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Info: Digitalisierung schreitet in Frankfurt-Rhein-Main voran

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In einigen Branchen gehören Roboter auch in der Region Frankfurt-Rhein-Main heute schon zum Alltag. Der Automobilzulieferer Continental ist nach eigenen Angaben bereits in der sogenannten Industrie 4.

In einigen Branchen gehören Roboter auch in der Region Frankfurt-Rhein-Main heute schon zum Alltag. Der Automobilzulieferer Continental ist nach eigenen Angaben bereits in der sogenannten Industrie 4.0 angekommen. Vor allem die Standorte Schwalbach und Karben sind technologisch weit entwickelt. In Karben entstehen Produkte im Bereich Instrumentierung, Cockpit-Anzeigen, Radar und Abstandswarner für Fahrerassistenzsysteme. In Schwalbach sitzt die Entwicklungsabteilung. Seit kurzem arbeiten die Mitarbeiter in Karben gemeinsam mit Robotern: „Bei uns arbeiten die Roboter nicht in Käfigen, sondern direkt neben und vor allem mit dem Menschen. Für manche sind sie fast schon echte Kollegen geworden und haben auch Namen bekommen“, erzählt Jürgen Martin, Continental-Werkleiter in Karben. Die Roboter würden belastende Aufgaben übernehmen. So packen die Maschinen schwere Lasten ein und aus oder übernehmen ermüdende, stets wiederkehrende Tätigkeiten. Arbeitnehmer müssen ihre Jobs nicht fürchten, denn die Roboter gehen ihnen bisher nur zur Hand.

Auch Thomas Steigleder von der Initiative Wissensportal Frankfurt-Rhein-Main glaubt nicht an einen weiteren Jobabbau in der hiesigen Industrie. „Einfache Tätigkeiten werden wegfallen, dafür werden wir künftig mehr Fachkräfte benötigen“, sagt er. Als Beispiel nennt Steigleder den Continental-Standpunkt in Rödelheim. „Dort werden in der Forschung für automatisiertes Fahren fast ausschließlich hochqualifizierte Menschen beschäftigt“, erzählt er. Begegne man der Digitalisierung offen, biete sie mehr Chancen als Risiken – vor allem in der Region.

Derselben Meinung ist der Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswelt (IFAA), Professor Sascha Stowasser: „Wir brauchen für die Industrie 4.0 zunächst eine möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz.“ Dann sehe er große Chancen, die Produktivität der Industrie bis 2025 um bis zu 30 Prozent zu steigern. „Die bestehende Zahl der Arbeitsangebote für Geringqualifizierte kann gehalten werden“, sagt Stowasser. Und das trotz der Hilfe durch Maschinen.

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