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Unilever hat Preise schon um 8,3 Prozent erhöht

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Von: Panagiotis Koutoumanos

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Lebensmittel, Waschmittel und Hygieneartikel sind deutlich teurer

Frankfurt/London -Wie seine Wettbewerber Procter & Gamble und Nestlé hat auch der Konsumgüter-Hersteller Unilever seine Preise im ersten Quartal deutlich erhöht, und zwar um 8,3 Prozent. In Deutschland vertreibt der Londoner Konzern Lebensmittel-Marken wie Knorr, Pfanni, oder Langnese-Eiscreme, Waschmittel wie Coral, Viss und Domestos sowie Hygiene-Artikel wie Rexona, Axe und Dove-Seife. Dabei sind nach Angaben des Konzerns die Preise in der Waschmittel- und Reinigungsparte mit einem Anstieg von 12,5 Prozent besonders kräftig gestiegen.

Doch während Nestlé (Maggi, Nescafé, Vittel) und Procter & Gamble mit Marken wie Ariel, Blend-a-med, Braun oder Gillette gleichwohl ihren Absatz gesteigert haben, hat Unilever von Januar bis März ein Prozent weniger Güter verkauft. So stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal lediglich um 7,3 Prozent. "Zwar sind wir uns des Preisdrucks auf die Verbraucher durchaus bewusst", sagte Vorstandschef Alain Jope. "Aber angesichts der erheblich teurer gewordenen Rohstoffe, denken wir, dass dies der richtige Schritt ist." Unilever erwartet nun für dieses Jahr Kostensteigerungen von 4,8 Milliarden: Davon entfallen laut Konzern 2,7 Milliarden Euro auf das zweite Halbjahr. Um die höheren Rohstoff-Kosten nicht vollständig auf die Kunden weitergeben zu müssen, habe das Unternehmen nun damit begonnen, Inhaltsstoffe wie Öle durch preiswertere Alternativen zu ersetzen, sagte Jope. Trotzdem rechnet er damit, die Produktpreise weiter erhöhen zu müssen.

Seine Gewinnprognose für das laufende Jahr senkte der Konzernvorstand nur minimal. Demnach werde die operative Marge voraussichtlich am unteren Ende der erwarteten Spanne von 16 bis 17 Prozent liegen. Das organische Umsatzwachstum sieht der Konsumgüter-Hersteller am oberen Ende der erwarteten 4,5 bis 6,5 Prozent. pan

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