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Duty-free-Produkte online kaufen und sich nach Hause liefern lassen

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Die Duty-free-Shops am Frankfurter Flughafen haben unter anderem Kosmetik, Tabakwaren, Spirituosen, Süßwaren, Düfte und Spielwaren im Angebot. Doch nicht immer sind die Produkte billiger als im Handel, wie unser stichprobenartiger Test zeigt.
Die Duty-free-Shops am Frankfurter Flughafen haben unter anderem Kosmetik, Tabakwaren, Spirituosen, Süßwaren, Düfte und Spielwaren im Angebot. Doch nicht immer sind die Produkte billiger als im Handel, wie unser stichprobenartiger Test zeigt. © Fredrik Von Erichsen (dpa)

Jetzt kaufen, später fliegen: Flugreisende können am Frankfurter Flughafen schon drei Monate vor Reiseantritt Duty-free-Produkte online shoppen. So oft sie wollen. Doch nicht immer sind die Artikel auch wirklich billiger als im Handel.

Wer zum Flieger muss, hat am Flughafen häufig nicht die Muße für eine ausgiebige Shoppingtour durch die Duty-free-Shops. 300 ihrer Art gibt es am Frankfurter Flughafen. Sie bieten alles, was das Herz begehrt: Von Parfüms über Kosmetik, Spielwaren, Spirituosen bis hin zu Süßwaren und Delikatessen.

Für eilige Passagiere und Sofa-Schnäppchenjäger betreibt der Flughafenbetreiber Fraport seit etwas mehr als einem Jahr einen Online-Marktplatz für Duty-free-Waren vor und nach der Sicherheitsschranke. Zehn Händler, darunter das Hamburger Unternehmen Gebrüder Heinemann, Porsche Design sowie Faix Toys, bieten darauf knapp 14 000 Artikel zum Kauf an. Die Idee dahinter: Den Passagieren mehr Flexibilität, Zeitersparnis und Komfort bieten.

Flugreisende können sich schon 90 Tage vor Reiseantritt jederzeit und so oft sie wollen Duty-free-Produkte ihrer Wahl vorbestellen und am Tag des Flugs abholen. Oder sie können sich die Waren nach Hause liefern lassen. Dafür müssen sie allerdings eine Adresse in Deutschland und ein gültiges Flugticket ab Frankfurt zu einer Destination innerhalb Europas nachweisen.

Reservierungen sind auch ohne Flugticket möglich. Spielwaren von Faix Toys und dem Airport Shop, Elektronikartikel von Fotec und Photair sowie Mode-Accessoires von Porsche Design können Passagiere auch ohne Ticket reservieren und im öffentlich zugänglichen Bereich im Terminal 1 abholen. Demnächst wird auch Kindermode verfügbar sein.

Die Lieferung ist laut Fraport bis auf Weiteres kostenlos. Wann Versandkosten eingeführt und wie hoch diese dann ausfallen werden, steht noch nicht fest.

Nein, es gibt keine Mindestbestellmenge für Online-Bestellungen.

Ja. Leicht verderbliche, gekühlte Lebensmittel sind ausgenommen. So wird beispielsweise die Original Sacher Torte nicht verschickt, sondern ist nur direkt im Shop erhältlich.

Nein. Wir haben stichprobenartig die Produktpreise des Frankfurt Airport Online Shops mit denen in der Frankfurter Innenstadt verglichen (siehe rechts). Vor allem bei Spielzeug war der Online Shop teurer. Spirituosen, Kosmetik und Düfte dagegen waren günstiger. Im Durchschnitt hätten Kunden eine Ersparnis von rund 20 Prozent, sagt das Handelsunternehmen Heinemann.

Einen besonderen Vorteil gegenüber dem Inlandsmarkt oder Onlinehandel bieten laut Sprecherin Lara Vitzthum oftmals die größeren Verkaufseinheiten, etwa bei Spirituosen 1 Liter anstatt 0,75 Liter oder bei Düften 100 Milliliter anstelle von 50 oder 75 Milliliter. Bei den wechselnden „Special offer“-Angeboten gebe es immer einen Preisvorteil von 30 Prozent gegenüber dem regulären Preis.

Duty Free bedeutete früher, dass zwischen zwei Passkontrollen zollfrei, mehrwert- und verbrauchssteuerfrei eingekauft werden durfte. 1999 wurde der abgabenfreie Einkauf innerhalb der Europäischen Union aufgehoben: Viele Passagiere hätten nicht mehr die Möglichkeit gehabt, preiswerter am Flughafen einzukaufen. Deshalb wurde das Konzept eines Duty Free Shops hinter der Sicherheitskontrolle mit „Travel Value“ um die Möglichkeit ergänzt, dass dort auch Reisende innerhalb der EU einkaufen können.

Zum einen können die Händler durch die Plattform neue und mehr Kunden ansprechen. Der Lieferservice ermöglicht außerdem die Bestellung größerer Mengen, die sonst ja ins Handgepäck passen und auch noch mitgeschleppt werden müssten. So könnten auch mehr Umsätze generiert werden, sagt Heinemann.

Das gefällt der Fraport, die als Betreiberin des Online Shops am Umsatz beteiligt wird.

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