Finanzinstitut setzt Wachstumskurs fort

Taunus Sparkasse hält an Filialnetz fest

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Die Vermögensbildung seiner Kunden sieht das regionale Finanzinstitut als seine Kernaufgabe an. Bei den Öffnungszeiten der Filialen könnte es Änderungen geben.

Die Taunus Sparkasse blickt optimistisch in die Zukunft, denn die Zahlen stimmen. Jedenfalls aus Sicht ihres Chefs Oliver Klink. Das Institut habe seinen „Wachstumskurs“ fortsetzen und sein Eigenkapital weiter stärken können, so Klink auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz der Sparkasse. So stieg die Bilanzsumme im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 167 Millionen Euro auf 4,9 Milliarden Euro. 2015 wies diese Position noch 4,7 Milliarden Euro aus. Auch bei den Kundeneinlagen ging es für das Geldinstitut bergauf. Hier kletterte das Volumen im vergangenen Jahr auf 3,8 Milliarden Euro. Das waren über 181 Millionen Euro mehr als im Jahr 2015. „Vermögensbildung“ beschrieb Klink in diesem Zusammenhang deshalb als „eine Kernaufgabe“ der Sparkasse.

Das Kreditgeschäft steigert das Institut nach Angaben von Klink im Jahr 2016 um 118 Millionen Euro auf 3,8 Milliarden Euro (2015: 3,6 Milliarden Euro). Auch ihre Eigenkapitalposition habe die Sparkasse weiter gestärkt. „Die Anforderungen der Aufsichtsbehörden an die Eigenmittel von Instituten steigen. Aus diesem Grund haben wir zur Stärkung des Kernkapitals 17,5 Millionen Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken“, sagte Klink. Stolz ist der Sparkassenchef darauf, dass sein Institut in der Region verankert sei. Ein Indiz ist für ihn dabei die Wertschöpfung, die erwirtschaftet werde. Das seien 75 Millionen Euro im vergangenen Jahr gewesen, rechnet Klink vor. Weiteres Indiz für die regionale Verbundenheit ist für ihn die Präsenz in der Fläche. Derzeit gebe es 73 Standorte der Taunus Sparkasse. Seit 2012 habe man keine Filiale und Zweigstelle geschlossen und habe auch keine konkreten Schließungspläne, betont Klink. Das Institut behält sich aber vor, die Öffnungszeiten dieser Standorte bei Bedarf zu ändern. „Filialen sind kein notwendiges Übel, sie bleiben ein Kernelement für die Taunus Sparkasse“, so Klink weiter.

Einen großen Stellenwert räumt Klink derzeit der Modernisierung der Filialen ein. In Eschborn und Hochheim sei das bereits geschehen. Im Juli sei die Modernisierung der Filiale Friedrichsdorf abgeschlossen. Zurzeit werde darüber hinaus das Sparkassen-Gebäude in der Bad Homburger Ludwig-Erhard-Anlage umgebaut. Das Ziel dabei: Durch die räumliche Nähe „die Vernetzung der Mitarbeiter sowie der Bereiche untereinander zu sichern“. Über die Kosten dieser umfangreichen Projekte hüllte sich Klink vorerst in Schweigen.

Bei einem anderen wichtigen Thema zeigt die regionale Sparkasse ebenfalls Zurückhaltung. Dabei geht es um das für die Anleger nicht unerhebliche Thema der sogenannten Negativzinsen. Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sind mittlerweile nicht wenige deutsche Banken dazu übergegangen, ihren Kunden ab einer gewissen Einlagenhöhe einen „Strafzins“ aufzubürden. Klink dazu: Die Sparkasse werde von ihren Kunden keine Negativzinsen verlangen beziehungsweise die ihr auferlegten Negativzinsen an die Kunden weitergeben.

Auch an der Gebührenschraube für ihre Dienstleistungen will die Sparkasse laut ihres Chefs nicht drehen. Aber Anpassungen seien auf diesem Feld auch nicht gänzlich ausgeschlossen, ließen die Sparkassenchefs wissen. Die Tatsache, dass Geldautomaten immer wieder von Kriminellen in die Luft gesprengt werden, lässt die Sparkasse zu Gegenmaßnahmen greifen. Das Institut mit seinen 860 Mitarbeitern sei eines der ersten gewesen, das von Vorfällen dieser Art betroffen gewesen sei, so Klink.

Deshalb habe man schnell handeln müssen. Mittlerweile kommen spezielle Methoden zum Einsatz, die den „Automatensprengern“ den Spaß an der Beute richtig verderben könnten.

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