Frankfurter Leben übernimmt zwei Pensionskassen

Die Kunden der Pro bAV Pensionskasse und der Prudentia Pensionskasse werden ab sofort unter einem anderen Dach betreut. Die Finanzaufsicht Bafin hat keine Einwände gegen die Übernahme durch die Frankfurter

Die Kunden der Pro bAV Pensionskasse und der Prudentia Pensionskasse werden ab sofort unter einem anderen Dach betreut. Die Finanzaufsicht Bafin hat keine Einwände gegen die Übernahme durch die Frankfurter Leben, wie das Unternehmen am Mittwoch in Bad Homburg mitteilte. Früheren Angaben zufolge handelt es sich um etwa 260 000 Verträge der Pro bAV Pensionskasse AG des Axa-Konzerns sowie rund 50 000 Policen der Prudentia Pensionskasse AG von Mitarbeitern der Schweizer Familienholding Cofra. Zur Cofra-Gruppe gehört auch die Modekette C&A.

Die Frankfurter Leben hat sich darauf spezialisiert, Bestände von anderen Versicherern und Pensionskassen zu übernehmen und diese weiter zu verwalten. Durch die aktuellen Deals steigt der Bestand den Angaben zufolge auf rund 700 000 Verträge.

Der Verkauf von hochverzinsten bestehenden Verträgen an spezialisierte Abwickler ist nicht unumstritten. So befürchtet der Bund der Versicherten, dass die Kunden schlechter gestellt werden könnten. Branchenbeobachter argumentieren dagegen, Abwicklungsplattformen brauchten keinen Vertrieb. Ihre Kosten seien daher geringer, davon könnten Kunden möglicherweise profitieren.

Die Frankfurter Leben betonte, im Mittelpunkt der Geschäftspolitik stünden das Vertrauen und die Belange der Versicherten. Die Kunden der übernommenen Pensionskassen profitieren langfristig von reduzierten Kosten.

Lebensversicherungsunternehmen und Pensionskassen fällt es wegen der Niedrigzinsen zunehmend schwer, an den Kapitalmärkten die hohen Garantieversprechen der Vergangenheit zu erwirtschaften. Manche wollen die für sie teuren Altpolicen deshalb loswerden. Die Erwerber müssen die bestehenden Verträge bis zum Ablauf weiterführen.

(dpa)

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