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Salmonellen in der Kinder-Schokolade: Schon über 260 Kranke durch Ferrero-Produkte in ganz Europa

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Von: Laura May

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Salmonellen in der Schokoladenfabrik: Im April musste der italienische Süßwarenhersteller Ferrero sein Werk im belgischen Arlon schließen – inzwischen sind 260 Fälle vor allem unter Kindern bestätigt.

Arlon – Anstatt bunter Plastikfiguren gibt es in den letzten Wochen eher böse Überraschungen aus den beliebten Ferrero-Schokoeiern. Nach der Ausbreitung des Bakteriums Salmonella Typhimurium in der Ferrero Schokoladenfabrik im belgischen Arlon, räumte das Unternehmen bereits Anfang April „interne Ineffizienzen“ ein und startete einen internationalen Rückruf. Bei eigenen Kontrollen des Fabrikbetreibers Ende Dezember war das Bakterium erstmals in einem Buttermilch-Tank des Werks entdeckt worden.

Ferrero-Rückruf: Mehr als ein Dutzend europäischer Länder betroffen

Betroffen sind eine ganze Reihe an Produkten wie Überraschungseier und Schokobons. Trotz Rückrufs dürften wohl noch unzählige Süßigkeiten unbemerkt in Speisekammern darauf warten, verschlungen zu werden. Denn: Die Kinder-Produkte haben ein langes Haltbarkeitsdatum und lang nicht alle Eltern erfahren von dem gefährlichen Bakterienbefall.

Ferrero-Rückruf: Richtiger EAN-Code – so erkennst Du ein betroffenes Produkt
Ferrero-Rückruf: Richtiger EAN-Code – so erkennst Du ein betroffenes Produkt © Ole Spata/dpa

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Ferrero-Rückruf: 260 Fälle bestätigt, vor allem Kinder unter zehn Jahren betroffen

EU-Behörden haben inzwischen 266 bestätigte Fälle registriert. Dazu kommen 58 Verdachtsfälle, wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Mittwoch laut dpa in Stockholm mitteilte. Betroffen seien mehr als ein Dutzend europäischer Länder, darunter auch Deutschland. In den meisten Fällen seien Kinder unter zehn Jahren erkrankt. Viele davon mussten ins Krankenhaus. Wie hoch die Dunkelziffer nicht registrierter Fälle ist, bleibt unklar.

Die Behörde will die Entwicklung weiter beobachten. Im Dezember habe das Unternehmen Hygienemaßnahmen umgesetzt sowie Probenahme und Tests der Produkte und des Verarbeitungsumfelds verstärkt. Nach negativen Salmonellen-Tests habe es die Schokoladenprodukte dann in ganz Europa und weltweit vertrieben.

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