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Leere Regale nach Hamsterkäufen in der Corona-Krise

Überrannte Läden in der Krise

Corona-Hamsterkäufe: Moderatorin platzt der Kragen - „weil irgendein Depp ...“

Toilettenpapier-und-Nudel-Hamsterkäufe in der Corona-Krise reißen nicht ab - eine Moderatorin will jetzt gegensteuern.

  • Supermärkte und Discounter werden in der Corona-Krise regelrecht überrannt. 
  • Hamsterkäufe sind keine Seltenheit.
  • Moderatorin Larissa Rieß geht auf Instagram jetzt dagegen an.

Köln - Ihr reicht es langsam - und deshalb tut sie etwas: Die Radiomoderatorin und DJane Larissa Rieß hat ihre Instagram-Follower dazu aufgerufen, in Zeiten der Corona-Krise* volle Regale zu posten. „Dass Posten von leeren Regalen und das Jammern darüber führt nur zu noch mehr Panik und Hamsterkäufen“, schrieb die Moderatorin des WDR-Radiosenders „1Live“ in ihrem Post. Ihr Hashtag gegen Hamsterkäufe lautet #VolleRegale.

Corona-Hamsterkäufe: „Nur weil irgendein Depp damit angefangen...“

Rieß‘ Aktion kommt bei ihren Fans gut an. „Endlich mal ein sinnvoller Post bei dem ganzen Schrott, den man lesen, beziehungsweise sehen muss“, kommentiert zum eine Userin den Post der Moderatorin.

Eine andere Nutzerin glaubt: „Die Menschen wollen immer das, was sie nicht haben können. Und scheinbar mögen sie dieses Szenario auch ein wenig - diese Knappheit, die es im Grunde ja, wie du zeigst, gar nicht gibt. Es mag in manchen Läden wenig Nudeln geben. Dann kauft doch Reis, Kartoffelpüree oder Klöße. Versteh das nicht. Nur weil irgendein Depp damit angefangen hat Nudeln zu kaufen.“

Lesen Sie auch: Das Coronavirus hat überall Einfluss, nicht nur bei der Gesundheit. Viele Menschen tätigen jetzt Coronavirus-Hamsterkäufe. Im Internet wird vor allem Klopapier danach oft überteuert angeboten. Ein Edeka-Chef greift jetzt hart dagegen durch - mit Vor- und Nachteilen.

Moderatorin mit Anti-Hamsterkauf-Hashtag #VolleRegale

Larisse Rieß‘ Post gefällt nach einem Tag schon mehr als 18.000 Mal. Viele folgten ihrem Aufruf und posteten etwa Fotos von gefüllten Gemüse- oder Nudelabteilungen im Supermarkt. Seit Tagen kursieren Bilder von leergekauften Regalen für Produkte wie Toilettenpapier, Mehl oder Nudeln durch das Internet. Wegen Toilettenpapier kam es sogar schon zu Einbrüchen und zerstörten Autos. Teils sind die Hamsterkäufe einfach nur kurios.

Die Taktiken der Supermärkte in der Corona-Krise*: Sie hängen Zettel auf, auf denen die Abgabe etwa von Toilettenpapier oder Nudeln mengenmäßig begrenzt wird. Es gibt vielerorts Abstandsmarkierungen am Boden, „Spuckschutz“ aus Plexiglasscheiben an den Kassen, bargeldloses Bezahlen sowie Desinfektionsmittel und Handschuhe für Mitarbeiter. So wollen sie eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen und zugleich ihre Kassierer vor einer Ansteckung schützen. Vor einem Treffen von Kanzlerin Merkel (CDU) und den Länderchefs zu möglichen bundesweiten Ausgangssperren gibt eine Forscher-Gruppe indes eine klare Empfehlung ab.

Corona-Hamsterkäufe:

Erweiterte Öffnungszeiten, wie sie beispielsweise die neuen Regelungen in Bayern zur Entzerrung des Besucherandrangs ermöglichen, sind der dpa zufolge jedoch kaum Thema. Um Versorgungsengpässe in der Coronavirus-Krise* zu verhindern, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Logistikzentren länger offen halten. Diese sollten 24 Stunden lang aufbleiben können, damit Engpässe in der Belieferung von Filialen etwa bei Supermarktketten ausgeglichen werden könnten, erfuhr die dpa aus Regierungskreisen. Zur Sicherstellung der Versorgung war bereits das Sonntags-Fahrverbot für Lastwagen von Ländern gelockert worden. Eine Immobilienfirma sieht wegen Corona noch eine gigantische Krise kommen.

frs


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