VW beauftragt weitere Anwaltskanzlei

Volkswagen hat für die Aufarbeitung seines Dieselskandals eine weitere Rechtsanwaltskanzlei beauftragt. Der vom Aufsichtsratspräsidium eingesetzte Sonderausschuss Dieselmotoren habe die Mandatierung

Volkswagen hat für die Aufarbeitung seines Dieselskandals eine weitere Rechtsanwaltskanzlei beauftragt. Der vom Aufsichtsratspräsidium eingesetzte Sonderausschuss Dieselmotoren habe die Mandatierung weiterer externer Rechtsexperten empfohlen, um die Ergebnisse der Ermittlungen gesellschaftsrechtlich zu bewerten, sagte ein Sprecher des Kontrollgremiums. Das Präsidium habe dem zugestimmt. Eine auf solche Fragen spezialisierte Kanzlei, deren Namen VW nicht nannte, soll die Dimension einer möglichen Haftung des Wolfsburger Konzerns für die millionenfache Abgasmanipulation bewerten. Sie soll die Arbeit der US-Kanzlei Jones Day ergänzen, die seit Herbst daran arbeitet, die Hintergründe und Verantwortlichen des Abgasskandals zu ermitteln.

Jones Day berichtet dem engeren Führungszirkel von Volkswagen regelmäßig über den Fortgang ihrer Untersuchungen. Sie soll in der zweiten Aprilhälfte einen Zwischenstand der Ergebnisse vorlegen. Daneben ermittelt die Braunschweiger Staatsanwaltschaft in dem Fall.

Der Sprecher von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch bekräftigte, Volkswagen werde die gesamte Thematik schonungslos aufklären. „Alles kommt auf den Tisch, nichts wird unter den Teppich gekehrt.“ Die damit betrauten internen und externen Spezialisten ermittelten ohne Ansehen von Personen und ohne Tabus. VW hatte zugegeben, millionenfach Stickoxid-Werte mit einer illegalen Software geschönt zu haben, und muss nun mit hohen Strafen und Schadensersatzforderungen rechnen. Der Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr 6,7 Milliarden Euro für Fahrzeugrückrufe zur Seite gelegt. Unklar ist, wie viel Europas größter Autobauer wegen drohender Geldstrafen und Schadensersatzforderungen in den USA zurückstellen muss. Dabei spielt auch eine Rolle, inwieweit der Konzern gesellschaftsrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann. Kläger in den USA werfen Verantwortlichen von Volkswagen vor, von den Manipulation gewusst, sie zum Teil sogar befördert, zumindest aber davon profitiert zu haben.

Der Kamerahersteller Leica und der chinesische Smartphone-Anbieter Huawei wollen in der Handy-Fotografie zusammenarbeiten. Es gehe um eine langfristige Partnerschaft mit der Huawei Consumer Business Group und die enge Zusammenarbeit im Bereich der Optiktechnologie, teilte die Leica Camera AG im mittelhessischen Wetzlar mit.

„Smartphones leisten einen immens wichtigen Beitrag für die Fotografie und eröffnen Leica einen wichtigen Zugang zu neuen Zielgruppen und Anwendungsszenarien“, sagte Vorstandschef Oliver Kaltner. Huawei ist drittgrößter Smartphone-Hersteller weltweit.

(rtr)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare