1. Startseite
  2. Wirtschaft

Porsche ruft 43.000 Sportwagen in die Werkstatt - Tesla-Fahrer lachen sich schlapp

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Schmidtutz

Kommentare

Mitarbeiter der Porsche AG haben in der Produktion des batterieelektrische angetriebenen Sportwagens Porsche Taycan einen Mundschutz an.
Porsche Taycan: Der Luxus-Sportwagen wartet mit atemberaubenden Fahrleistungen auf. © Marijan Murat/dpa

Porsche muss den Taycan in die Werkstatt zurückrufen. Wegen fehlerhafter Software kann der Antrieb des E-Sportler unvermittelt ausfallen. Bei Tesla-Fans sorgt das für Erheiterung.

Stuttgart - Wegen eines möglichen Verlusts der Antriebsleistung muss Porsche* weltweit 43.000 Fahrzeuge seines Elektro-Topmodels Taycan in die Werkstatt zurückrufen. Bei den betroffenen Fahrzeugen bestehe die Möglichkeit, dass sich in bestimmten Fällen der Antrieb abschalte, teilte die Volkswagen*-Tochter am Freitag in Stuttgart mit.

Der Rückruf hatte sich bereits in den vergangenen Monaten angebahnt. Erst im Mai hatte die US-Verkehrsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) nach mehreren Ausfällen bei Porsche Taycan-Modellen erklärt, „ein Ladungsverlust in der 12-Volt-Batterie“ könne „das gesamte elektrische System deaktivieren und den Betrieb des Fahrzeugs verhindern“.

Nach ersten Erkenntnissen der NHTSA kann es offenbar in allen Geschwindigkeitsbereichen zum vollständigen Ausfall der Antriebsleistung kommen. Der Luxus-Sportwagen (Porsche Slogan: „Performance auf Knopfdruck“) bleibt dann einfach stehen. Laut Porsche könne der Fahrer aber weiter bremsen. Auch sei es bisher zu keinen Unfällen oder Sachschäden gekommen, betonte das Unternehmen.

Porsche Taycan: In Deutschland sind 3400 Fahrzeuge betroffen

Um den Fehler zu beheben, müssen die Fahrzeuge nun in die Werkstatt zurück. Dort würde die Software der Leistungselektronik und des Motorsteuergeräts überprüft und aktualisiert. In Deutschland werden etwa 3400 Autos zurückgerufen.

Erst vor wenigen Tagen hatte auch Tesla*in China mit Software-Problemen zu kämpfen. Laut der zuständigen Behörden soll es bei insgesamt rund 285.000 Model 3 und Model Y die Gefahr einer unabsichtlichen Aktivierung des Assistenzsystems gegeben haben. Dies könne zu einer plötzlichen Beschleunigung führen, hatten die chinesischen Behörden bemängelt. Tesla entschuldigte sich umgehend bei seinen Kunden. Doch statt eines Rückrufs in die Werkstatt will der E-Autopionier den Fehler per Software-Update über das Internet (Over-The-Air) beheben.

Porsche Taycan: Tesla-Fanboys lästern

Porsche muss die Fahrzeuge dagegen zum Software-Update in die Werkstatt zurückrufen. Bei Tesla-Fans sorgt das für Gespött. „Was nützen 800 Volt, wenn die Software Grütze ist? Nicht aufgeben, VW/Porsche. Ihr schafft das schon noch mit der Software“, “, lästerte etwa ein User auf dem Portal Teslamag. Statt Over-The-Air-Updates gebe es bei Porsche die neue Software eben „OTW, also Over-The-Werkstatt“, ätzte ein anderer. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare