Auch Hessen betroffen

Zecken: Neue Risikogebiete in Deutschland – Wo die Gefahr lauert

  • Tobias Utz
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Die Zecken-Gefahr in Deutschland steigt wieder – wo das Risiko besonders hoch ist.

Frankfurt – Die Temperaturen steigen, der Sommer hält Einzug in Deutschland. Damit geht eine höhere Aktivität von Zecken einher, welche Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen können. Dies wurde an der Entwicklung im Jahr 2020 deutlich: Fachleute sprachen von einem wahren „Zeckenjahr“. Mit 704 FSME-Erkrankungen durch Zeckenbisse wurde ein neuer Rekord festgestellt. Das zeigen Daten des Robert Koch-Instituts. Nun könnte es auch im Jahr 2021 solche Fallzahlen geben, warnen verschiedene Experten.

Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge wurden bereits 58 % der deutschen Bevölkerung in ihrem Leben von einer Zecke gebissen. 22 % sogar schon häufiger als viermal, heißt es darin. Insgesamt gibt es in Deutschland 169 Stadt- und Landkreise die vom RKI zu Risikogebieten erklärt wurden. Fünf davon sind neu.

Zecken-Alarm in Deutschland: RKI nennt neue Risikogebiete

In der neuesten Einschätzung des Instituts tauchten plötzlich einige Kreise auf, die zuvor noch kein erhöhtes FSME-Risiko aufwiesen. Um folgende Gebiete handelt es sich:

  • Kreis Fulda (Hessen)
  • Stadt Dillingen a.d. Donau (Bayern)
  • Stadt Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt)
  • Kreis Mittelsachsen (Sachsen)
  • Kreis Weimarer Land (Thüringen)
Zecken können gefährliche Krankheiten, wie FSME, übertragen.

„In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen“, teilen die Fachleute des RKI mit.

Zecken in Deutschland – So schützen Sie sich

Zecken halten sich insbesondere an Waldrändern, in Gärten und Parks auf. Oftmals lauern sie im kniehohen Gras. Um sich vor Zeckenbissen zu schützen, gibt es zahlreiche Maßnahmen:

  • Geschlossene Schuhe tragen
  • Lange Hosen und langärmliche Oberteile tragen
  • Antizeckenspray verwenden
  • Sich auf festen Wegen aufhalten, nicht im kniehohen Gras
  • Nach Spaziergängen Haut absuchen
  • Zeckenzange in der Tasche haben

Des Weiteren empfiehlt die Ständige Impfkommission, sich gegen FSME impfen zu lassen. „Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder dort wohnen und von Zecken gestochen werden könnten, einen Impfschutz gegen FSME als sichersten Schutz vor der Krankheit“, teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit.

Die Karte des RKI zeigt, wo sich in Deutschland Zecken-Risikogebiet befinden. (Screenshot)

Zecken-Risikogebiete in Deutschland

Hier finden Sie weitere Angaben des Robert Koch-Instituts, wo sich die Risikogebiete befinden.

„Für gefährdete Bevölkerungsgruppen übernehmen innerhalb Deutschlands in der Regel die Krankenversicherungen die Kosten der Impfung. Ausnahmen sind beruflich bedingte Impfungen (z.B. bei Forstarbeitern) und, je nach Krankenkasse, auch Reiseimpfungen vor Auslandsreisen“, heißt es weiter.* (tu) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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