Stürme Marco und Laura

Historischer Doppel-Hurrikan zieht auf: Golfküste der USA in Alarmbereitschaft

Zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen könnten mit den Stürmen Marco und Laura zwei Hurrikane gleichzeitig durch den Golf von Mexiko ziehen. Für die USA werden Sturmfluten vorhergesagt.

  • Zwei tropische Tiefdruckgebiete sollen sich jeweils zu einem Hurrikan entwickeln.
  • Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen könnte damit ein Doppel-Hurrikan durch den Golf von Mexiko ziehen.
  • An der Golfküste der USA kann es zu schweren Überschwemmungen kommen.

Offenbach – Zwei tropische Tiefdruckgebiete bewegen sich auf den Süden der USA zu, wie das National Hurricane Center (NHC) mitteilt. Beide sollen am Montag (24.08.2020) die Stärke eines Hurrikans erreichen und etwa synchron auf die Golfküste treffen. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, würden zum ersten Mal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1851 zwei Hurrikane gleichzeitig durch den Golf von Mexiko ziehen, schreibt der Meteorologe Eric Holthaus auf Twitter.

USA: Historischer Doppel-Hurrikan bewegt sich auf die Golfküste zu

Sturm Laura, vormals Tiefdruckgebiet 13, hat sich am Freitagmorgen (21.08.2020) über dem Atlantischen Ozean gebildet und zieht an den Bahamas und Südflorida vorbei. Am Sonntag soll er Kuba erreichen. Dann biegt der Sturm nach Norden in Richtung der USA ab. Entgegen erster Prognosen bewegt sich Laura Richtung Houston im Osten von Texas.

Tiefdruckgebiet 14, nun Sturm Marco, zieht weiter südlich durch die Karibik und entwickelt sich über der mexikanischen Halbinsel Yucatan zu einem Hurrikan. Am Sonntag beziehungsweise am Montag wird auch er abbiegen und sich auf die Golfküste der USA zubewegen.

USA: Doppel-Hurrikan könnte für schwere Überflutungen sorgen

Die beiden Stürme Marco und Laura sollen als Hurrikan der Kategorie 1 eingestuft werden. Damit sind sie im Vergleich zu anderen tropischen Wirbelstürmen eher schwach, dennoch könnte der Doppel-Hurrikan für die Golfküste der USA gefährlich sein. Ihre Windgeschwindigkeit wird mit ungefähr 120 km/h etwa der eines Orkans in Europa entsprechen. Es könnte vor allem zu Sturmfluten und Starkregen kommen. Zudem ist ungewiss, wie sich die Corona-Pandemie auf den Katastrophenschutz auswirkt.

Im Nordatlantik bildet sich ein Tropensturm.

Der Gouverneur von Louisiana hat inzwischen den Notstand ausgerufen. Mehrere Gemeinden werden evakuiert. Um die Stadt Grand Isle auf der gleichnamigen Insel platziert die Nationalgarde Sandsäcke. Anwohner werden gebeten, ihre Fahrzeuge und Boote an einen höher gelegenen Ort zu bringen. Auch für die Küste von Alabama wurde eine offizielle Hurrikan-Warnung verhängt. Der zweifache Hurrikan wäre ein weiterer Rekord für 2020. Denn Wissenschaftler rechnen damit, dass diese Hurrikan-Saison die aktivste seit 40 Jahren sein wird.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Uncredited/NOAA/AP/dpa

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