Business Meeting
+
Vermittlungsgutschein: Basis für die spätere Selbständigkeit

Bildungsförderung über den AVGS – Diese Möglichkeiten gibt es

Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, kurz AVGS genannt, ist vielen auch als Bildungsgutschein bekannt. Doch welche Vorteile sind zu erwarten, wenn man diesen in Anspruch nimmt. Im nachfolgenden Artikel stehen die verschiedenen Möglichkeiten für dieses Angebot im Fokus. 

So mancher Bundesbürger nimmt automatisch an, dass der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein eine Art blanko Eintrittskarte für diverse Weiterbildungsangebote darstellt. Genau genommen finanziert die unkomplizierte Nutzung von einem Vermittlungsgutschein keine Weiterbildung, aber man kann ein Coaching buchen oder eine andere Qualifizierung, um einen Arbeitsplatz zu bekommen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, in die Selbständigkeit zu gehen, kann auch dafür den AVGS optimal nutzen. Lieber frühzeitig informieren als spontan ein konkretes Angebot nutzen, ohne zu wissen, ob es für den neuen Berufsweg geeignet ist. Bei einer ausführlichen Beratung oder einem persönlichen Gespräch kann man offene Fragen bereits im Vorfeld klären und prüfen, ob der Kurs das Richtige sein könnte.

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein: Die Vorteile auf einen Blick

Wer über das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit einen Vermittlungsgutschein zu erhalten, sollte daher diese Chance nutzen. Der Einsatz von einem solchen Bildungsgutschein ist jedoch mit bestimmten Voraussetzungen verbunden. Sind diese erfüllt, freut man sich, ein Coaching besuchen zu können oder eine bestimmte Qualifizierungsmaßnahme zu buchen, die für den neuen Job notwendig ist. Eine weitere Möglichkeit für den AVGS wäre eine private Arbeitsvermittlung zu nutzen, um den Traumjob zu realisieren.

Zudem gilt der AVGS auch für Schulungen, die als Einzelschulung oder in einer Kleingruppe absolviert werden. Manchmal scheitert die Teilnahme an einem Kurs nicht an der eigenen Motivation, sondern vielmehr an der Tatsache, dass die Mindestanzahl der Teilnehmer erreicht worden ist. Bei einer Kleingruppe ist diese Hürde leichter zu überspringen und das Angebot ist deutlich flexibler. Für viele Kursteilnehmer ist diese Form der Qualifizierung außerdem mit einer positiveren Atmosphäre im Kurs und einem stressfreieren Lernen verbunden.

Das Angebot an Kursen und Qualifizierungsmaßnahmen ist vielfältig. Man sollte sich daher zuerst einmal über einen konkreten Schwerpunkt wie zum Beispiel Management, EDV oder SAP sowie Fremdsprachen Gedanken machen. Dann kann verschiedene Angebote ausloten und prüfen, ob der gewünschte Anbieter zertifiziert ist. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um den Vermittlungsgutschein für eine Maßnahme bei dem entsprechenden Anbieter überhaupt in Anspruch zu nehmen.

Private Arbeitsvermittlung – nicht nur für Führungskräfte eine reizvolle Alternative bei der Jobsuche

Wer auf der Suche nach einem Job ist, muss das nicht ausschließlich über die Bundesagentur für Arbeit tun. Ein privater Arbeitsvermittler kann über den Vermittlungsgutschein ebenso infrage kommen. Hierbei gibt es jedoch den Höchstbetrag von 2.000 Euro für eine arbeitssuchende Person zu beachten. Die Vorteile privater Vermittlungsagenturen liegen in den vielfältigen Kontakten, wenn spezielle Branchen oder die bisherige Stellung im mittleren bis oberes Management gegeben war.

Auch Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung und Aktivierung können über den Gutschein eine sinnvolle Lösung sein. Mitunter ist die Chance, rascher einen neuen Arbeitsplatz zu finden, über einen privaten Arbeitsvermittler höher, da dort auch Positionen bekannt sind, die am allgemeinen Stellenmarkt noch nicht ausgeschrieben sind oder spezifische Jobanforderungen beinhalten. Außerdem ist die Zahl potenzieller Bewerber auf ein solches Jobangebot mitunter kleiner als bei den im Jobcenter ausgehängten Arbeitsplatzofferten.

Coachingmaßnahmen als Sprungbrett für die Karriere nutzen

Wer aus gesundheitlichen oder privaten Gründen längere Zeit seinen Job nicht ausüben konnte, findet mitunter schwieriger zurück in den Berufsalltag oder muss sich beruflich neu definieren. Dabei kann ein Coaching wertvolle Unterstützung leisten. Die Analyse von Stärken und Kompetenzen ermöglichen die Entwicklung neuer Strategien für zukünftige Bewerbungen.

Sie machen allerdings auch die Person fit und helfen, sich neu zu präsentieren, den eigenen Marktwert besser einschätzen zu können. Wie für ein Produkt gilt es, das Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten und damit die weitere Jobsuche zielgerichteter fortzusetzen. Ein Coaching bietet sich aber auch an, wenn man nach der Elternzeit wieder arbeiten oder seine Karriere neu ausrichten möchte. Bei manchen Berufen führt auch die fortschreitende Digitalisierung zu dem Entschluss, sich beruflich vollständig neu zu orientieren. In jedem Fall eröffnet ein gezieltes Coaching neue Perspektiven und mögliche Herangehensweisen, an die man bisher nicht gedacht hätte.

Qualifizierungsmaßnahmen auswählen und Jobchancen verbessern

Der Vermittlungsgutschein ist insbesondere für Menschen, die als Langzeitarbeitslose gelten oder Menschen mit einer schweren Behinderung ein mögliches Sprungbrett, erfolgreich in den Job zu finden. Beispielsweise haben auch Autisten, sofern sie offiziell als schwerbehindert eingestuft sind, in den letzten Jahren deutlich bessere Perspektiven. Auch hier sind die eigenen Qualifikationen wichtig, auf denen man aufbauen kann.

Man sollte sich bei der Auswahl der geeigneten Maßnahmen jedoch Zeit lassen und langfristig denken. Es macht wenig Sinn, mehrfach Kurse buchen und besuchen zu wollen. Sinnvoll ist es, aufgrund einer absolvierten Maßnahme über den AVGS abzuwägen, ob man auf dieser Maßnahme aufbauen kann und ob diese weitere Maßnahme zusätzlich die Chancen auf eine Beschäftigung erhöht.

Vermittlungsgutschein: Basis für die spätere Selbständigkeit

Arbeitssuchende Existenzgründer können sich mithilfe des AVGS gezielt fachliches Knowhow aneignen wie beispielsweise Zeitmanagement oder zu essenziellen Themen wie dem Businessplan den letzten Schliff holen. Ohne jegliche Eigenbeteiligung kann man dann eine geeignete Maßnahme auswählen, vorausgesetzt der Maßnahmenträger ist zertifiziert und zugelassen. Außerdem müssen natürlich auch hier wie bei allen Maßnahmen die Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme erfüllt sein.

Als Unterstützung für einen erfolgreichen Start sind solche Angebote jedoch unverzichtbar für Existenzgründer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus den Mut haben, den Traum vom eigenen Business zu verwirklichen.

Selbstmarketing und Positionierung

Diese beiden Punkte klingen vielleicht verwunderlich, aber in Zeiten von sozialen Medien und digitalen Prozessen erfordert es den Willen zum lebenslangen Lernen ebenso wie Flexibilität und Karrierepläne. Wo will ich hin, wie lauten meine Ziele? Fragen, die bei einer Bewerbung oft und gerne gestellt werden. Die wenigsten wissen darauf eine Antwort. Klar ist jedoch, dass ein beruflicher Orientierungsprozess nur dann erfolgreich sein kann, wenn man auch seine eigene Motivation hinterfragt.

Wer weiß, in welchem Job er engagiert und motiviert arbeiten möchte, der bündelt seine Kompetenzen und positioniert sich erfolgreicher als seine Mitbewerber. Wer fragt, gewinnt. Nach diesem Motto sollte man sich über das eigene Selbstmarketing mehr Gedanken machen. Wie präsentiere ich mich überzeugend und authentisch? Welche Strategien helfen bei einer Bewerbung, den lang ersehnten Traumjob tatsächlich zu bekommen?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.