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USA und China investieren in grönländischen Rohstoffabbau

Sowohl China als auch die USA sind an den grönländischen Rohstoffen interessiert. Vor allem seltene Erden und Öl werden unter dem tiefen grönländischen Eis vermutet.

Durch ihre Investitionen könnten internationale Partner die Unabhängigkeit Grönlands indirekt vorantreiben. Grönland selbst strebt Partnerschaften mit möglichst vielen Geldgebern aus der ganzen Welt an. Hierdurch möchte das Land die Abhängigkeit, die aktuell noch zu Dänemark besteht, überwinden.

Der Klimawandel kommt Grönland zugute

Ausgerechnet der Klimawandel könnte für Grönland zu einem wahren Segen werden. Durch die steigenden Temperaturen schmilzt nämlich das vermeintlich ewige Eis des Landes. Das hat zur Folge, dass Unternehmen wie Greenland Minerals deutlich leichter an die Rohstoffe gelangen könnten, die Im Boden Grönlands vermutet werden. Sobald es soweit ist, dürften daher vielfältige Unternehmen in das Land kommen, um die Rohstoffe abzubauen. Diese hätten dann eine Menge Geld und Wohlstand für Grönland im Gepäck.

Noch hält sich die Zahl der Investoren in Grönland jedoch in Grenzen. Das liegt unter anderem daran, dass das Eis noch zu dick ist, um mit vertretbarem Aufwand an die verschiedenen seltenen Erden und das Öl zu kommen. In den kommenden Jahren könnte sich das aufgrund des Klimawandels jedoch ändern. Viele Unternehmen aus den USA und China strecken deswegen bereits heute ihre Fühler in Richtung Grönland aus. Zwar stehen sämtliche Erkundungsversuche noch am Anfang, allerdings könnten Sie schon bald eine Entwicklung ins Rollen bringen, die Grönland Sehr viel Geld in die Kasse spült.

Das Land ist reich an seltenen Erden und Öl

Es wird davon ausgegangen, dass sich unter Grönland große Schätze an seltenen Erden befinden. Das wäre sowohl für das Land mit den gerade einmal 56000 Einwohnerinnen und Einwohnern, als auch für den internationalen Markt eine echte Sensation. Denn aktuell gibt es die seltenen Erden, die unter anderem für Smartphones und Computer benötigt werden, nahezu ausschließlich im asiatischen Raum und speziell in China. Dieses Monopol könnte durch die Rohstoffe in Grönland aufgebrochen werden.

Des Weiteren befinden sich unterhalb Grönlands vermutlich große Vorkommen an Öl. Grönland könnte somit zu einem weiteren Player auf dem internationalen Markt werden und Einfluss auf die Preisentwicklung des Öls weltweit nehmen. Nicht zuletzt gehen Wissenschaftler davon aus, dass Uran zu den Bodenschätzen gehört, die in Grönland zu finden sind. Mit diesem Uran wäre es möglich, die Energieversorgung weiter Regionen sicherzustellen. Ob sich die vermuteten Rohstoffe tatsächlich dort befinden und wie groß der Aufwand ist, der betrieben werden müsste, um sie abzubauen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Die Investitionen könnten die Unabhängigkeit voranbringen

Schon seit langer Zeit strebt Grönland, das aktuell zu Dänemark gehört, seine Unabhängigkeit an. Alle Parteien, die in Grönland zur Wahl antreten, sprechen sich für eine solche Unabhängigkeit aus. Im Moment kommen diese Pläne allerdings noch nicht voran, da Grönland finanziell noch sehr stark von Dänemark abhängig ist. Über die Fischindustrie ist Grönland in der Lage, die Hälfte seines Haushalts selbst zu erwirtschaften. Die andere Hälfte in Höhe von etwa 500 Millionen Euro kommt jedoch nach wie vor aus Dänemark. Sollten sich die Grönländer tatsächlich für eine Unabhängigkeit entscheiden, müssten sie auf dieses Geld verzichten.

Hier kommen internationale Investoren wie Shenghe Resources ins Spiel. Wenn diese sich dazu entschließen sollten, viel Geld in Grönland zu investieren, um die Rohstoffe abbauen zu können, würde das Land unabhängig von den Zuschüssen Dänemarks werden. Das so erwirtschaftete Geld könnte genutzt werden, um alle Projekte des Staates zu finanzieren, ohne von jemandem abhängig zu sein. Aktuell ist aber noch nicht endgültig abzusehen, ob Investoren in das Land kommen werden und wenn ja, wie viel Geld sie dort investieren würden. Deswegen treten die Unabhängigkeitsbestrebungen aktuell noch auf der Stelle. Sollte jedoch Bewegung in den Rohstoffabbau in Grönland kommen, könnte sich das sehr schnell ändern.

Steigende Investitionen in den Rohstoffabbau können wiederum für Privatanleger interessant werden, die ebenfalls neues Geld in den grönländischen Markt bringen. Hier wird die Schwierigkeit zunächst darin bestehen, den richtigen Broker zu finden, um dort überhaupt in Aktien, Rohstoffe o.ä. investieren zu können.

Tipp:  Bei der Suche nach Brokern mit breiten Angeboten können Portale wie Flatex sehr hilfreich sein.

Das Ziel sind multilaterale Partnerschaften

Die Sorge ist groß, sich von einer Abhängigkeit in die andere zu begeben. Deswegen strebt Grönland multilaterale Partnerschaften mit einer Vielzahl von Ländern an. Sie wollen sich weder in die Abhängigkeit der USA noch von China begeben, sondern einen lebendigen Handel mit möglichst vielen Partnern treiben. Das hat Grönland teils heftige Kritik aus dem Ausland eingebracht. Viele internationale Regierungen verstehen nicht, warum sich das Land mit solcher Macht den Chinesen öffnet und diese willkommen heißt.

Grönland selbst sieht die Kritik gelassen. Ein Kapitalist sei ein Kapitalist, egal aus welchem Land er komme, sagt etwa Ulrik Pram Gad von der dänischen Universität Aalborg. Deswegen verfolgt Grönland das Ziel, möglichst viele Kooperationspartner zu umarmen, ohne andere hierdurch zu vergraulen. Aktuell geht diese Taktik auf. Sehr viele internationale Investoren sind an den grönländischen Rohstoffen interessiert.

Fazit

Es ist davon auszugehen, dass Grönland in den kommenden Jahren international an Bedeutung gewinnen wird. Das gilt zumindest dann, wenn sich die vermuteten Rohstoffe tatsächlich finden und das Eis durch den Klimawandel weiter schmelzen sollte. Nicht umsonst bemühen sich sowohl die amerikanische als auch die chinesische Regierung aktuell sehr stark um positive Beziehungen zu Grönland. Aber auch die Nähe zu Russland und zu Norwegen könnte Grönland wichtige Partnerschaften ermöglichen. Denn wenn sie es erst einmal geschafft haben, sich von Dänemark unabhängig zu machen, dann wollen sie ihre Freiheit auch so lange wie möglich behalten.

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