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Aldi, Edeka, Rewe und Co.: Welche Lebensmittel jetzt knapp und teuer werden

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Lieferengpässe bei Aldi, Rewe, Edeka und Co.: Wegen Hamsterkäufen werden einige Lebensmittel in den Supermarktregalen bald knapp und teurer.

Kassel – In Deutschland sorgen Hamsterkäufe für vereinzelt leere Regale bei Discountern wie Aldi, Lidl und Edeka. Hinter den Einkäufen steckt offenbar die Angst, keine Lebensmittel für den eigenen Haushalt zu bekommen.„Gleichzeitig haben die Verbraucher im Kopf, dass alles teurer wird, daher wollen sie sich noch zu möglichst billigen Preisen bevorraten“, vermutet ein Sprecher der SB-Warenhauskette Real gegenüber der Tageszeitung Welt.

Große Lieferprobleme gibt es weiterhin beim Sonnenblumenöl. „Da ist die Versorgungslage unverändert schwierig und angespannt“, teilt die Rewe-Group, zu der auch der Discounter Penny gehört, mit. Diese Engpässe bleiben wohl auf absehbare Zeit bestehen. „Bei Sonnenblumenöl ist die Produktion rückläufig, daher wird es weiter aus den Regalen verschwinden“, sagt Gerhard Brankatschk, der Geschäftsführer des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID).

Aldi, Rewe und Co.: Keine Lieferengpässe bei Mehl in Deutschland

Deutschlands Händler suchen auf dem Markt nach Alternativen. Beispielsweise meldet Rewe, dass Sonnenblumenöl nun unter anderem aus Italien und Ungarn bezogen wird. Dennoch sind Lücken in den Regalen weiter vorprogrammiert. Auch Lidl hatte zuletzt von Lieferengpässen berichtet.

Aldi, Rewe, Edeka und Co.: Einige Produkte und Lebensmittel werden bald knapp. (Symbolfoto)
Aldi, Rewe, Edeka und Co.: Einige Produkte und Lebensmittel werden bald knapp. (Symbolfoto) © Rene Traut/dpa

Anders als Sonnenblumenöl ist Mehl nicht knapp in Deutschland, versichert zumindest der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS): „So lange die Brotregale voll sind, ist auch Mehl vorhanden“, sagt Geschäftsführer Peter Haarbeck gegenüber Welt. Und das sei überall der Fall.

Deutschland versorge sich bei den sogenanntem Brotgetreide selbst und beziehe keine Waren aus Russland oder der Ukraine. Für Weizen liege der Selbstversorungsanteil bei 130 Prozent. „Die Versorgung mit Mehl ist sichergestellt“, sagt Haarbeck. „Die Mühlen haben genügend Getreide gelagert und bekommen auch ausreichend Nachschub“.

Bei Edeka, Aldi und Co. fehlt Mehl: Hamsterkäufe sind Grund für Lieferschwierigkeiten

Dass Mehl dennoch in Regalen fehlt, liege nur an den Hamsterkäufen. „Das notwendige Mehl ist da. Die Verpackungsmaschinen für die klassischen Ein-Kilogramm-Tüten arbeiten aber am Limit. Das Mehr kommt also nicht schnell genug in die Verpackung und damit in die Läden“, sagt Branchenvertreter Haarbeck.

Die Anzeichen häufen sich, dass sich die Versorgungssituation entspannt. „Bei Mehl normalisiert sich die Lage zunehmend“, berichtet der Händler Real. Auch der VGMS rechnet mit gefüllten Mehl-Regalen. „Es gibt keinen Grund für Panik“, meint Haarbeck.

Bei den Dosentomaten hingegen zeichnen sich in den kommenden Monaten Lieferschwierigkeiten ab. Einige Lieferanten berichten bereits von Lieferkürzungen, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Grund für die Engpässe seien steigende Energiepreise und Lieferprobleme bei Verpackungen wie Flaschen und Dosen.

Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Co.: Milchprodukte werden teurer

Dazu würden einige Landwirte in Italien zurzeit auf lukrativere Feldfrüchte umstellen – wie Futtermais, Brotweizen und Hartweizen. Italien ist der mit Abstand wichtigste Lieferant von Tomaten, die für den deutschen Markt in Konserven abgefüllt werden. Zudem haben Konserven-Hersteller Preiserhöhungen angekündigt.

Auch bei Milchprodukten hatte es in den vergangenen Wochen einen kontinuierlichen Preisanstieg gegeben. Nun gibt es den nächsten Sprung: Die Preisspanne liegt im Handel mittlerweile bei 3,09 bis 3,39 Euro. Und: Die Preisspirale könnte sich noch weiterdrehen angesichts hoher Energie- und Rohstoffpreise, vermuten Branchenexperten. (Jan Wendt)

Jetzt hat sich eine Kaufland-Kundin mit einem Post über Speiseöl blamiert.

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