Mario Draghi
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Mario Draghi

Ein Mann der klaren Worte

Mario Draghi ist um klare Worte nie verlegen. Eine Auswahl von Zitaten des EZB-Präsidenten: „Glaubwürdigkeit zu gewinnen ist ein langer und mühsamer Prozess.

Mario Draghi ist um klare Worte nie verlegen. Eine Auswahl von Zitaten des EZB-Präsidenten:

„Glaubwürdigkeit zu gewinnen ist ein langer und mühsamer Prozess. Sie zu erhalten ist eine ständige Herausforderung.“ (Draghi bei seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt am 3.11.2011 in Frankfurt)

„Die EZB ist bereit, im Rahmen ihres Mandats alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir: Es wird genug sein.“ (Draghi am 26.7.2012 in London)

„Der EZB-Rat erwartet, dass die Zinssätze der EZB für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau oder darunter bleiben werden.“ (Draghi legte sich nach der EZB-Sitzung vom 4.7.2013 erstmals in der Geschichte der Notenbank auf künftige Zinsentscheidungen fest.)

„Ich bin sehr bewegt von Helmut Schmidts Worten und sollte dafür wirklich dankbar sein. Komplimente sind Mangelware in diesen Tagen.“ (Draghi am 7.11.2013 in Hamburg. Schmidt hatte gesagt, auf Draghi könne man sich verlassen.)

„Die Zinssätze, die wir festlegen, gelten für Banken, nicht für die Menschen. Die Behauptung, wir wollten Sparer enteignen, ist völlig falsch.“ (Draghi am 5.6 2014 in Frankfurt)

„Ich komme mir vor, wie bei einem Marathon, wo die Läufer sich schon nach einem Kilometer fragen, ob sie den Lauf wirklich beenden wollen.“ (Draghi am 15.4.2015 als Reaktion auf Spekulationen, wonach die erst vor einem Monat begonnenen Anleihe-Käufe gedrosselt werden könnten.

„Wir tun noch mehr, weil das bisher Getane funktioniert – nicht weil das bisher Getane nicht funktioniert hat.“ (Draghi am 3.12.2015 in Frankfurt, nachdem der EZB-Rat die Ausweitung der Anleihe-Käufe beschlossen hatte.)

„Wären wir der ,Nein-zu-allem-Strategie‘ unserer Kritiker gefolgt, hätten wir nun eine desaströse Deflation.“ (Draghi am 10.3.2016 in Frankfurt, nachdem der EZB-Rat seinen Krisenkurs gerade massiv verschärft hatte: Nullzins, höhere Strafzinsen für Banken und mehr Milliarden für Anleihen-Käufe.)

„Geldpolitik war die einzige Politik in den vergangenen vier Jahren, die das Wachstum unterstützt hat.“ Und: „Ich kann den Banken und Versicherungen nur raten: Widerstehen Sie der Versuchung, die Geldpolitik für alles verantwortlich zu machen, was bei Ihnen in den vergangenen Jahren falsch gelaufen ist.“ (Draghi nach der EZB-Ratssitzung am 21.4.2016 in Frankfurt.)

„Unter dem Strich geht es den Sparern, Arbeitnehmern, Unternehmern, Rentnern und Steuerzahlern im gesamten Eurogebiet – auch in Deutschland – dank unserer Maßnahmen besser, und zwar jetzt und in Zukunft.“ (Draghi am 28.9.2016 im Deutschen Bundestag.) dpa/pan

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