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Ukraine-News: Rubel statt Dollar - Russische Staatspleite rückt näher

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Kreml: Russland will eigentlich fällige Dollar-Zahlungen für Anleihen in Rubel begleichen. Damit rückt die Staatspleite immer näher.
Kreml: Russland will eigentlich fällige Dollar-Zahlungen für Anleihen in Rubel begleichen. Damit rückt die Staatspleite immer näher. © Mikhail Metzel/Imago

Russland will fällige Dollar-Zahlungen an seine Gläubiger nur noch in Rubel bedienen. Damit droht dem Land der erste Zahlungsausfall seit 1917.

Moskau - Russland hat am Mittwoch erstmals zwei Anleihen nicht in Dollar, sondern in Rubel bezahlt. Damit rückt eine russische Staatspleite immer näher.

Angesichts der Sanktionen der EU*, der USA sowie weiterer westlicher Länder wegen des Ukraine-Kriegs* will Russland Zahlungen für Fremdwährungsanleihen auch künftig in Rubel begleichen, machte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow deutlich: „Russland hat alle notwendigen Ressourcen, um seine Schulden zu bedienen. Wenn diese Blockade fortgesetzt wird und die Zahlungen zur Bedienung der Schulden blockiert werden, könnten sie in Rubel erfolgen.“

Ukraine-News: US-Finanzministerium erhöht den Druck

Zuvor hatte das Finanzministerium entschieden, die fälligen Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar der bis 2022 und 2042 laufenden Staatsanleihen nicht wie vorgesehen in US-Dollar, sondern in der Landeswährung zu begleichen.

Laut Experten hat das Riesenreich jetzt noch 30 Tage Zeit, um die fälligen Zahlungen in US-Dollar zu bezahlen.  Sollte diese Frist verstreichen, bedeute dies den „formalen Zahlungsausfall Russlands bei Auslandsschulden“, schrieb der Russland-Experte Gerhard Mangott von der Uni Innsbruck am Mittwoch auf Twitter.

Ukraine-News: Russland droht erster Zahlungsausfall seit 1917

Bislang konnte Russland fällige Zahlungen noch über eigene Devisenreserven bei US-Banken begleichen. Dies ist nach einer gerade erlassenen Anordnung des US-Finanzministeriums nun aber nicht mehr möglich. Sollte der Kreml bei seiner harten Haltung bleiben, droht Russland der erste Zahlungsausfall seit 1917. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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