Enttäuschung für „Cyberpunk 2077“-Fans

Technische Mängel: Sony entfernt heiß ersehntes Spiel aus dem Playstation Store

  • Jennifer Greve
    vonJennifer Greve
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Fans des neuen Spiels „Cyberpunk 2077“ müssen jetzt besonders stark sein: Im Playstation Store wartet eine böse Überraschung auf sie.

  • Lange Wartezeiten, epileptische Anfälle, Abstürze und Bugs - „Cyperpunk 2077“-Fans haben es nicht leicht.
  • Sony traf nun eine drastische Entscheidung und schmiss das Spiel aus dem Playstation Store.
  • CD Projekt Red reagiert auf die neuesten Probleme mit „Cyberpunk 2077“.

Kassel - Erst Hype, dann Probleme über Probleme: Wegen gravierender technischer Mängel zieht Sony nun das neue Spiel von CD Projekt Red zurück: „Cyberpunk 2077“. Dabei fieberten Spieler in aller Welt seit Monaten der Veröffentlichung des Spiels entgegen. Obwohl das Veröffentlichungsdatum mehrfach verschoben wurde, blieb der Hype um das neue Spiel ungebrochen. Die Fans hielten an ihren Erwartungen fest - zu unrecht?

Die erste Welle an Rezensionen zu „Cyberpunk 2077“ war, wie zu erwarten, überaus positiv - doch dann das erste Malheur: Einige Szenen im Spiel konnten epileptische Anfälle auslösen. Das Entwicklerstudio reagierte prompt, versah das Spiel mit einer expliziten Warnung und begann damit einzelne Szenen zu überarbeiten, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren.

VideospielCyberpunk 2077
EntwicklerstudioCD Projekt RED
Veröffentlichungsdatum10.12.2020

Technische Mängel auf der Playstation 4: „Cyberpunk 2077“ (CD Projekt Red) mit massiven Problemen

Ein anderes Problem von Beginn an, waren Fehler im Spiel und technische Mängel - diese führten im schlimmsten Fall zum Absturz von „Cyberpunk 2077“. Vor allem Spieler auf der Playstation 4 und der Xbox One* waren von den sogenannten Bugs betroffen. CD Projekt Red reagierte auch auf dieses Problem umgehend.

Das Entwicklerstudio entschuldigte sich bei den betroffenen Spielern, bat um Geduld und brachte auch eine Rückerstattung ins Spiel. „Alle digitalen und physischen Kopien des Spiels erhalten weiterhin Support und Updates während wir daran arbeiten, eure Erfahrungen zu verbessern“, heißt es dazu im offiziellen Twitterpost von „Cyberpunk 2077“ (CD Projekt Red).

Sony trifft drastische Entscheidung: Kein „Cyberpunk 2077“ im Playstation Store erhältlich

Sony hingegen zog Konsequenzen und traf eine drastische Entscheidung: „Cyberpunk 2077“ ist nicht weiter im Playstation Store erhältlich*. Der digitale Erwerb des Spiels ist deshalb derzeit über den Playstation Store nicht möglich. Darüber hinaus können Spieler den Titel bei Playstation auch zurückgeben und sich die Kosten erstatten lassen.

Bei der Gamescom 2019 war der Hype für „Cyberpunk 2077“ noch ungebrochen - nun wurde das Spiel aus dem PlayStation Store von Sony entfernt. (Symbolbild)

Wer im Playstation Store nach dem Spiel sucht, wird nicht mehr fündig - und erhält auch keinen Hinweis zum Verbleib des Spiels. Laut Aussage des Entwicklerstudios CD Projekt Red wird jedoch „hart daran gearbeitet, Cyberpunk 2077 so schnell wie möglich in den Playstation Store zurückzubringen.“

Wegen technischer Mängel: Playstation-Spieler von „Cyberpunk 2077“ wünschen sich spielbaren Titel

In den sozialen Netzwerken äußern sich viele Spieler zu ihren Erfahrungen mit dem heiß ersehnten Spieltitel. YouTuber Skill Up, der für seinen kritischen Blick auf Videospiele bekannt ist, schreibt zum neuen CD Projekt Red Titel: „Cyberpunk ist gut, wenn es funktioniert. Aber es hätte mehr, sehr viel mehr Zeit im Ofen gebraucht.“

Das spiegelt auch in etwa wider, was sich viele Spieler wünschen: weitere Zeit „im Ofen“, um die technischen Mängel zu beseitigen. „Ich würde mich gerne mehr in das Game stürzen, habe allerdings sehr oft Abstürze und starke FPS Drops“, beschreibt ein Nutzer auf Twitter seine Erfahrungen mit „Cyberpunk 2077“.

Wenn das Spiel nicht spielbar ist, bringt auch eine fesselnde Story nichts - das weiß auch CD Projekt Red und arbeitet bereits an einer Lösung des Problems. (Jennifer Greve) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Montage hna.de: Sebastian Gollnow und Oliver Berg über dpa/picture alliance

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