EEG-Umlage steigt

Die Energiewende bezahlen die Stromkunden – im Gegensatz beispielsweise zum Atomstrom, der aus der Staatskasse subventioniert wurde. Die sogenannte EEG-Umlage – die Kosten für Wind- und

Die Energiewende bezahlen die Stromkunden – im Gegensatz beispielsweise zum Atomstrom, der aus der Staatskasse subventioniert wurde. Die sogenannte EEG-Umlage – die Kosten für Wind- und Sonnenstrom und andere erneuerbare Energien – steigt auch 2017. Und zwar um gut einen halben Cent pro Kilowattstunde von 6,35 auf 6,88 Cent. Das bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass der Strom teurer wird: Denn parallel dazu sind die Einkaufspreise für Strom an der Börse gesunken – und zwar mindestens um den gleichen Betrag. Je niedriger der Erlös an der Börse nämlich ist, desto mehr Geld muss via EEG-Umlage fließen, damit die Windmüller und Solaranlagenbetreiber die ihnen zugesagten Einspeisevergütungen erhalten. Die Reserven im EEG-Konto waren daher im Verlauf des Jahres 2016 schon stark geschmolzen.

Dagegen spielt der Ausbau im Erneuerbaren-Sektor kaum noch eine Rolle. Die Garantiepreise, die neue Anlagen für ihren Strom bekommen, sind deutlich niedriger als bei älteren Projekten. Und einem Zubau-Rekord bei Windrädern steht ein nur noch sehr niedriger Zuwachs bei Solaranlagen gegenüber. Die EEG-Umlage summiert sich auf fast 25 Milliarden Euro im Jahr. Doch viele Kosten, wie etwa die für die Netze, wären zumindest teilweise auch ohne Energiewende nötig gewesen.

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