Recep Tayyip Erdogan: Der türkische Präsident hat die türkische Währung mit seinen Aussagen zu Zinssenkungen auf ein Rekordtief getrieben.
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Recep Tayyip Erdogan: Der türkische Präsident hat die türkische Währung mit seinen Aussagen zu Zinssenkungen auf ein Rekordtief geschickt.

Währungspolitik

Neue Breitseite von Erdogan: Türkische Lira fällt auf Rekordtief – Bekannter Politiker mit drastischer Forderung 

  • Thomas Schmidtutz
    VonThomas Schmidtutz
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Die türkische Lira ist am Dienstag erneut eingebrochen. Auslöser waren Aussagen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.

Ankara – Die türkische Lira ist am Dienstag gegenüber dem Dollar und dem Euro auf Rekordtiefstände gefallen. Gegenüber dem Dollar betrugen die Tagesverluste zeitweise zehn Prozent. Der Dollar stieg im Gegenzug erstmals über 12 Lira. Der Eurokurs stieg auf 14,06 Lira.

Erdogan forderte am Dienstag eine „wettbewerbsfähige“ Lira. Ein noch schwächerer Wechselkurs solle Investitionen und Arbeitsplätze fördern. Schon in den vergangenen Wochen war die Währung unter Druck* geraten. Zudem hatte eine ernste diplomatische Krise Investoren verschreckt. Allein in diesem Monat hat die Lira gegenüber Dollar und Euro rund ein Viertel ihres Wertes verloren.

Türkische Lira: Talfahrt dürfte Preisauftrieb weiter anheizen

Die Inflation dürfte damit weiter angeheizt werden, da eingeführte Waren teurer werden. Die Notenbank hatte zuletzt nach Erdogans Druck die Leitzinsen gesenkt und so die Lira auf Tiefstände geschickt. Während die Inflationsrate bei fast 20 Prozent liegt, wurde der Leitzins auf 15 Prozent verringert. Im Dezember dürfte eine weitere Zinssenkung folgen. Erdogan vertritt entgegen der geltenden Lehre die Meinung, dass hohe Zinsen die Inflation befördern.

Türkische Lira: Druck auf Notenbank steigt

Der Druck auf die türkischen Währungshüter dürfte anhalten. So forderte Devlet Bahceli, Chef der nationalistische Partei MHP, eine Diskussion über das Ende der Unabhängigkeit der Notenbank. Die MHP ist Teil der Regierung Erdogans. „Unabhängige Institutionen können nicht über dem Willen des Volkes stehen“, sagte Bahceli. „Die Türkei soll frei von der Zinsbelastung sein.“ Zudem forderte er, dass sich die Türkei dem Internationalen Währungsfonds und der „Zinslobby“ entgegenstelle. Die Aussagen dürften das Vertrauen in die Lira und die türkische Wirtschaft weiter schwächen. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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