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Bahn: Deutlich mehr Fahrgäste vor Verkehrswarnstreik

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Die Deutsche Bahn stellt am Samstag angesichts des bevorstehenden Warnstreiks ein deutlich erhöhtes Fahrgastaufkommen fest. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archiv

Am Montag werden angesichts des Verkehrswarnstreiks weite Teile von Deutschland stillstehen. Am Wochenende davor dürfte in den Zügen und auf der Autobahn dafür umso mehr los sein.

Berlin - Der für Montag angekündigte ganztägige und umfassende Verkehrswarnstreik in Deutschland macht sich für die Deutsche Bahn (DB) bereits bemerkbar. „Schon jetzt stellt die DB vor dem bundesweiten Warnstreik der EVG am Montag ein deutlich erhöhtes Fahrgastaufkommen und eine hohe Auslastung der Züge insbesondere im Fernverkehr fest“, teilte ein Bahnsprecher am Samstagvormittag mit.

Man empfehle Reisenden deshalb, einen Sitzplatz zu reservieren. „Zugreisende werden außerdem gebeten, am Sonntag so früh wie möglich ihr vorgesehenes Fahrtziel zu erreichen, da es bereits am Abend zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kommen kann“, hieß es weiter.

Drei Bundesländer verzichten auf Lkw-Sonntagsfahrverbot

Mehrere Bundesländer verzichten am Sonntag unterdessen darauf, das Fahrverbot für Lastwagen durchzusetzen. Warentransporte können so gegebenenfalls vorgezogen werden. Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern kündigten an, das Lkw-Fahrverbot am Sonntag aufzuheben beziehungsweise nicht zu kontrollieren. Für eine solche Ausnahme hatten sich zuvor Spediteure, Handel und auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) eingesetzt.

Die Polizei in Baden-Württemberg werde grundsätzlich von der Ahndung von Verstößen gegen das Sonntagsfahrverbot absehen, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Innenministeriums am Samstag auf Anfrage. Bereits am Freitag hatte Rheinland-Pfalz das Lkw-Fahrverbot für diesen Sonntag ausgesetzt. Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen kündigte an, die Polizei in dem Bundesland werde „am kommenden Sonntag von Kontrollen des Sonntagsfahrverbots absehen“.

Der Verzicht auf Kontrollen wird nach Ansicht des Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen nicht zu Staus auf den Autobahnen führen. „Wir werden ein paar hundert Lkw morgen mehr auf der Autobahn sehen. Es ist aber nicht so, dass wir Staus befürchten müssen“, sagte Marcus Hover, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes VVWL NRW am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Diese Maßnahme in mehreren Bundesländern sei zwar eine Erleichterung, komme aber für die Branche sehr, sehr spät.

Die Gewerkschaft Verdi und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben für Montag zu einem großen Warnstreik im Verkehrssektor aufgerufen. Fern-, Regional-, und S-Bahnverkehr auf der Schiene wird ebenso bestreikt wie nahezu sämtliche deutsche Flughäfen und der öffentliche Nahverkehr in sieben Bundesländern. Auch die Schifffahrt ist betroffen sowie die Autobahngesellschaft. dpa

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