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ARCHIV - 19.12.2013, Bremen: Ein Mann erhält von einer Mitarbeiterin eines Vereins einen Teller Erbsensuppe. Am Mittwoch, dem 24.10.2018, will sich das EU-Parlament in einer Abstimmung auf eine Verhandlungsposition beim Thema Plastik einigen. (zu dpa "EU will Plastikflut mit Verboten eindämmen - EU-Parlament stimmt ab" vom 24.10.2018) Foto: Ingo Wagner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Umwelt

EU-Parlament stimmt für Verbot von Strohhalmen und Co.

Zum Schutz der Meere sollen Plastikteller, dünne Plastiktüten, Strohhalme und andere Kunststoff-Wegwerfprodukte nach dem Willen des Europaparlaments verboten werden. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Richtlinienentwurf.

Zum Schutz der Meere sollen Plastikteller, dünne Plastiktüten, Strohhalme und andere Kunststoff-Wegwerfprodukte nach dem Willen des Europaparlaments verboten werden. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Richtlinienentwurf.

Darin fordern die Parlamentarier außerdem, dass die Mitgliedstaaten den Verbrauch bestimmter anderer Einweg-Produkte wie Plastikbecher bis 2025 um ein Viertel senken müssen - etwa über Preiserhöhungen oder Werbung für Alternativen.

Nachdem nun das Parlament eine gemeinsame Linie gefunden hat, muss ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten gefunden werden. Wird wie geplant eine Einigung im kommenden Jahr erzielt, müssten die Staaten die neuen Regeln bis 2021 umsetzen.

Die EU-Kommission hatte im Mai einen Vorschlag zur Eindämmung von Plastikmüll vorgelegt. Die EU-Abgeordneten verschärften diese Ideen nun zum Teil - etwa mit den verbindlichen Reduktionszielen und mit einer längeren Liste von verbotenen Plastikprodukten.

Ziel des EU-Vorstoßes ist es, die Plastikmassen in den Meeren einzudämmen. Laut EU-Parlament macht Plastik weltweit drei Viertel des Mülls in den Ozeanen aus. In der EU stellen demnach weggeschmissene Einwegprodukte aus Kunststoff etwa die Hälfte des an den Stränden gefundenen Mülls.

Die Grünen forderten nach der Zustimmung des EU-Parlaments zu einem Verbot weitere Schritte. Die europäischen Pläne könnten nur der Anfang sein, sagte Parteichef Robert Habeck der Deutschen Presse-Agentur: „Um den Verbrauch von Plastik zu reduzieren, brauchen wir eine radikale Kursänderung.” Ab 2030 sollten alle in der EU in den Verkehr gebrachten Kunststoffprodukte wiederverwendbar oder komplett abbaubar sein oder kosteneffizient recycelt werden können, forderte Habeck. Dazu brauche man eine Plastiksteuer auf Wegwerfprodukte und ein Mikroplastik-Verbot für Kosmetik.

(dpa)

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