Joe Kaeser
+
Joe Kaeser

Bundesagentur für Arbeit (BA)

Freie Stellen in Deutschland auf Rekordhoch

Die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) trotz weltwirtschaftlicher Risiken weiterhin eine Jobmaschine.

Die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) trotz weltwirtschaftlicher Risiken weiterhin eine Jobmaschine. So habe es zum Jahresbeginn so viele freie Stellen gegeben wie nie zuvor, berichtete die Nürnberger Bundesbehörde unter Berufung auf ihren aktuellen Stellenindex. Der Indikator für den Umfang unbesetzter Stellen sei im Januar auf ein Rekordniveau gestiegen.

Die Bundesagentur führt die wachsende Arbeitskräftenachfrage auch auf den Flüchtlingsstrom zurück. Viele der mit der Unterbringung oder Betreuung von Asylbewerbern beauftragten Betriebe suchten verstärkt nach Mitarbeitern, berichtete die BA. „So ist insbesondere die Zahl der gemeldeten Stellen in der öffentlichen Verwaltung und bei Wach- und Sicherheitsdiensten in den letzten Monaten stark gestiegen.“

Daneben seien noch andere Wachstumsbranchen im Dienstleistungssektor für den Stellenschub verantwortlich. So sei aktuell jede fünfte freie Stelle im Gesundheits- und Sozialwesen und im Handel zu besetzen. Aber auch die Industrie sucht verstärkt nach neuen Mitarbeitern, berichtete die Bundesagentur.

Fühlt sich Siemens-Konzernchef Joe Kaeser noch nicht vollends ausgelastet? Zu diesem Schluss könnte man durch die jüngste Personalie – mit einem Augenzwinkern – zumindest kommen. Siemens teilte gestern nämlich mit, dass der bisherige Leiter der globalen Kommunikation, Stephan Heimbach, zum 1. März gehen wird. Da noch kein Nachfolger für den 55-jährigen Heimbach gekürt wurde, übernimmt Siemens-Chef Kaeser höchstpersönlich die Aufgabe als oberster Konzernsprecher. Im Jahr 2013 war der Rheinländer vom damaligen Siemens-Chef Peter Löscher bereits einmal entmachtet worden, kehrte aber nach dem Wechsel Kaesers an der Unternehmensspitze wieder auf seinen alten Posten zurück.

Dass der frühere Opel-Chef Hans Demant zum Konkurrenten nach Wolfsburg gewechselt ist, haben ihm viele Weggefährten in Rüsselsheim bis heute nicht verziehen. Demant war 2004 als Nachfolger von Carl-Peter Forster auf den Chefsessel gerückt. Als PS-verrückter Ingenieur waren mit seinem Amtsantritt große Hoffnungen verbunden worden, dass Opel den Weg aus der Krise findet. Doch während der dramatischen Zeiten stand Demant im Schatten des mächtigen Betriebsratsvorsitzenden Klaus Franz. Bei Opels Neuaufstellung spielte er keine Rolle mehr. Er ging als Generalbevollmächtigter für internationale Projekte zu VW. Seit gestern ist der 65-Jährige im Ruhestand.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare