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Stada-Logo am Firmensitz des Arzneimittelherstellers in Bad Vilbel.

Wirtschaft

Ausblick auf die Woche

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Die neue alte Groko ist perfekt: Die CSU will heute ihre Ministerliste vorlegen, die CDU hat das bereits getan. Die SPD-Besetzungen sind noch nicht bekannt.

Die neue alte Groko ist perfekt: Die CSU will heute ihre Ministerliste vorlegen, die CDU hat das bereits getan. Die SPD-Besetzungen sind noch nicht bekannt. Seine Partei werde sich „in dieser Woche die Zeit nehmen, die wir dazu brauchen“, sagte der kommissarische Parteichef Olaf Scholz, der voraussichtlich Bundesfinanzminister wird. Es seien drei Frauen und drei Männer, sagte Scholz, „und es werden einige sein, die schon dabei sind, und es werden einige sein, die neu dazukommen“. Als gesetzt gelten Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Katarina Barley, deren Ressorts sich aber ändern könnten. Als zumindest offen muss die Zukunft von Außenminister Sigmar Gabriel gelten – und ob die SPD einen Minister aus dem Osten platziert, darauf warten Beobachter mit Spannung.

Nach der Parlamentswahl steht Italien aller Voraussicht nach vor einem Rätsel, wenn heute das Ergebnis vorliegen wird: Wer die nächste Regierung bilden könnte, dürfte so unklar sein wie selten zuvor. Die denkbaren Optionen erschienen den meisten Wählern schon vorab nicht gerade prickelnd, möglicherweise gibt es überhaupt keine klare Mehrheit. Und was Europa nach dem Erstarken der Populisten und der Rechten blüht, die Brüssel für die Misere des Landes die Schuld in den Stiefel schieben, ist ungewiss. Dem Euro könnten jedenfalls unruhige Zeiten bevorstehen.

Am Sonntag geht dann die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt mit der Stichwahl in die entscheidende Runde. Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) hatte im ersten Durchgang quasi uneinholbar vor CDU-Herausforderin Bernadette Weyland gelegen – die Spannung hält sich damit in Grenzen.

Bereits am Mittwoch beginnt in Berlin die weltgrößte Reisemesse, die Internationale Tourismus-Börse (ITB). Schon am Vorabend eröffnet Kanzlerin Angela Merkel die Schau. Mit Mecklenburg-Vorpommern tritt erstmals ein Bundesland als Partnerland der ITB auf – im Nordosten boomt die Reisebranche tatsächlich, während all die Lobgesänge auf ein Wiedererstarken der Türkei doch eher wie das sprichwörtliche Pfeifen im Walde wirken: Eine gewisse Klientel kann man zeitweise mit Billigst-Angeboten ködern, aber lukrative Städte- oder Rundreise-Touristen bleiben weiterhin aus.

Am Donnerstag legen die Konzerne Merck (Darmstadt) und Stada Jahreszahlen vor; mit Spannung wird vor allem beim Pharmakonzern aus Bad Vilbel erwartet, welche neue Strategie Noch-Vorstandschef Claudio Albrecht nach der Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven vorstellt. Am Nachmittag wird EZB-Präsident Mario Draghi dann verkünden, warum trotz boomender Wirtschaft und stetig wachsender Blasen immer noch kein Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der Notenbank angezeigt sein soll.

Ebenfalls am Donnerstag beginnt im niederländischen Maastricht mit zwei Preview-Tagen (allgemeiner Zutritt ab Samstag) die weltweit wichtigste Messe für Antiquitäten und alte Kunst, die Tefaf. 275 Aussteller bieten alles, was das Sammlerherz begehrt, aber selten bezahlen kann.

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