Bundeskanzlerin Angela Merkel steht mit Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender MTU, auf der Raumfahrtausstellung (ILA) vor einem Triebwerk
+
Reiner Winkler mit Kanzlerin Angela Merkel.

Fotostory

Millionen-Gehälter trotz Corona-Krise: Das verdienten die Top-Manager der Dax-Unternehmen im Jahr 2020

Alle Autoren
    schließen
  • Tanja Koch
  • Momir Takac
    Momir Takac
  • Kai Hartwig
    Kai Hartwig

Die Coronakrise reißt bei vielen Menschen und Unternehmen Lücken in die Finanzkasse. Bei den Bossen der Dax-Konzerne hält sich der Verlust in Grenzen. Das Gehalts-Ranking 2020.

München - Durch die Corona-Krise mussten zahlreichen Menschen finanzielle Einbußen hinnehmen. Viele Arbeitnehmer wurden in Kurzarbeit geschickt, andere verloren ihren Job ganz. Dagegen lief es für die Top-Manager der Dax-Unternehmen im Jahr 2020 deutlich besser: Ihr Einkommen ging im Schnitt um lediglich zehn Prozent runter. Wir zeigen Ihnen das Gehalts-Ranking 2020 der Dax-Unternehmensbosse inklusive Boni.

Platz 28: Stefan De Loecker (Beiersdorf)

Der Belgier Stefan De Loecker arbeitete zunächst einige Jahre für das Schweizer Unternehmen Nestlé. Dann wechselte der in Deutschland geborene Manager 2011 zur britischen Handelskette Tesco, ehe es ihn zur Beiersdorf AG zog.

De Loecker ist bereits seit 2012 bei Beiersdorf

2012 Jahr schloss sich De Loecker der Beiersdorf AG an. Seit 2019 ist er Vorstandsvorsitzender des Konsumgüterkonzerns mit Sitz in Hamburg-Eimsbüttel. Im vergangenen Jahr strich er ein Gehalt von 2,12 Millionen Euro ein (2019: 2,40).

Platz 27: Reiner Winkler (MTU Aero Engines)

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Reiner Winkler seit Mitte der 1980er Jahre bei Siemens. Es folgte ein Engagement bei der Daimler-Benz AG, danach bei deren Tochterfirma Telefunken microelectronic (TEMIC). Dort blieb Winkler bis nach der Jahrtausendwende.

Winkler arbeitete sich bis zum CEO hoch

Bei MTU Aero Engines heuerte Winkler 2001 an und stieg dort über die Jahre bis zum CEO auf. Seit 2014 steht er an der Spitze des Unternehmens, das Triebwerke für die zivile und militärische Luftfahrt herstellt. Winkler strich 2020 2,79 Millionen Euro ein (2019: 3,73).

Platz 26: Reinhard Ploss (Infineon)

Der gebürtige Bamberger Reinhard Ploss studierte an der TU München Verfahrenstechnik. Schon vor seiner Promotion arbeitete er bei Siemens. Mit der Ausgliederung des Halbleitergeschäfts bei Siemens wechselte Ploss 1999 zur neu gegründeten Infineon AG.

Von Anfang an bei Infineon mit dabei

Infineon ist der größte deutsche Hersteller von Halbleitern. Auch weltweit zählt das Unternehmen in dieser Branche zu den zehn größten Unternehmen. Seit Oktober 2012 führt Reinhard Ploss Infineon als Vorstandsvorsitzender an. In dieser Funktion verdiente er 2020 2,93 Millionen Euro (2019: 3,56).

Platz 25: Martin Brudermüller (BASF)

CEO Martin Brudermüller ist schon seit Beendigung seines Chemie-Studiums bei BASF. Zunächst arbeitete er bei dem Ludwigshafener Unternehmen als Chemiker. Über die Jahre stieg er bei dem Dax-Unternehmen immer weiter auf und kam 2020 auf Einnahmen von 3,15 Millionen Euro.

Vorstandsboss Brudermüller ein klassisches „Kind des Konzerns“

Seit Mai 2018 lenkt er die Geschicke des Chemiekonzerns mit Sitz im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen. 2019 verdiente er dabei übrigens 3,20 Millionen Euro.

Platz 24: Elmar Degenhart (Continental)

Elmar Degenhart studierte an der Universität Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und promovierte anschließend am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung. Von 12. August 2009 bis Ende November 2020 war er Vorstandsvorsitzender der Continental AG tätig.

Für seine Tätigkeit wurde er ausgezeichnet

Als Nachfolger von Karl-Thomas Neumann verdiente er 2020 3,15 Millionen Euro (2019: 3,94). Für die von ihm geprägte Neuausirchtung und Weiterentwicklung des Unternehmens zeichnete ihn die Leibniz Universitätsgesellschaft Hannover e.V. mit der Kamarsch-Denkmünze aus.

Platz 23: Michael Zahn (Deutsche Wohnen)

Michael Zahn ist seit Dezember 2008 Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen. Teil des Vorstands ist er seit September 2007. Zum Aufgabenbereich seiner aktuellen Position gehören die strategische Ausrichtung der Deutsche Wohnung Gruppe, der An- und Verkauf, Personal, Kommunikation, IT und Pflege. Zahn studierte an der Albert Ludwig-Universität in Freiburg Volkswirtschaften.

Millionengehalt in gleicher Höhe wie 2019

2020 erhielt Michael Zahn als Vorstandsvorsitzender 3,17 Milllionen Euro. Er ist damit der einzig Top-Manager in dieser Liste, bei dem es keinen Gehaltsunterschied zu 2019 gibt. Die Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen SE mit Standort Berlin besitzt etwa 163.000 Wohnungen und 2.600 Gewerbeimmobilien. Auch Pflege-Einrichtungen und Wohnungen mit Betreuungsangebot gehören zum Immobilienbestand.

Platz 22: Christian Klein (SAP)

Seit dem 11. Oktober 2019 ist Christian Klein Vorstandssprecher der SAP SE. Er begann seine Karriere in dem Unternehmen bereits als Student im Jahr 1999. Etwa war er in den Bereichen Controlling und Services Operations tätig. Zudem hatte er von 2011 bis 2012 die Stelle als kaufmännischer Geschäftsführer von SAP SuccessFactors in Kalifornien inne. Das Gehalt seines aktuellen Postens betrug 2020 3,30 Millionen Euro. Aufgrund der Abfindung an seine Vorgängerin gab SAP 2019 15,18 Millionen Euro für die Stelle aus.

Klein verzichtet auf einen Teil seines Gehalts

Im Zuge der Corona-Pandemie kündigte ein Sprecher an, dass Christian Klein auf einen Teil seines Fixgehalts verzichten wolle. Eine Summe von 220.000 Euro wolle er für wohltätige Zwecke stellen. Insgesamt handelt es sich dabei um ein Fünftel seines Fixgehalts, das 1,1 Millionen Euro beträgt.

Platz 21: Joachim Wenning (Munich Re)

Vorstandsvorsitzender der Münchener Rückversicherung ist seit dem 27. April 2017 Joachim Wenning. Er studierte Volkswirtschaft in München. 1995 schloss er seine Dissertation mit der Promotion zum Dr. oec. publ. ab. In den Vorstand der Münchener Rück wurde er 2009 berufen, nachdem er seit 2005 CEO der Neuen Rück in Genf tätig gewesen war.

Von Münchener Rück zu Munich Re

Seit 2009 tritt die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München unter der Marke Munich Re auf. Teil der Gesellschaft ist die Ergo Group, auf die das Erstversicherungsgeschäft entfällt. Wenning erhielt in seiner Position 2020 3,55 Millionen Euro (2019: 5,88).

Platz 20: Kasper Rorsted (Adidas)

Der dänische Manager Kasper Rorsted arbeitet seit 1. Oktober 2016 als Vorstandsvorsitzender der Adidas AG. Zuvor war er als Vorstandsvorsitzender der Henkel AG & Co. tätig gewesen. Sein Gehalt betrug 2020 3,71 Millionen Euro (2019: 7,24).

Adidas: Zweitgrößter Sportartikelhersteller der Welt

Der Gesamtumsatz des Unternehmens betrug 2020 19,8 Milliarden Euro. Insgesamt beschäftigt Adidas 62.285 Angestellte. Adidas gilt nach Nike als der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. Zudem stattet er berühmte Sportler, Mannschaften und Veranstaltungen als Sponsor aus.

Platz 19: Markus Steilemann (Covestro)

Markus Steilemann ist Chemiker und Manager. Als Vorstandsvorsitzender der Covestro AG ist er seit Juni 2018 tätig. Er studierte an der RWTH Aachen Chemie und BWL. Zudem promovierte er dort. Seine Karriere bei der Bayer AG begann 1999. Nachdem die Covestro AG aus der Bayer Materialscience hervorgegangen war, wurde er dort Mitglied des Vorstands. Sein Gehalt betrug 2020 3,76 Millionen Euro (2019: 2,17).

Ehemalige Sparte von Bayer

Die Covestro AG sitzt in Leverkusen und hat ihren Ursprung in der ehemaligen Kunststoffsparte der Bayer AG. Der Werkstoffhersteller entwickelt, produziert und vertreibt Polymer-Werkstoffe an etwa 30 Standorten in Europa, Asien und Amerika. 2020 betrug der Jahresumsatz 10,7 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern 696 Millionen Euro.

Platz 18: Ola Källenius (Daimler)

Ola Källenius ist in Schweden geboren und seit Mai 2019 als Vorstandsvorsitzender der Daimler AG tätig. Daimler beschäftigt insgesamt rund 288.500 Mitarbeiter und verzeichnete 2020 einen Umsatz von 154,3 Milliarden Euro. 4,14 Milliarden Euro davon gingen als Gehalt an Källenius (2019: 3,60)

Källenius will Geld im Management einsparen

Källenius Vorgänger ist Dieter Zetsche, der Ende Mai 2019 aus der Position ausgeschieden war. Wie Källenius im November 2020 erklärte, will er bis 2022 rund 10 Prozent im Management einsparen. Bei der Entwicklung müssten Prioritäten gesetzt werden. Zudem strebt der Vorstandsvorsitzende an, das Unternehmen nachhaltiger auszurichten.

Platz 17: Stephan Sturm (Fresenius)

Stephan Sturm studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Seine Karriere begann 1989 als Unternehmensberater bei McKinsey. Vorstandsvorsitzender von Fresenius ist er seit dem 1. Juli 2016. Er löste damit Ulf Schneider ab. Unter Sturm kaufte Fresenius den spanischen Klinikbetreiber Quirónsalud.

Fresenius: Seit 2009 im Dax gelistet

2020 erhielt er für seine Tätigkeit bei dem Medizintechnik- und Gesundheitskonzern 4,19 Millionen Euro (2019: 6,01). Fresenius ist einer der größten privaten Krankenhausbetreiber in Deutschland. Mit 32 Prozent ist das Unternehmen zudem am Dialysespezialisten Fresenius Medical Care beteiligt. Im DAX an der Deutschen Börse ist es seit 23. März 2009 gelistet.

Platz 16: Christian Sewing (Deutsche Bank)

Christian Sewing ist seit dem 1. Januar 2015 Mitglieds des Vorstands der Deutschen Bank. Im April 2018 wurde er zum Vorsitzenden und trat damit die Nachfolge von John Cryan an. Zuvor hatte er die Verantwortung für den Bereich Privat- und Geschäftskundenbank inne. Zudem ist Sewing Teil des Vorstands und des Präsidiums des Bundesverbands deutscher Banken. Auch dort ist Cryan sein Vorgänger.

Größter Anbieter von Publikumsfonds

In Deutschland waren 2020 rund 37.300, weltweit rund 84.700 Mitarbeiter für die Deutsche Bank tätig. Mit der Sparte DWS Investments ist die Deutsche Bank aufgrund des Marktanteil von etwa 26 Prozent der größte Anbieter von Publikumsfonds in Deutschland. Beim Gehalt für den Vorstandsvorsitzenden liegt das Unternehmen mit 4,29 Millionen Euro auf Rang 16 (2019: 4,41).

Platz 15: Carsten Knobel (Henkel)

Carsten Knobel ist seit Januar 2020 als Vorstandsvorsitzender, also CEO, von Henkel tätig. Zuvor war er bereits seit 2012 Teil des Vorstands und verantwortete die Bereiche Finanzen, Einkauf und Integrated Business Solutions. Sein CEO-Gehalt betrug 2020 4,76 Millionen Euro (2019: 6,92)

Henkel hat Standorte in 79 Ländern

Der Hauptsitz der Henkel AH & Co. KGaA ist Düsseldorf-Holthausen. Der börsennotierte Produzent von Proukten in Geschälftsfeldern wie Wasch- und Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe erzielte 2020 einen Umsatz von rund 19,3 Milliarden Euro. Henkel beschäftigt 52.950 Mitarbeiter mit 125 Nationalitäten in 79 Ländern.

Platz 14: Oliver Zipse (BMW)

Oliver Zipse* hat bereits sein gesamtes Berufsleben bei der BMW AG verbracht. 1991 startete er als Trainee im Bereich Entwicklung, Technische Planung und Produktion. Bevor er zum Vorstandsvorsitzenden wurde war er zuletzt für das Ressort Produktion verantwortlich. Sein Gehalt betrug 2020 5,13 Millionen Euro (2019: 4,48).

2,26 Millionen produzierte Fahrzeuge im Jahr 2020

Gegründet wurde BMW im Jahr 1916. Heute beschäftigt das Unternehmen 120.726 Mitarbeiter und verzeichnete 2020 einen Umsatz von 99 Milliarden Euro. Damit gehört es zu den größten Wirtschaftsunternehmen Deutschlands. Zudem ist BMW* einer der 15 größten Autohersteller der Welt.

Platz 13: Werner Baumann (Bayer)

Werner Baumann arbeitet seit dem 1. Mai 2016 als Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. Somit verantwortete er die umstrittene Übernahme des US-amerikanischen Saatgutspezialisten Monsanto durch Bayer. Aus diesem Grund zeichnete ihn der Naturschutzbund Deutschland Im Dezember 2016 mit dem Negativpreis Dinosaurier des Jahres aus.

Bayer - nicht nur bekannt wegen Monsanto, sondern auch aus dem Fußball

Für seinen Posten erhielt er 2020 5,30 Millionen Euro (2019: 5,46). Neben ihm gibt es weitere rund 99.500 Mitarbeiter in dem börsennotierten Chemie- und Pharmakonzern. 2020 lag der Umsatz des Konzerns, der sich aus den Bereichen Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science zusammensetzt, bei rund 41,4 Milliarden Euro. Bekannt ist der Name Bayer auch aufgrund der Fußballmannschaft Bayer 04 Leverkusen, der das Unternehmen seinen Namen leiht.

Platz 12: Dominik von Achten (Heidelberg Cement)

Dominik von Achten ist seit 2007 Vorstandsmitglied von HeidelbergCement. Seit dem 1. Februar 2020 ist er Vorstandsvorsitzender. Sein Vorgänger ist Bernd Scheifele. 2020 kosteten die CEOs Heidelberg Cement 5,78 Millionen Euro (2019: 7,95).

Baustoffkonzern machte 2020 mehr als 17 Milliarden Euro Umsatz

Die Heidelberg Cement AG ist ein Baustoffkonzern und international führend in den Bereichen Zuschlagstoffen und Transportbeton. Bei Zement ist das Unternehmen Nummer zwei. Insgesamt beschäftigt Heidelberg Cement 53.122 Mitarbeiter.

Platz 11: Rolf Martin Schmitz (RWE)

Rolf Martin Schmitz studierte von 1976 bis 1981 an der RWTH Aachen Ingenieurwissenschaft. 1985 promovierte er dort am Lehrstuhl für Wärmeübertragung und Klimatechnik. Seit 2016 ist er Vorstandsvorsitzender der RWE AG. Sein Gehalt lag 2019 bei 5,06 Millionen Euro, 2020 dann schon bei 5,86 Millionen Euro.

Vom kleinen Elektrizitätswerk zum internationalen Konzern

Die RWE AG wurde 1898 als Stadtwerk in Essen mit dem Namen Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk gegründet. Am Umsatz gemessen war das Unternehmen zeitweise der zweitgrößte Versorger Deutschlands.

Platz 10: Theodor Weimer (Deutsche Börse)

Theodor Weimer steht seit Januar 2018 an der Spitze der Deutschen Börse. Davor war er lange als Sprecher des Vorstands der Unicredit Bank AG tätig. Seine Karriere startete Weimer 1988 bei McKinsey & Company. 2020 lag sein Gehalt bei 5,93 Millionen Euro im Jahr. Im Vergleich zu 2019...

Deutsche Börse ist selbst im DAX gelistet

... bedeutete das für Weimer sogar ein ordentliches Plus: 5,02 Millionen Euro waren es da gewesen. Die Deutsche Börse AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main und zugleich eine der größten Börsenorganisationen der Welt. Die Gruppe organisiert Märkte für Investoren, die Kapital anlegen, und für Unternehmen, die Kapital aufnehmen. Das Unternehmen, das selbst im DAX gelistet ist, machte 2019 einen Umsatz von 2,936 Milliarden Euro.

Platz 9: Oliver Bäte (Allianz)

Oliver Bäte ist seit dem 7. Mai 2015 Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. Er übernahm den Posten von Michael Diekmann. Bäte studierte nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann Betriebswirtschaftslehre in Köln und New York und arbeitete lange für die Unternehmensberatung McKinsey. Vor seiner Berufung an die Spitze war er sieben Jahre lang Mitglied des Vorstands der Allianz SE.

Allianz wurde bereits 1890 gegründet

Die Allianz wurde bereits 1890 ins Leben gerufen. Die Geschichte begann in Berlin als regionaler Anbieter von Unfall- und Transportversicherungen. Heute beschäftigt die Allianz mehr als 150.000 Mitarbeiter und ist als globaler Versicherer und Vermögenverwalter tätig. 2020 lag der Umsatz bei 140,5 Milliarden Euro, das Jahresgehalt von Bäte bei 6,39 Millionen Euro (2019: 5,95).

Platz 8: Rolf Buch (Vonovia)

Rolf Buch kam 2013 als Vorstandsvorsitzender zur Vonovia. Damals hieß das Wohnungsunternehmen noch Deutsche Annington. Eigentlich wollte er Fabrikdirektor werden. Er begann nach dem Studium von Maschinenbau und BWL seine Laufbahn im Druck- und Industriebereich von Bertelsmann. Acht Jahre später war Buch Vorsitzender der Geschäftsführung der Bertelsmann Services Group.

Vonovia gehören 400.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich

Vonovia mit Sitz in Bochum gehören mehr als 400.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich. Der Immobilienkonzern Deutsche Annington übernahm 2015 die Immobiliengruppe Gagfah und nannte sich in Vonovia um. Seit 2015 ist Vonovia auch Bestandteil des DAX. 2019 setzte der Konzern 3,092 Milliarden Euro um. Buchs Jahresgehalt belief sich 2020 auf 6,45 Millionen Euro (2019:5,79).

Platz 7: Johannes Teyssen (Eon)

Johannes Teyssen wurde bereits zum 1. Mai 2010 Vorstandsvorsitzender der E.ON SE. Mitgleid des Vorstands war der Volkswirt schon seit 2004. Zum 1. April 2021 kam es zu einem Stabswechsel: Teyssen, der in 2020 6,93 Millionen Euro (2019: 6,41) Jahresgehalt einstrich, wurde von Leonhard Birnbaum abgelöst.

Eon ist nicht mehr in erneuerbaren Energien tätig

Die börsennotierte E.ON SE mit Hauptsitz in Essen sieht sich als internationales Energieunternehmen, das sich auf intelligente Stromnetze und Kundenlösungen fokussiert. Das Unternehmen ist hauptsächlich in den Bereichen Energienetze und Energiedienstleistungen tätig. Die erneuerbaren Energien gab Eon an RWE ab. Es beschäftigt fast 80.000 Menschen und machte im Jahr 2019 einen Umsatz von 48,48 Milliarden Euro.

Platz 6: Tim Höttges (Telekom)

Tim (Timotheus) Höttges kam 2000 zum Konzern. Er stieg als Geschäftsführer Finanzen und Controlling der damaligen T-Mobile ein. Nur zwei Jahre später stieg er zum Finanzvorstand auf. Von Ende 2006 bis 2009 leitete Höttges* den Bereich T-Home im Konzernvorstand. Bis zu seiner Berufung zum Vorstandsboss der Deutsche Telekom AG im Januar 2014 war er seit 2009 Finanzvorstand.

Deutsche Telekom ist Europas größter Telekommunikationskonzern

Die Deutsche Telekom AG ist die Nummer eins in Deutschland und auch Europas größtes Tele­kommunikations­unternehmen. Mit gut 80 Milliarden Euro Umsatz ist der 1995 gegründete Konzern auch weltweit dick im Geschäft. Die Deutsche Telekom* beschäftigt rund 210.000 Mitarbeiter und hatte im März 2021 einen Börsenwert von ca. 78 Milliarden Euro. Höttges‘ Jahressalär belief sich 2020 auf stolze 7,26 Millionen Euro (2019: 6,13).

Platz 5: Herbert Diess (Volkswagen)

Herbert Diess* ist seit dem 13. April 2018 Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG. Der promovierte Ingenieur war bereits bei BMW in der Autobranche tätig. Zu den Münchnern kam er 1996, 2007 wurde er in den Vorstand der BMW AG berufen. Zum 1. Juli 2015 wechselte Diess in den Vorstand der Volkswagen AG.

Volkswagen ist heute der größte Autobauer der Welt

Volkswagen wurde 1937 als „Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH“ in Berlin gegründet. Der Hauptsitz befindet sich heute in Wolfsburg. Schon 1960 wurde die Volkswagenwerk GmbH in eine AG umgewandelt. Inzwischen ist die Volkswagen AG* zum größten Automobilhersteller der Welt gereift. Der Umsatz betrug im Jahr 2020 knapp 223 Milliarden Euro. Diess verdiente im selben Jahr 7,70 Millionen Euro (2019: 8,40).

Platz 4: Rice Powell (Fresenius Medical Care)

Der US-Amerikaner Rice Powell ist seit dem 1. Januar 2013 Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care und bis 2022 bestellt. Der studierte Biologe ist seit 1997 in unterschiedlichen Positionen im Konzern tätig. Powell konnte sich im Jahr 2020 um ein im Vergleich zum Vorjahr fast doppelt so hohes Gehalt freuen.

Fresenius ist der weltgrößte Anbieter für Dialysegeräte

Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA mit operativem Sitz in Bad Homburg vor der Höhe ist der weltgrößte Anbieter für Dialysegeräte und profitiert von einer stetig wachsenden Nachfrage. Weil Menschen mit Nierenversagen die lebensnotwendige Behandlung nicht aufschieben können, kommt das Unternehmen auch solide durch die Coronakrise*. Weltweit beschäftigt Fresenius gut 125.000 Mitarbeiter, 2020 machte der Konzern knapp 18 Milliarden Euro Umsatz. Powell verdiente 8,26 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es „nur“ 4,89 Millionen Euro.

Platz 3: Stefan Oschmann (Merck)

Stefan Oschmann übernahm Ende April 2016 das Amt des Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Merck. Zuvor war der promovierte Veterinärmediziner als stellvertretender Vorsitzender für die strategische Ausrichtung des Konzerns verantwortlich. Seine berufliche Tätigkeit startete Oschmann bei einer Behörde der Vereinten Nationen. Über den Verband der Chemischen Industrie und dem US-Pharmaunternehmen MSD kam er zu Merck.

Merck wurde schon im Jahr 1668 gegründet

Die Merck KGaA ist ein deutsches Pharma- und Chemieunternehmen mit Sitz in Darmstadt. Merck, das bereits 1668 gegründet wurde, stellt weltweit an zahlreichen Standorten Medikamente her. Der Konzern arbeitet auch an Technologien zur Genom-Editierung und an Geräten zur Behandlung von Krankheiten. Für Merck sind gut 58.000 Mitarbeiter tätig. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen in 66 Ländern einen Umsatz von 16,2 Milliarden Euro. Oschmann kassierte im Jahr 2020 9,27 Millionen Euro (2019: 10,56).

Platz 2: Joe Kaeser (Siemens)

Joe Kaeser war bis 3. Februar 2021 Vorstandsboss der Siemens AG. Inzwischen wurde der Betriebswirt aus Niederbayern durch Roland Busch ersetzt. Vor seiner Berufung zum Vorstandsvorsitzenden war Kaeser seit 2006 Finanzvorstand von Siemens. Nach dem Ende als CEO wechselte er als Aufsichtsratsvorsitzender zur Siemens Energy AG.

Siemens ist in 190 Ländern vertreten

Siemens ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Weil er in vielen Bereichen wie etwa der Automatisierung und Digitalisierung in der Industrie, bei Mobilitätslösungen für den Schienen- und Straßenverkehr sowie in der Medizintechnik tätig ist, wird er auch als Mischkonzern bezeichnet. Siemens hat allein in Deutschland 125 Standorte und ist in 190 Ländern vertreten. 293.000 Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Im Geschäftsjahr 2020 machte Siemens 57 Milliarden Euro Umsatz. Kaeser verdiente nach (14,25 Millionen Euro im Jahr 2019) immerhin noch stolze 9,27 Millionen Euro in 2020.

Platz 1: Frank Appel (Deutsche Post)

Frank Burkhard Bernhard Appel ist seit 2002 Mitglied des Vorstands und seit Februar 2008 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG. Der promovierte Chemiker ist bis Oktober 2022 als CEO bestellt. Appel, der 2018 sogar in den Aufsichtsrat von Adidas gewählt wurde und nur ein Jahr später schon wieder ausschied, sammelte erste Management-Erfahrungen bei McKinsey. Der gebürtige Hamburger war 2020 der bestbezahlte CEO eines Dax*-Unternehmens.

Deutsche Post AG beschäft mehr als eine halbe Million Mitarbeiter

Die Deutsche Post AG mit Sitz in Bonn ging 1995 aus der früheren Behörde Deutsche Bundespost hervor. 1999 wurde die Privatisierung des einstigen Staatsunternehmens eingeleitet, der Börsengang erfolgte im November 2000. Seit 2015 fokussiert sich die Deutsche Post AG auf zwei Kerngeschäfte: das internationale Logistikgeschäft und das Postgeschäft in Deutschland. 2020 setzte der Konzern mit 572.000 Mitarbeitern knapp 67 Milliarden Euro um. Appel verdiente als CEO 10,03 Millionen Euro (2019: 9,73). *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Kommentare