Luxuskarossen

Rolls-Royce-Chef: Corona-Todesfälle kurbeln Absatz an

  • Panagiotis Koutoumanos
    VonPanagiotis Koutoumanos
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Frankfurt. Der britische Luxusauto-Hersteller Rolls-Royce hat im vergangenen Jahr so viele Pkw verkauft wie noch nie in seiner 117jährigen Geschichte: Der Absatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 49 Prozent - insgesamt gingen 5586 Karossen an Käuferinnen und Käufer in aller Welt, wie die BMW-Tochter am Montag mitteilte. Dabei sei das Durchschnittsalter der Käufer auf 43 Jahre gesunken, hieß es.

Das 2021 sei ein "phänomenales Jahr" für Rolls-Royce gewesen, erklärte Unternehmenschef Torsten Müller-Ötvös in einem Pressegespräch. "Sehr viele Menschen mussten erleben, wie in ihrem Umfeld Menschen an Covid sterben. Das lässt viele von ihnen denken, dass das Leben kurz sein kann und man sein Leben lieber jetzt leben sollte als das auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Auch das hat Rolls-Royce deutlich geholfen", berichtete Müller-Ötvös. Weltweit hat die Covid-Pandemie bislang rund 5,5 Millionen Opfer gefordert.

Nach Angaben von Rolls-Royce stieg der Absatz in allen großen Märkten. In Nordamerika und China verkauft der Autobauer rund 30 Prozent mehr Fahrzeuge; in Europa wurde circa 20 Prozent mehr ausgeliefert und im Nahen Osten rund zehn Prozent. Neben dem Model Ghost und dem Spitzenmodell Phantom sei auch das SUV Cullinan sehr erfolgreich gewesen, hieß es. Bislang verkauft Rolls-Royce ausschließlich 12-Zylinder-Benzinmotoren. Das erste Elektroauto - der Spectre - soll ab Ende kommenden Jahrs vom Band laufen. Von 2030 an will Rolls-Royce nur noch Elektro-Autos verkaufen - auch Konkurrent Bentley, eine Tochtergesellschaft von VW, hat dieses Jahr als Schlussdatum für Benziner angekündigt. Dann ist in Großbritannien der Verkauf von Benzinern ohnehin verboten. pan

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