Situation in Hessen

In Hessen nahm 2015 fast jeder siebte Bürger (13,2 Prozent) über 25 Jahren mindestens einmal jährlich an einer allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung teil.

In Hessen nahm 2015 fast jeder siebte Bürger (13,2 Prozent) über 25 Jahren mindestens einmal jährlich an einer allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung teil. Der langfristige Trend ist damit zwar rückläufig (2012: 14,9 Prozent), doch liegt Hessen immer noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt der am Dienstag in Gütersloh veröffentlichte Deutsche Weiterbildungsatlas 2018, für den das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung Daten des Mikrozensus ausgewertet hat. Einen stärkeren Weiterbildungshunger zeigen demnach nur noch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Während sich in Darmstadt und Marburg-Biedenkopf mehr als 20 Prozent der Einwohner fortbilden, sind es im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und im Werra-Meißner-Kreis nicht mal 9 Prozent. 6,2 Prozent der Geringqualifizierten und 8,3 Prozent der Armen bilden sich in Hessen zwar im Bundesvergleich überdurchschnittlich fort, doch liegen auch diese Werte deutlich unter denen der übrigen Wohnbevölkerung. Etwa ein Drittel der Unterschiede bei den Weiterbildungsquoten lässt sich den Angaben zufolge durch die regionale Sozial- und Wirtschaftsstruktur erklären. So führten zum Beispiel ein hoher Bildungsgrad der Bevölkerung und eine gute wirtschaftliche Lage dazu, dass sich mehr Menschen weiterbilden. Zwei Drittel der Unterschiede würden jedoch durch andere Aspekte wie den Umfang des Weiterbildungsangebots beeinflusst.

( epd)

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