/Archivbild

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