Brexit bringt Aktien erneut ins Taumeln

Die politische Krise in Großbritannien nach dem Brexit-Votum setzte gestern auch den Börsen zu. Der Dax fiel um 1,7 Prozent auf 9373,26 Punkte, der Euro Stoxx 50 büßte 1,8 Prozent ein.

Die politische Krise in Großbritannien nach dem Brexit-Votum setzte gestern auch den Börsen zu. Der Dax fiel um 1,7 Prozent auf 9373,26 Punkte, der Euro Stoxx 50 büßte 1,8 Prozent ein. Der Londoner „Footsie“ verlor 1,3 Prozent. Für Unruhe an den Märkten sorgten auch schlechte Signale vom

britischen Immobilienmarkt. Gleich drei große Immobilienfonds gaben diese Woche bekannt, dass sie ihren Kunden die angelegten Gelder vorerst nicht zurückzahlen können. „An Europas Börsen überschlagen sich die Sorgen über die Brexit-Folgen und die Finanzstabilität“, erklärte Niall Delventhal vom Brokerhaus FXCM. Neben dem Pfund-Einbruch und den Befürchtungen einer jähen Störung der Wirtschaftserholung in Europa schlage die Lage der italienischen Banken den Anlegern auf den Magen. Doch vor allem die Kurse der Deutschen Bank und der Credit Suisse brachen auf neue Rekordtiefstände ein. Die Anleger fürchten, dass die Banken bei einer Wirtschaftsflaute mit Kreditausfällen zu rechnen haben. Da sich die Aktienkurse beider Geldhäuser seit Jahresanfang etwa halbiert haben, droht den beiden der Abstieg aus dem Euro Stoxx 50 für die größten börsennotierten Unternehmen Europas.

Auch die Renditen der Staatsanleihen gingen auf breiter Front nach unten. So drückte die Nachfrage nach Bundesanleihen die Rendite der zehnjährigen Titel zeitweise auf ein frisches Rekordtief von minus 0,204 Prozent.

In dieser schwierigen Gemengelage war die „Antikrisen-Währung“ Gold gefragt. Eine Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 1374,91 Dollar und kostete damit so viel wie zuletzt im März 2014. rtr/dpa

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